Archiv des Stichworts „Farbstifte”

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Buntes Treiben

Sonntag, 21. März 2010

Hier beherrschen der graue Graphit und dessen Drumherum das Geschehen, doch unter „Farbstifte: Tests, Infos und ein paar Bilder …” geht es praxisbezogen, gekonnt und meist farbig zur Sache. Anja Fuhrbach, die Künstlerin hinter dem Blog, betreibt außerdem den Online-Shop „farbstifte.net – fine art materialien & mehr”, der zahlreiche zum Teil hier nur schwer erhältliche Artikel führt und den ich als zufriedener Kunde sehr gerne empfehle. Auf die Updates von Blog und Shop bin ich gespannt!

Paperworld 2010 (2)

Freitag, 5. Februar 2010

Das seit einiger Zeit zum italienischen Hersteller FILA gehörende Unternehmen LYRA hat die „GROOVE”-Reihe um die dünneren und ebenfalls dreiflächigen „GROOVE slim”-Stifte erweitert.

LYRA „GROOVE slim”

Der „GROOVE slim” hat eine 3,3 mm starke Farbmine und ist in 24 Farben sowie als Bleistift („Graphite”) verfügbar; passende Kunststoffspitzer in mehreren Farben werden als Teil der Sets und separat angeboten.

LYRA „Temagraph”

Bei FILA schon lange im Programm sind die Bleistifte „Temagraph” und „Studium”, die nun unter dem Namen LYRA auch hierzulande erhältlich sein werden. Ersteren wird es in sechs Härtegraden von 2H bis 3B, letzteren in fünf von 2H bis 2B und beide mit Radierer in HB geben, doch während der „Studium” eher schlicht daherkommt, ist der „Temagraph” vergleichsweise aufwändig gestaltet: Angabe des Härtegrads auf allen sechs Seitenflächen und Codierung über eine farbige Tauchkappe, umlaufende, grün-metallische Folienprägung und Radierer mit ring-angepresster Zwinge – solche Details sprechen mich an. – Zu den Stiften von LYRA, die eine Änderung erfahren haben, gehören die Rot-Blau-Stifte. Statt des „Rembrandt” und des dickeren „DUO” gibt es nun letzteren in drei Durchmessern von 6,8 bis 10 mm. Neu ist obendrein der ovale Universalschreiber „All Graphite”.

LYRA „Temagraph”

STAEDTLER wartete auch in diesem Jahr mit interessanten Neuheiten auf.

STAEDTLER „WOPEX” in 2B, HB und 2H

Der auf der letzten Paperworld vorgestellte Bleistift „WOPEX” kommt nun in zwei weiteren Härtegraden, und zwar 2B und 2H, in den Handel. Ich konnte ein Dreier-Set bekommen und hoffe, die neuen hier in Kürze detailliert zeigen zu können. Besonders auf 2B bin ich gespannt! – Bei dieser Gelegenheit weise ich gerne auf die exzellente Besprechung des „WOPEX” bei pencil talk hin.

STAEDTLER „triplus 776”

Zuwachs gab es auch bei den Druckbleistiften, wobei der einfache „triplus 776″ im unteren Preissegment angesiedelt ist. Über einen seitlichen Drücker verfügt der „graphite 762″, und richtig bunt sind die fünf neuen Varianten des „Mars micro 775″, mit deren Trend-Far­ben und weißen Griffstücken man sich an das Design der populären Unterhaltungselektro­nik aus Cupertino, Kalifornien, anlehnt.

STAEDTLER „graphite 762”   STAEDTLER „Mars micro 775”

STAEDTLER

In neuem Erscheinungsbild zeigten sich die ehemals unter der inzwischen verkauften Marke „Eberhard Faber” geführten Produkte. Den „Tricki Dicki” – ich gebe gerne zu, ein großer Fan dieses Bleistifts zu sein – wird es zukünftig in zwei Ausführungen geben (beim Modell für den internationalen Markt verzichtet man auf den alten Namen).

STAEDTLER Jubiläums-Dosen

Zum 175-jährigen Bestehen des Unternehmens werden dekorative Bleistift-Dosen und passende Radierer angeboten, deren Äußeres die Dampflokomotive „Adler” ziert; diese fuhr im Gründungsjahr von Nürnberg, dem Sitz der Firma, nach Fürth und gilt als erste Eisenbahn Deutschlands. – Schachteln aus Metall hätten mir zwar etwas besser gefallen, aber mich fragt ja keiner ;-) Am Rande: Auch der „Lumograph” (ehemals 2886, heute 100) hat dieses Jahr ein Jubiläum, denn er kam am 1. August 1930, also vor 80 Jahren auf den Markt.

STAEDTLER Digitalstift

Ein sehr bemerkenswertes Produkt, das den Bogen vom Papier zum Computer spannt, ist der neue „Digitalstift”. Er besteht aus einem Stift mit Kugelschreibermine und einem etwa feuerzeuggroßen Empfänger mit Display, der mittels eines Clips an der Schreibunterlage befestigt wird. Dieser Empfänger erfasst die Bewegungen des Stifts und sendet sie per USB-Anschluss an den PC; zudem ist es möglich, bis zu 100 Seiten zwischenzuspeichern. Die so erstellte digitale Notiz liegt dann als Grafikdatei im PC vor, kann aber auch über die mitgelieferte OCR-Software in bearbeitbaren Text umgewandelt werden. Darüber hinaus erlaubt die Software des Digitalstifts seinen Gebrauch als Maus, wozu eine Dummy-, d. h. nicht-schreibende Mine zur Verfügung steht. Eine Erkennung des Drucks, wie es z. B. bei Grafiktabletts üblich ist, bot das gezeigte Modell jedoch (noch?) nicht. – Der hochwertig wirkende Digitalstift nutzt die üblichen Kurzminen und soll ab dem zweiten Quartal für 60 bis 100 Euro erhältlich sein.

Paperworld 2010 (1)

Donnerstag, 4. Februar 2010

Am Dienstag schloss die diesjährige „Paperworld” in Frankfurt/Main ihre Pforten; hier ein paar kurze und selbstverständlich sehr subjektive Notizen zu einigen der Eindrücke, die ich bei meinem Besuch sammeln konnte. – Die Kürze meines zweiteiligen Berichts bitte ich zu entschuldigen; mir fehlt zur Zeit die Muße für detalliertere Ausführungen.

Diesmal nicht vertreten waren Pentel, Mitsubishi/uniball und Schwan-STABILO – drei Unternehmen, deren aktuelle Palette ich mir gerne angeschaut hätte (bei letzterem wären sicher die 1,4-mm-Varianten des EASYergo zu sehen gewesen).

Holzgefasste Farbstifte von LAMY

Eine Überraschung gab es bei LAMY, denn der für hochwertiges Schreibgerät bekannte Hersteller hat ab Mitte April auch holzgefasste Farb- und Bleistifte im Sortiment. Die für Kinder ab 3 Jahren gedachte Serie „3plus” hat einen quadratischen Querschnitt, eine 10 mm dicke Mine und wird in sechs Farben erhältlich sein, während es die dreiflächigen Stifte der Serie „4plus” in zwölf Farben und 6,25 mm starker Mine geben soll; die Serie „plus” umfasst 24 Farben sowie – ebenso wie „4plus” – einen Bleistift. Der matte Lack der in meinen Augen geschmackvoll gestalteten Stifte fühlt sich angenehm an, und bei einem schnellen Test vor Ort machten sowohl die Minen als auch die Verarbeitung einen sehr guten Eindruck.

Bei Carl fiel mir Kurbelspitzmaschine CP-100 auf; sie ist baugleich zur DE-100, wird aber in sechs verschiedenen Farben angeboten. Interessant ist, dass Carl die Produkte auch direkt verkauft und weltweit verschickt.

Bleistiftzubehör von Standardgraph

Jetzt noch mehr Bleistiftzubehör bietet Standardgraph an, darunter farbenfrohe, weiche Griffe und zwei Ausführungen eines Verlängerers. – Weitere Utensilien zeigte der Anbieter KUM, der mit dem „PenCut”, einer Schere im Stift-Format, ein weiteres Produkt von Raymay vertreibt (im letzten Jahr wurde der Zirkel „PenPass” präsentiert). Hinzu kamen außerdem „Scribble”, eine Kappe mit integriertem und verschließbarem Spitzer, und der ergonomisch geformte „Sattler Grip”.

Karte mit abtrennbarem Bleistift

Seine pfiffige Idee, eine 85 × 80 mm große Karte mit abtrennbarem Bleistift, präsentierte der Erfinder Karl-Heinz Bosch. Im unteren Teil seiner „snap-note” befindet sich eine knapp 1,5 mm lange und 0,9 mm dicke Mine, die sich durch den gefalteten Karton recht gut halten und für eine kurze Notiz nutzen lässt.

Faber-Castell stellte radierbare und in zwei Durchmessern erhältliche Farbkreiden im „Grip”-Design vor, bot aber bedauerlicherweise keine Testmöglichkeit. Eberhard Faber, seit 1. Januar Teil von Faber-Castell, kündigte die „WINNER”-Reihe an, zu denen neben Farbstiften auch der dicke „Tri-Winner” gehört; dieser ist einer der Nachfolger des „Tricki Dicki”.

Eberhard Faber „WINNER”

Im zweiten Teil gibt es Neuigkeiten von STAEDTLER und LYRA.

Spitzenspiel

Dienstag, 5. Januar 2010

Einem Feuerwerk gleich präsentierte die J.S. Staedtler Inc. aus Hackensack, New Jersey (USA), in dieser attraktiven Anzeige vom Ende der 1950er Jahre die aus dem damaligen West-Deutschland importierten Produkte für das Zeichnen und Schreiben.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

Neben dem Fallminenstift „Technico” und dem Bleistift-Klassiker „Lumograph”, der seinem 80-jährigen Jubiläum entgegensieht, waren hier inzwischen längst verschwundene Stifte zu sehen, darunter der „Omnigraph”, der „Irremovo” sowie der „Revisor”.

 Gestaltungsmittel | Alte Anzeigen von STAEDTLER | Familienangelegenheit 

No. 1

Freitag, 1. Januar 2010

Zum Tag Nr. 1 des gerade begonnenen Jahres ein kleines Detail des kurzen Farbstifts № 1 aus einem etwa 50 Jahre alten und noch ausführlicher vorzustellenden 12er-Set der Serie „LUNA” von J.S. Staedtler.

Farbstift LUNA № 1 von J.S. Staedtler

Ich wünsche meiner geschätzten Leserschaft ein gutes neues Jahr!

Madonna revised

Freitag, 18. Dezember 2009

Als ich hier vor einiger Zeit den ungewöhnlichen Zweifarb-Stift STAEDTLER MARS-REVISOR 2914 vorgestellt habe, fragte mich der Künstler Giorgio Poppi aus Italien nach einer Quelle. Da dieser Stift jedoch schon lange nicht mehr hergestellt wird, konnte ich ihm leider keine nennen, dafür aber ein Exemplar aus meinem Fundus schicken. Zu meiner sehr großen Überraschung und Freude erhielt ich nur wenig später dieses ganz besondere, etwa 15 × 21 cm große Werk, das er mit einem „Revisor” gemalt hat:

„Revisor Madonna” von Giorgio Poppi

Vielen Dank an Giorgio Poppi für die „Revisor Madonna”!

Licht und Farbe (2)

Dienstag, 1. Dezember 2009

Ebenso wie die kürzlich gezeigte bewarb auch diese Anzeige der hier schon mehrfach genannten Vertretung von J.S. STAEDTLER in Hackensack, New Jersey (USA), den Zeichenfarbstift MARS-LUMOCHROM und betonte dabei seine attraktiven Eigenschaften, mit denen er sich selbst heute, ein halbes Jahrhundert danach, wohl immer noch sehen lassen könnte.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

Mich verwundert, dass in diesen Anzeigen zwar die sehr gute Radierbarkeit der Farbstifte, nicht jedoch ein dazu passender Radierer beworben wurde.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

Die Gestaltung der Tauchkappe ist der des Bleistifts Noris 120, der wenige Jahre später auf den Markt kommen und diese – besonders deren Bögen – als eines seiner Markenzeichen tragen sollte, recht ähnlich.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

 Mars vs. Mars | Alte Anzeigen von STAEDTLER | Gestaltungsmittel 

Licht und Farbe (1)

Samstag, 21. November 2009

Den Zeichenfarbstift MARS-LUMOCHROM bewarb diese gut 50 Jahre alte Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. in Hackensack, New Jersey (USA). Die aufgeführten Eigenschaften des in 24 Farben erhältlichen Stifts beeindrucken: Er ist lichtecht, wisch- und wasserfest, sehr gut radierbar, hat eine bruchstabile Spitze und ist perfekt reproduzierbar (letzteres bezog sich wohl auf die für Lichtpausen idealerweise hohe Lichtabsorption; auch die Illustration spricht dafür).

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

An dem Stift im alten Design mit Viertelmond, dem Symbol für den Planeten Mars und seine beiden Monde fällt sofort die aus heutiger Sicht sehr ungewöhnliche Spitze auf, die möglicherweise mit dem hier auch genannten „Draftsman's Pencil Sharpener” angebracht wurde (eine andere Anzeige aus der gleichen Zeit lässt vermuten, dass diese Spitzenform damals keine Besonderheit war). Merkwürdig zumindest in meinen Augen ist die Abkürzung „DRP”, denn sie verweist auf eine Eintragung beim Reichspatentamt, das jedoch bereits 1945 seine Tätigkeit eingestellt hat.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

Wie lange es den MARS-LUMOCHROM, dessen Name von 1953 bis 2003 geschützt war, gab, weiß ich nicht. Außer der holzgefassten Variante waren später auch 2-mm-Farbminen mit diesem Namen im Programm des Herstellers, doch diese sind inzwischen ebenfalls fast verschwunden und nur noch selten als Restbestände anzutreffen. – Gerne hätte ich mal eine mit dem MARS-LUMOCHROM erstellte Zeichnung gesehen oder gar diesen Farbstift benutzt.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

 Neues vom Mars | Alte Anzeigen von STAEDTLER | Mars vs. Mars 

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