Leipzig, Coffe Baum

Als alter Kaffee-​Junkie gro­ßer Lieb­ha­ber des schwar­zen Mun­ter­ma­chers habe ich das lange Wochen­ende in Leip­zig unter ande­rem für einen Besuch im „Coffe Baum“, einem der ältes­ten kon­ti­nu­ier­lich betrie­be­nen Café-​Restaurants in Europa, genutzt.

Leipzig, Coffe Baum

Fas­sade (Bil­der zum Ver­grö­ßern anklicken)

Die frü­hes­ten Hin­weise auf den Bau im Bar­fuß­gäß­chen in der Leip­zi­ger Innen­stadt rei­chen bis in die Mitte des 16. Jahr­hun­derts zurück; im Jahr 1720 erhielt er dann den Namen „Zum Ara­bi­schen Coffe Baum“. Umbau­ten und Erwei­te­run­gen haben für zahl­rei­che Win­kel und Stu­fen gesorgt, die sehr zum Reiz des Hau­ses bei­tra­gen. Beson­ders ange­tan hat es mir dabei der enge und inzwi­schen über­dachte Innenhof.

Leipzig, Coffe Baum

Innen­hof

Neben vie­len Kaffee-​Köstlichkeiten und Schmack­haf­tem in Kuchen- und ande­rer Form bie­tet der „Coffe Baum“ ein klei­nes Geschäft und ein ein­drucks­vol­les Museum mit über 500 Expo­na­ten aus der Geschichte des Kaf­fees. Ein lecke­rer und loh­nen­der Besuch!

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Aus Anlass des durch einen Feier- sowie einen Brü­cken­tag ver­län­ger­ten Wochen­en­des gibt es heute den bis dato längs­ten Bild­bei­trag in die­sem Weblog.

Lexikaliker XXXL

Na, habe ich zuviel versprochen? ;-)

Graphit und Gravitation

Auch wenn sich die Geschichte, die rus­si­schen Kos­mo­nau­ten hät­ten das Pro­blem des Schrei­bens in der Schwe­re­lo­sig­keit durch den Ein­satz eines Blei­stifts gelöst, wäh­rend die NASA For­schungs­mil­lio­nen in den „Space Pen“ inves­tierte, schon vor lan­ger Zeit als Mythos her­aus­ge­stellt hat, so lebt doch der sym­pa­thi­sche Gedanke wei­ter, ein gro­ßes Pro­blem mit ein­fa­chen Mit­teln lösen zu können.

Russian Space Pen

(zum Ver­grö­ßern anklicken)

An diese Legende erin­nern nicht nur einige Web­sei­ten, son­dern auch der – natür­lich rot lackierte und mit gol­de­nen Ster­nen deko­rierte – „Rus­sian Space Pen“ von npw. Einen Test unter den Bedin­gun­gen der Schwe­re­lo­sig­keit kann ich ange­sichts der all­ge­gen­wär­ti­gen und kaum zu igno­rie­ren­den Gra­vi­ta­tion lei­der nicht durch­füh­ren, aber das Schrei­ben über Kopf klappt her­vor­ra­gend. Ist an die­ser Geschichte viel­leicht doch etwas dran? Ganz gleich: Auch im Bann der Erd­an­zie­hung kann der unschein­bare Blei­stift bei kniff­li­gen Din­gen sehr gute Dienste leisten.

Vie­len Dank an den zone­batt­ler für den „Rus­sian Space Pen“!

Faber-​Castell Minfix 50/​65

Ein klei­nes Relikt aus ver­gan­ge­nen Tagen: Der Doppel-​Minenspitzer Min­fix 50/​65 von Faber-Castell.

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Der gut 25 mm lange und knapp 16 g schwere, aus Mes­sing gefer­tigte Min­fix 50/​65 kam 1956 auf den Markt und kos­tete 65 Pfen­nig; die „L“-Ausführung im Leder­etui wurde für 85 Pfen­nig ange­bo­ten. Seine bei­den Spitz­öff­nun­gen für Minen mit den Durch­mes­sern 2 und 3,15 mm lagen gegen­über, so dass das beid­sei­tig ange­schlif­fene Mes­ser gewen­det und dop­pelt aus­ge­nutzt wer­den konnte. – Wie die­ser Kata­log­aus­schnitt bei Lead­hol­der zeigt, gab es noch zwei wei­tere Vari­an­ten die­ses Spit­zers: Wäh­rend beim Min­fix 50/​61 die Öff­nun­gen ver­setzt gegen­über lagen, hatte die soge­nannte Lyra-​Form (50/​50) beide am sel­ben Ende.

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Der im Jahr 1952 ein­ge­führte Name „Min­fix“ für die Minenspitzer-​Serie ver­schwand 1978 wie­der aus den Kata­lo­gen, auch wenn das Modell 50/​65 zunächst im Pro­gramm blieb; 1985 erhielt es die neue Artikel-​Nummer 186500. – Beim aktu­ell erhält­li­chen TK-​Minenspitzer 186600 von Faber-​Castell für Minen mit Durch­mes­sern von 2 und 3,15 mm han­delt es sich um eine Behäl­ter­va­ri­ante aus Kunst­stoff mit trans­pa­ren­tem Deckel.

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Links: Koh-​I-​Noor Ver­sa­til 5205, rechts: Koh-​I-​Noor 5219

976 14

976 14

Eine, nein, gleich ganz viele gute Figu­ren macht die­ser gelen­kige Gehilfe, des­sen scharf geschnit­tene Kon­tu­ren unter den zahl­rei­chen Zei­chen­scha­blo­nen von STAEDTLER Japan deut­lich her­vor­ste­chen. Mit 13 Glie­dern und einer Größe von 17,5 Zen­ti­me­tern belebt seine wand­lungs­fä­hige Sil­hou­ette zu Papier und Folie gebrachte Wel­ten im Maß­stab 1:10 – ein ganz und gar nicht all­täg­li­cher Auf­tritt unter der unschein­ba­ren Per­so­nalArti­kel­num­mer 976 14, hin­ter der man sicher nicht sofort ein solch pro­fes­sio­nel­les Pro­fil ver­mu­tet hätte.

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