Pilot Murex

Pilot Murex

Der Füll­fe­der­hal­ter Murex (genauer: MYU-​REX1) des japa­ni­schen Her­stel­lers Pilot kam 1977 als Nach­fol­ger des 1971 ein­ge­führ­ten MYU 7012 auf den Markt. Ebenso wie die­ser hatte der Murex eine in das Griff­stück inte­grierte Feder, d. h. Griff und Feder wur­den aus dem­sel­ben Stück Stahl gefer­tigt3. Sowohl den MYU als auch den Murex gab es in unter­schied­li­chen Vari­an­ten, und 2008 wurde mit dem M90 eine limi­tierte und leicht ver­än­derte Neuaflage des MYU herausgebracht.

Pilot Murex

Das „Space Age“-Design des Pilot Murex spricht mich sehr an, und so bin ich froh, einen zu haben, und obwohl seine F-​Feder4 nicht ganz so leicht glei­tet wie die vie­ler ande­rer Füll­fe­der­hal­ter von Pilot, benutze ich ihn gerne. – Mehr unter „The Legen­dary Pilot Murex“.

  1. Modell­be­zeich­nung MR-​500SS.↩
  2. Modell­be­zeich­nung M-​350SS.↩
  3. Der erste Füll­fe­der­hal­ter die­ser Art war der Par­ker T-​1 von 1970, doch des­sen Pro­duk­tion wurde nach nur einem Jahr ein­ge­stellt.↩
  4. Er war auch mit M-​Feder erhält­lich.↩

Kurz notiert

  • KUM fei­ert die­ses Jahr das 100-​jährige Bestehen, und es sieht so aus, als gäbe es zu die­sem Anlass einen gold­far­be­nen Mas­ter­piece.
  • Vor kur­zem wurde ein Patent zur Her­stel­lung von holz­ge­fass­ten Blei­stif­ten bekannt gemacht. Die im korea­ni­schen Doku­ment gezeigte Fer­ti­gung wirkt auf mich recht um­ständlich, aber viel­leicht ste­hen ja die ent­schei­den­den Details im für mich lei­der nicht les­ba­ren Text.
  • Es hat keine 24 Stun­den gedau­ert, bis die bei Kick­star­ter gezeigte Idee für einen neuen Fall­mi­nen­stift finan­ziert war. Das in Spa­nien erdachte und „Car­bo­n­ara“ ge­nannte Schreib­gerät besteht aus Car­bon­fa­ser und kommt ohne beweg­li­che Teile aus, womit es mich ein wenig an den Penxo erinnert.
  • Eben­falls kürz­lich bekannt gemacht wurde eine Gebrauchs­mus­ter­schrift von STAEDT­LER. Das darin beschrie­bene „Schreib-, Zeichen-, Markier- und/​oder Kos­me­tik­ge­rät“ zeich­net sich durch einen Schaft aus beton­hal­ti­gem Mate­rial aus. Genutzt wird dies für die auf der Insights-​X 2017 vor­ge­stel­len und unter dem Namen „Con­crete“ angebote­nen Schreib­geräte (Kugel­schrei­ber und – nicht mehr erhält­lich – Druck­blei­stift); wei­tere Details fin­den sich unter „Beton­stift der Schreib­ge­rä­te­se­rie STAEDTLER Con­crete“ bei der TH Nürn­berg.
  • Und noch ein Patent: In „Mecha­ni­cal Pen­cil“ beschreibt der japa­ni­scher Her­stel­ler Koto­buki einen Druck­blei­stift, in dem die Mine vor Bruch durch axiale und radiale Belas­tung ge­schützt ist.

Neu im Kleiderschrank

Neu in mei­nem Klei­der­schrank: Ein T-​Shirt mit einem Motiv der Illus­tra­to­rin Lisa Mül­ler aus Darmstadt.

Neu im Kleiderschrank

Unnö­tig zu sagen, dass mir das Motiv sehr gut gefällt! Ich hatte zudem das Ver­gnü­gen, Lisa ges­tern auf der Aus­stel­lung der Illus­tra­to­ren Darm­stadt kennenzulernen.

Das T-​Shirt kos­tet 20 Euro, und der Erlös kommt dem Kin­der­hos­piz in Darm­stadt zugute. – Mehr von Lisa gibt es auf Insta­gram.

Stiftablage des Monats (6)

Die Stift­ab­lage des Monats Februar wird erst kraft Umnut­zung zu einer.

Stiftablage des Monats

Fül­lung fürs Foto: Rest eines Mitsu­bi­shi uni HB, M+R Pol­lux

Das als Tablett ange­diente Uten­sil kommt aus dem Nicht-​Kaffee-​Sortiment des Rös­ters Tchibo. Es ist aus Bam­bus (Tchibo: „Hoch­wer­ti­ger Bam­bus“), 26 × 3 × 10 cm groß und ziem­lich lang­wei­lig, woran auch die ange­prie­sene Nut­zungs­viel­falt („Ablage für Schmuck, Access­ories, Kos­me­tika etc.”1) und der redu­zierte Preis von 5,99 Euro nichts ändern.

Anm.: Der Stoff im Hin­ter­grund ist ein soge­nann­tes Tenu­gui, ein tra­di­tio­nel­les japa­ni­sches Hand­tuch. Das Mus­ter und die Far­ben ste­hen dem Her­stel­ler zufolge für „Iki“, einem ästhe­ti­schen Kon­zept Japans.

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  1. Schreib­wa­ren wer­den nicht auf­ge­führt.↩

Sonderanfertigung (5)

Die Druck­blei­stifte S10 und S20 des japa­ni­schen Her­stel­lers Pilot sind sehr beliebt, wobei viele Nut­zer beim ers­ten das Metall-​Griffstück schät­zen und beim zwei­ten den Holz­schaft1. Kann man bei­des kom­bi­nie­ren? Ja!

Sonderanfertigung (4)

Für meine Son­der­an­fer­ti­gung nehme ich einen brau­nen S20/0.5 (Art.-Nr. HPS-​2SK-​BN5, oben) und einen gel­ben S10/0.3 (Art.-Nr. HPS-​1SR-​TY3, unten). Bei bei­den schraube ich erst die Spit­zen ab und ent­ferne dann die Griff­stü­cke. Beim S20 ist das nicht ganz ein­fach, da die Kom­po­nente mit Kleb­stoff fixiert ist, doch mit beharr­li­chem Dre­hen gegen den Uhr­zei­ger­sinn lässt sie sich abnehmen.

Sonderanfertigung (4)

Den Kleb­stoff besei­tige ich mit Eti­ket­ten­lö­ser2.

Sonderanfertigung (5)

Würde ich jetzt schon das Metall-​Griffstück des S10 auf den S20 set­zen, hätte es nahe der Spitze radia­les Spiel. Um das zu ver­hin­dern, umwi­ckele ich das Metall­rohr des S20 vor­her mit so viel Kle­be­band, bis sich das Griff­stück gerade noch dar­über schie­ben lässt und stramm sitzt.

Sonderanfertigung (4)

Zum Schluss bringe ich die Spitze wie­der an. Fer­tig! – Die Bezeich­nung S15 für diese Son­der­an­fer­ti­gung liegt natür­lich nahe.

Sonderanfertigung (5)

Wer beim Minen­durch­mes­ser des S20 blei­ben möchte, kann jeden belie­bi­gen S10 neh­men. Da ich aber inzwi­schen 0,3 mm bevor­zuge und der hell­braune S20 nur in 0,5 mm erhält­lich ist, habe ich den S10/0.3 gewählt und auch des­sen Zwinge, Spitze und Drü­cker genutzt3. – Danke an isu von the uncom­for­ta­ble chair für seine Hilfe bei der Beschaf­fung des S20 und die Tipps zum Umbau!

Nach­trag vom 16.2.19: Wesent­lich ein­fa­cher und vor allem scho­nend für die Zwinge als das Her­aus­zie­hen ist das Her­aus­drü­cken von der ande­ren Seite, z. B. mit einem dicken Draht (hier: ø 3 mm mit und 1,6 mm ohne Isolierung).

Sonderanfertigung (5)

Nach­trag vom 2.3.19: Beim Umbau eines wei­te­ren S20 (genauer: eines HPS-​2SK-​DBN3) hat sich zuerst das obere Teil des Schafts gelöst.

Sonderanfertigung (5)

Auch die­ses sitzt auf einem Gewinde und ist mit etwas Kleb­stoff fixiert (letz­te­ren habe ich bereits vor dem Foto ent­fernt). Dadurch erge­ben sich natür­lich wei­tere Möglichkeiten!

  1. Der Schaft besteht mei­nes Wis­sens aus sehr dün­nen Holz­schich­ten, die mit Kunst­harz ver­leimt wur­den. Dadurch soll er stra­pa­zier­fä­hi­ger und weit­ge­hend unemp­find­lich gegen Feuch­tig­keit sein.↩
  2. Mein Favo­rit für sol­che Zwe­cke ist der „Auf­kle­ber und Kle­be­reste Ent­fer­ner“ von Mel­le­rud.↩
  3. Details zum Zwin­gen­tausch gibt es unter „Son­der­an­fer­ti­gung (3)“.↩

Herrscher des Waldes

Herrscher des Waldes

Bei sei­ner mor­gend­li­chen Revier­be­ge­hung konnte sich Kisho auch heute vom ordnungs­gemäßen Zustand des Wal­des über­zeu­gen; ledig­lich das undis­zi­pli­nierte Trei­ben zweier Art­ge­nos­sen beob­ach­tete er kritisch.

Kurz notiert

  • Kein all­täg­li­cher Fund: Ein alter Kata­log von J.S. STAEDTLER USA bei archive.org, wohl von etwa 1930. – Danke an Sean von Con­trap­un­ta­lism für den Hinweis!
  • Neu in der Welt der Schreibgeräte-​Blogs ist das Pen Museum, das sich Füll­fe­der­hal­tern, Ku­gelschreibern und eini­gem mehr wid­men will und in den ers­ten Bei­trä­gen detail­liert auf ältere Druck­blei­stifte wie z. B. den Pen­tel Mecha­nica ein­ge­gan­gen ist. Ich werde es gespannt ver­fol­gen! – Nicht so gut finde ich jedoch, dass das Foto im ers­ten Bei­trag aus einer Auk­tion bei Yahoo Japan stammt, aber die Quel­len­an­gabe fehlt.
  • Heute wurde die Gebrauchs­mus­ter­schrift „Stift“ von Faber-​Castell ver­öf­fent­licht (DPMA, Espa­ce­net). Beschrie­ben ist die Gestal­tung eines Stift­schafts mit nop­pen­för­mi­gen Vor­sprüngen und/​oder napf­för­mi­gen Ver­tie­fun­gen, die sich aus meh­re­ren Facet­ten­flä­chen zusam­men­set­zen, wobei diese Flä­chen auf­grund ihrer Beschich­tung eine höhere Licht­reflexion und/​oder -beu­gung auf­wei­sen als die übrige Schaft­flä­che. Diese Flä­chen, die auch kon­kav oder kon­vex sein kön­nen, las­sen sich z. B. mit einem Prä­ge­stem­pel anbrin­gen und erlau­ben eine Viel­zahl opti­scher Effekte. – Mich erin­nert die Beschrei­bung an den 2013 vor­ge­stell­ten Blei­stift „Sparkle“.
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