Bleistifte

A.W. Faber 1928

Sehr reiz­voll finde ich diese etwa 75 × 120 mm große Anzeige von A.W. Faber aus dem Jahr 1928. – Über die nicht ganz kor­rek­ten Pro­por­tio­nen von Kopf, Arm, Hand und erst recht Stift sehe ich gerne hinweg.

A.W. Faber 1928

Der Text in Süt­ter­lin lau­tet: „16 ver­schie­dene Här­te­grade. Pas­send für jede Hand und für jeden Beruf“.

A.W. Faber 1928

A.W. Faber 1928

A.W. Faber 1928

A.W. Faber 1928

A.W. Faber 1928

A.W. Faber 1928

Faber-​Castell 9000 Jumbo

Seit 2011 in der Fer­ti­gung, im Januar 2012 auf der Paper­world vor­ge­stellt1 und vor der für den Sep­tem­ber geplan­ten deut­schen Markt­ein­füh­rung bereits in Japan erhält­lich: Die Vari­ante „Jumbo“ des Bleistift-​Klassikers Faber-​Castell 9000. Ich habe die Glo­ba­li­sie­rung ge­nutzt und einige Jum­bos reimportiert.

Faber-Castell 9000 Jumbo

Wäh­rend der nor­male 9000 einen Durch­mes­ser2 von 7,6 mm hat, ist der eben­falls 17,5 cm lange Jumbo mit 10,4 mm wesent­lich dicker.

Faber-Castell 9000 Jumbo

Seine Gestal­tung ist jedoch die glei­che3, und so hat auch er drei bedruckte Sei­ten. Wie nicht anders zu erwar­ten, ist die Ver­ar­bei­tung einwandfrei.

Faber-Castell 9000 Jumbo

Die Mine des werk­sei­tig gespitz­ten Jumbo ist 5 mm dick und von sehr hoher Qualität.

Faber-Castell 9000 Jumbo

Ein fei­ner Blei­stift, den zu benut­zen mir beson­ders in den wei­chen Gra­den Freude macht.

Faber-Castell 9000 Jumbo

Links: 4B, rechts: 2B

Den bei den Künst­ler­ma­te­ria­lien ein­ge­ord­ne­ten 9000 Jumbo gibt es in HB, 2B, 4B, 6B und 8B; die unver­bind­li­che Preis­emp­feh­lung beträgt 1,99 Euro. Pas­sende Spit­zer4 und Radie­rer sind angekündigt.

  1. Bei mei­nem Besuch ist er mir aller­dings nicht auf­ge­fal­len.
  2. Ein auch für Blei­stifte gebräuch­li­ches Maß ist die Schlüs­sel­weite, d. h. der Abstand zweier gegen­über­lie­gen­der Flä­chen; sie beträgt beim Jumbo 9,4 und beim nor­ma­len 9000 6,8 mm. Eine ein­fa­che Umre­chung von Schlüs­sel­weite zu Durch­mes­ser (oder umge­kehrt) ist aber wegen der Ver­run­dung der Kan­ten nicht mög­lich.
  3. Ich hätte übri­gens nichts dage­gen, wenn man das Grün wie­der hel­ler machen und die Farbe des Rings an die des Auf­drucks anpas­sen würde.
  4. Meine Favo­ri­ten für Stifte die­ser Stärke sind der M+R 602 und der iPoint Clas­sact.

Markiges Marketing (19)

Nicht nur A.W. Faber warb mit Sie­gel­mar­ken, son­dern auch Johann Faber, der mit die­sem Exem­plar an seine Aus­zeich­nung durch den „Grand Prix“ auf der Inter­na­tio­na­len Industrie- und Gewerbe-​Ausstellung in Turin 1911 erinnerte.

Siegelmarke von Johann Faber

Die geprägte und gum­mierte Marke mit einem Durch­mes­ser von 45 mm zeigt den aufwän­digen Mes­se­stand, mit dem man in Turin ver­tre­ten war. Ihre ein­fa­che Gestal­tung und der starke Kon­trast zwi­schen Blau und Orange gefal­len mir. – Den Blei­stift „Alli­ga­tor“ gibt es auch hier zu sehen.

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Eberhard Faber Microtomic 600

Etwa 50 Jahre alt ist die­ser Micro­to­mic 600 von Eber­hard Faber.

Eberhard Faber Microtomic 600

Die Qua­li­tät sei­ner Mine finde ich nicht so berau­schend, doch sein Design hat es mir sehr angetan.

Eberhard Faber Microtomic 600

Der graue Lack, der schlichte, sil­ber­far­bene Prä­ge­druck, die wei­ßen Kenn­zeich­nun­gen, die sau­ber ange­brachte Aluminium-​Kappe – eine in mei­nen Augen groß­ar­tige Gestaltung.

Eberhard Faber Microtomic 600

Die Reklame im Hin­ter­grund stammt aus dem Jahr 1958 und ist hier zu sehen.

STABILO im Büro

Für ihre neuen „STABILO-​Cellomin-​Tintenstifte mit den kli­ma­fes­ten Schreib­ker­nen“ warb die Nürn­ber­ger Schwan-​Bleistift-​Fabrik im Jahre 1940 mit die­ser 85 × 130 mm gro­ßen Anzeige.

STABILO im Büro

(Die zweite Liga­tur im Wort „Blei­stift“ ist natür­lich kurios. Ich habe diese im Forum von Typografie.info zur Dis­kus­sion gestellt und einige inter­es­sante Ant­wor­ten bekommen.)

Nach­trag vom 12.2.13: Mehr zum Cellomin-​Tintenstift gibt es unter „Bunt beringt“.

Nach­trag vom 19.7.23: Eine far­bige Vari­ante die­ses Motivs ist unter „Wer­bung Cel­lo­min Tin­ten­stifte“ zu sehen.

Markiges Marketing (18)

Als Mitte des 19. Jahr­hun­derts Pet­schaft und Sie­gel­lack aus der Mode kamen, griff man zu soge­nann­ten Briefverschluss- oder auch Sie­gel­mar­ken, um ein unbe­merk­tes Öff­nen der Briefe zu ver­hin­dern. Diese Mar­ken waren aus Papier, meist rund, far­big bedruckt und oft geprägt und wur­den bis in die Nach­kriegs­zeit hin­ein benutzt.

Siegelmarke von A.W. Faber

Die­ses 43 mm große und eben­falls geprägte Exem­plar von A.W. Faber im typi­schen, da­mals noch wesent­lich hel­le­ren Grün stammt ver­mut­lich aus der Vor­kriegs­zeit und machte Wer­bung für die 1906 ein­ge­tra­gene Marke „CASTELL“. Die namens­ge­bende Burg ist als Sil­hou­ette und sti­li­siert zu sehen; die­ses Sym­bol und der „CASTELL“-Schriftzug sind kaum ver­än­dert auch nach über hun­dert Jah­ren noch in Gebrauch. – Die Bild­marke mit der Waa­ge, hier auf einem älte­ren CASTELL 9000, wurde 1914 angemeldet.

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