2019
Danke an alle für das Interesse an diesem Weblog und die rege Teilnahme im alten Jahr. Alles Gute für 2019!
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Anfang Oktober fand die Insights-X, die Fachmesse für Papier-, Büro- und Schreibwaren, in Nürnberg statt; hier einige späte, kurze und vor allem sehr subjektive Notizen.
Bei der Cleo Schreibgeräte GmbH, Anbieter von Schreibgeräten der Marke Cleo Skribent1, haben mich die Füllfederhalter mit Holzschaft der Natura-Serie angesprochen.
Neben den in vier Hölzern, drei Federbreiten (F/M/B) und Metallgriffstück angebotenen Varianten des Natura (unverbindliche Preisempfehlung 800 Euro) gibt es eine Ausführung aus Amboina Maser mit einem Griffstück aus Holz und rotvergoldeten statt palladinierten Beschlägen.
Noch reizvoller fand ich indes den Füllfederhalter Optima, dessen Schaftform von elffach facettiert zu oval übergeht. Er wird für 500 Euro und auch mit drei Federbreiten angeboten; einen passenden Tintenroller gibt es auch.
Am Stand von Koh-I-Noor hat mich ein aus spitzen Stiften gefertigter Orang Utan empfangen.
Da ich dieses Unternehmen ausnahmslos als abweisend empfunden habe, wollte ich mich den Mitarbeitern ebenso wenig nähern wie diesem stacheligen Orang Utan und bin schnell weitergegangen.
Beim japanischen Anbieter Platinum, der im kommenden Jahr sein hundertjähriges Jubiläum feiert, habe ich mich deutlich länger aufgehalten.
Präsentiert wurde auch der Füllfederhalter #3776 Century in acht Federbreiten. Es hat Spaß gemacht, ihn zu testen, doch die beiden Exemplare des Century #3776 F, die ich vor ein paar Monaten bei Versendern erworben habe, hatten im Gegensatz zu den gezeigten Exemplaren leider Probleme mit der Feder, und so musste ich sie retournieren.
Im #3776 Century und in einigen anderen Modellen von Platinum kommt der „Slip & Seal“-Mechanismus zum Einsatz, die ein Austrocknen der Feder verhindert und eine erheblich längerer Lagerung des gefüllten Schreibgeräts ermöglicht. An einem Modell wurde die Funktionsweise gezeigt.
Bereits im August kam der Procyon auf den Markt.
Dieser Füllfederhalter hat als Besonderheit eine sehr weit an der Federspitze liegende Ansaugöffnung, wodurch sich selbst ein kleiner Tintenrest aus dem Glas holen lässt. Der Procyon ist in fünf Farben sowie zwei Federbreiten (F/M) erhältlich und verfügt ebenfalls über den „Slip & Seal“-Mechanismus.
Aus mir unbekannten Gründen habe ich die Tinten der Reihe „Classic Ink“ zwar fotografiert, aber nicht näher betrachtet. Gewundert habe ich mich darüber, dass alle „Black“ in Namen tragen, aber keine schwarz ist.
Der deutsche Ableger des japanischen Herstellers Pentel feiert im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen.
Zu den Neuheiten gehört der Boardmarker Maxiflow Flex-Feel mit flexibler Schreibspitze, die eine Variation der Strichstärke ermöglicht.
Eine bemerkenswert feine Pinselspitze hat der Faserschreiber Sign Pen Artist aus dem „Pentel Arts“-Sortiment.
Er ist in zwölf Farben erhältlich.
Weniger attraktiv fand ich die holzgefassten, wasservermalbaren Farbstifte, die vermutlich der Sortimentsabrundung dienen und mit ihrer Qualität meiner Ansicht nach nicht zu Pentel passen.
Auch der japanische Hersteller Pilot war in Nürnberg vertreten.
Sehr schön und aus der Nähe anzusehen waren die Namiki-Füllfederhalter.
Im Gespräch konnte ich u. a. erfahren, dass die Iroshizuku-Tinten auch hierzulande erhältlich sind (meine beiden hatte bei einem Versender im Ausland gekauft).
Selbstverständlich war auch Faber-Castell dabei.
Zu den präsentierten Neuheiten gehörten neue Tinten in Türkis und Pink, wobei letztere sogar löschbar ist.
Zusammen mit dem silberfarbenen Bleistift GRIP 2001, inzwischen ein Klassiker, wurden ein blauer sowie ein farblich abgestimmter Radierer und Dosenspitzer gezeigt.
Den Marker Textliner pastell gibt es jetzt in den neuen Farben Lichtgrün, Vanille und Ultramarin, die auch zusammen mit den anderen Farben in einem 8er-Etui erhältlich sind.
Die meisten und für mich interessantesten Neuigkeiten gab es bei STAEDTLER.
Besonders beeindruckt hat mich die umfangreiche Sortimentserweiterung des Mars Lumograph. Mit 10H, 10B, 11B und 12B kamen vier Härtegrade hinzu, so dass es nun 24 sind; damit bietet der Mars Lumograph den größten Härtegradbereich und läuft sogar dem Mitsubishi Hi-uni (22 Grade) den Rang ab.
Neu ist der Mars Lumograph jumbo, den es in fünf Härtegraden geben wird. Er ist 11 mm dick und hat eine etwa 5,3 mm starke Mine.
Mit dem Mars Lumograph charcoal kommt ein holzgefasster Kohlestift in drei Härtegraden auf den Markt.
Ebenfalls neu ist der Vollgraphitstift Mars Lumograph pure graphite, der in neun Härtegraden angeboten wird; die drei weichsten Grade werden zusätzlich in einer wasservermalbaren Variante erhältlich sein.
Auch der Ende 2015 vorgestellte Mars Lumograph black erfuhr eine Erweiterung, denn es wird ihn jetzt auch in HB und damit in sechs Härtegraden geben. – Hinzu kam der Mars Lumograph pastel, ein holzgefasster Pastellstift, der in fünf Farbtönen und als Blender auf den Markt kommen wird.
Von den zahlreichen weiteren Neuigkeiten, auf die ich hoffentlich in Kürze werde eingehen können, sei noch der dicke, wasservermalbare Farb- und Wachsmalstift buddy erwähnt. Er ist aus Zedernholz gefertigt und kommt in 18 Farben in den Handel.
Die neuen Produkte von STAEDTLER werden ab Januar 2019 verfügbar sein.
Die nächste Insights-X öffnet am 9. Oktober 2019, und ich hoffe, dann auch wieder dabei sein zu können.
Seit fast neun Jahren erfreut mich das kleine Ölgemälde eines STAEDTLER Mars Lumograph 2B des neuseeländischen Künstlers Paul Hutchinson. Vor einer Weile hatte ich die Idee, ein weiteres Bild bei ihm in Auftrag zu geben, und nun ist es eingetroffen.
Unnötig zu sagen, dass dieses 9 × 8 cm kleine und für mich großartige Werk den als „Granate“ bekannten Handspitzer zeigt. – Die Geschichte dieses Spitzers reicht bis 1892, also knapp 130 Jahre zurück1; seit vielen Jahrzehnten ist er im Sortiment von Möbius+Ruppert im fränkischen Erlangen, dem inzwischen weltweit einzigen Hersteller von Messingspitzern. In Öl und aus Messing die aktuelle Ausführung, wie sie seit den 1980er Jahren angeboten wird.
Am heutigen 10. Oktober ist internationaler Welthundetag.
Kisho (rechts) und Noriko interessiert das weniger, genießen sie doch ihren persönlichen Hundetag vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres. Viel wichtiger für sie ist zu sehen, wer da gerade kommt, und ob man denjenigen vollkoffern oder ankaspern soll.
Manche stillen Beobachter verstecken sich recht gut, und der herbstliche Wald bietet dazu zahlreiche Möglichkeiten.
Für diejenigen, die meinen, dass es diesmal weit hergeholt sei, wird der stille Beobachter mal herangeholt.
Glücklich schaut er nicht, aber wen wundert’s – er ist vom Zerfall gezeichnet, und so kann ihn selbst das schönste Herbstwetter nicht aufmuntern.
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Neu von Viking: Der Bleistift Verso GS 150 mit zwei Härtegraden. Er kombiniert 4B und HB, was ihn zu einem praktischen Bleistift nicht nur für den schnellen Wechsel zwischen Zeichnen und Schreiben macht.
Der Verso ist jedoch nicht ganz neu, denn er geht zurück auf eine Idee, die erstmals auf der Weltaustellung in Paris 1867 präsentiert wurde.
Das Unternehmen Berolzheimer & Illfelder aus Fürth zeigte damals „doppelgradige Stifte, jedes Ende des Bleistifts mit einem anderen Härtegrad versehen“, doch soweit bekannt, gelangten diese Stifte nie zur Serienreife.
150 Jahre später sitzen Jens V. M. Thomsen, Eigentümer von Viking, und ich auf der Paperworld in Frankfurt/Main zusammen, und als ich den Doppelgrad-Stift von 1867 erwähne, ist ihm klar: Viking wird ihn auf den Markt bringen!
Die ersten Prototypen waren vielversprechend, aber es stellte sich schnell heraus, dass die Produktion überraschend knifflig ist. Im Gegensatz zu einem normalen Bleistift ist es nämlich beim doppelgradigen erforderlich, in der Fertigung zwischen den beiden Enden zu unterscheiden, damit sie bei der Lackierung und der Bedruckung nicht vertauscht werden. Dies machte einige Änderungen in der Produktion und viele manuelle Schritte nötig und könnte auch erklären, warum es damals nicht weiterging. Doch die Mühe hat sich gelohnt – entstanden ist ein besonderer Bleistift.
Der Viking Verso GS 150 hat die übliche Länge von 17,5 cm und einen Durchmesser von 7,7 mm1. Seine Gestaltung finde ich sehr geschmackvoll: Matter Lack für 4B, glänzender Lack für HB und ein eleganter, auf das Wesentliche beschränkter Druck ohne Strichcode und Blindprägung; auch die farblich abgestimmten Schnüre, die das Sechserbündel sicher zusammenhalten2, zeigen, welche Sorgfalt in den Verso gesteckt wurde. Die Material- und die Verarbeitungsqualität ist sehr gut – der glatte Lack hat kaum Unregelmäßigkeiten und das Zedernholz sowie die Minen lassen sich sowohl im Hand- als auch im Kurbelspitzer sehr gut spitzen3.
Die bruchstabilen Minen des Verso sind 3 mm dick und haben die Härtegrade 4B und HB4. Beide bieten eine saubere Abgabe, unterscheiden sich aber erwartungsgemäß in Schwärzung, Radierbarkeit und Wischfestigkeit, denn während die 4B-Mine besser schwärzt und sich etwas leichter radieren lässt5, ist die HB-Mine wischfester.
Der Viking Verso GS 150 ist ein außergewöhnlicher Bleistift, der Freude macht und den man gerne benutzt!
Er ist ab heute bei Viking im Kopenhagener Ladengeschäft und per Versand sowie bei CW Pencil Enterprise erhältlich; ab dem 1. Januar 2019 gibt es ihn auch bei anderen Händlern.
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