Archiv des Stichworts „Farbstifte”

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Madonna revised

Freitag, 18. Dezember 2009

Als ich hier vor einiger Zeit den ungewöhnlichen Zweifarb-Stift STAEDTLER MARS-REVISOR 2914 vorgestellt habe, fragte mich der Künstler Giorgio Poppi aus Italien nach einer Quelle. Da dieser Stift jedoch schon lange nicht mehr hergestellt wird, konnte ich ihm leider keine nennen, dafür aber ein Exemplar aus meinem Fundus schicken. Zu meiner sehr großen Überraschung und Freude erhielt ich nur wenig später dieses ganz besondere, etwa 15 × 21 cm große Werk, das er mit einem „Revisor” gemalt hat:

„Revisor Madonna” von Giorgio Poppi

Vielen Dank an Giorgio Poppi für die „Revisor Madonna”!

Licht und Farbe (2)

Dienstag, 1. Dezember 2009

Ebenso wie die kürzlich gezeigte bewarb auch diese Anzeige der hier schon mehrfach genannten Vertretung von J.S. STAEDTLER in Hackensack, New Jersey (USA), den Zeichenfarbstift MARS-LUMOCHROM und betonte dabei seine attraktiven Eigenschaften, mit denen er sich selbst heute, ein halbes Jahrhundert danach, wohl immer noch sehen lassen könnte.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

Mich verwundert, dass in diesen Anzeigen zwar die sehr gute Radierbarkeit der Farbstifte, nicht jedoch ein dazu passender Radierer beworben wurde.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

Die Gestaltung der Tauchkappe ist der des Bleistifts Noris 120, der wenige Jahre später auf den Markt kommen und diese – besonders deren Bögen – als eines seiner Markenzeichen tragen sollte, recht ähnlich.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

 Mars vs. Mars | Alte Anzeigen von STAEDTLER | Gestaltungsmittel 

Licht und Farbe (1)

Samstag, 21. November 2009

Den Zeichenfarbstift MARS-LUMOCHROM bewarb diese gut 50 Jahre alte Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. in Hackensack, New Jersey (USA). Die aufgeführten Eigenschaften des in 24 Farben erhältlichen Stifts beeindrucken: Er ist lichtecht, wisch- und wasserfest, sehr gut radierbar, hat eine bruchstabile Spitze und ist perfekt reproduzierbar (letzteres bezog sich wohl auf die für Lichtpausen idealerweise hohe Lichtabsorption; auch die Illustration spricht dafür).

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

An dem Stift im alten Design mit Viertelmond, dem Symbol für den Planeten Mars und seine beiden Monde fällt sofort die aus heutiger Sicht sehr ungewöhnliche Spitze auf, die möglicherweise mit dem hier auch genannten „Draftsman's Pencil Sharpener” angebracht wurde (eine andere Anzeige aus der gleichen Zeit lässt vermuten, dass diese Spitzenform damals keine Besonderheit war). Merkwürdig zumindest in meinen Augen ist die Abkürzung „DRP”, denn sie verweist auf eine Eintragung beim Reichspatentamt, das jedoch bereits 1945 seine Tätigkeit eingestellt hat.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

Wie lange es den MARS-LUMOCHROM, dessen Name von 1953 bis 2003 geschützt war, gab, weiß ich nicht. Außer der holzgefassten Variante waren später auch 2-mm-Farbminen mit diesem Namen im Programm des Herstellers, doch diese sind inzwischen ebenfalls fast verschwunden und nur noch selten als Restbestände anzutreffen. – Gerne hätte ich mal eine mit dem MARS-LUMOCHROM erstellte Zeichnung gesehen oder gar diesen Farbstift benutzt.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

 Neues vom Mars | Alte Anzeigen von STAEDTLER | Mars vs. Mars 

Mitsubishi uni Arterase Color

Sonntag, 11. Oktober 2009

Einen interessanten und hochwertigen Farbstift hat Mitsubishi/uni mit dem „Arterase Color” im Programm; den scharlachroten (Vermilion, 310) und den blauen (Blue, 343) aus dieser Reihe möchte ich kurz vorstellen.

Mitsubishi uni Arterase Color

Der in 36 Farben erhältliche Stift ist rund, 8 mm dick, 175 mm lang und hat eine 3,5 mm starke Mine, deren Radierbarkeit ihn zu einer Besonderheit macht.

Mitsubishi uni Arterase Color

Die Bedruckung des Farbstifts aus Japan ist knapp – neben dem Namen des Herstellers und des Produkts nennt der goldfarbene Prägedruck Farbname und Farbnummer sowie das Herkunftsland. Auf einen Strichcode oder ähnliches wurde erfreulicherweise verzichtet, und die kleine, siebenstellige Blindprägung fällt kaum auf. Wie von Mitsubishi/uni gewohnt, sind die Verarbeitung sowie die Qualität von Mine, Holz und Lack exzellent.

Mitsubishi uni Arterase Color

Der ungespitzt ausgelieferte Farbstift mit matter, goldfarbener Kappe lässt sich sehr gut spitzen und hat eine äußerst bruchstabile Mine mit einer angenehm sauberen Abgabe. Die Spuren des Stifts sind recht wischfest, nicht wasservermalbar und mit einem hochwertigen Radierer (hier der „Boxy” aus dem gleichen Hause) selbst bei festerem Aufdruck nahezu rückstandsfrei radierbar. – Wie „Blue Lead Fade Testing” bei Dave’s Mechanical Pencils zeigt, haben radierbare Farbminen für Druckbleistifte das Problem, nicht lichtecht zu sein; ob das auch für die Minen im Arterase Color gilt, muss ich noch testen.

Mitsubishi uni Arterase Color

Der Mitsubishi/uni Arterase Color kostet pro Stück 157 Yen (knapp 1,20 Euro) und ist für mich ein rundherum hervorragender Farbstift.

Weitere sehr gute und radierbare Farbstifte von Mitsubishi/uni, jedoch mit etwas härteren Minen und einem Radierer am Ende, sind der 2451 (rot) und 2453 (blau); eine ausführliche Besprechung dieser findet sich unter „Mitsubishi Vermilion and Prussian Blue pencils” bei pencil talk.

Stiftkunst

Montag, 31. August 2009

Beeindruckend: Skulpturen, Landschaften, Möbel, Schmuck und vieles mehr aus Blei- und Farbstiften gibt es bei „Artwork With Pencils” zu bestaunen.

Danke an Max für den Hinweis!

Farbfreuden

Sonntag, 31. Mai 2009

Farbfreuden

Spitzabfälle des STABILO woody 3 in 1 (zum Vergrößern anklicken)

Wenn der Poststift zweimal kringelt

Samstag, 25. April 2009

Farbstift „Postblau No. 856”

Farbstift „Postblau No. 856″ unbekannter Herkunft im Einsatz (zum Vergrößern anklicken)

LYRA COLORSTRIPE

Freitag, 6. Februar 2009

LYRA COLORSTRIPE

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Einen außergewöhnlichen Farbstift, den COLORSTRIPE, stellte LYRA auf der Paperworld 2009 in Frankfurt am Main vor. Das in mehrfacher Hinsicht herausragende Merkmal dieses ungewöhnlichen, dreiflächigen Stifts ist seine großzügig dimensionierte Mine, die nicht – wie sonst üblich – zentriert im Holz liegt, sondern bis an den Rand geführt wurde und damit, schaut man auf den Querschnitt, ähnlich einem Docht im Holz sitzt.

LYRA COLORSTRIPE

4 der 16 Farben des LYRA COLORSTRIPE

Dadurch ergeben sich einige Besonderheiten. Eine farbige Lackierung zur Identifikation des Stifts kann entfallen, und so schützt lediglich eine transparente Lackierung das schwarz durchgefärbte Holz der Weymouth-Kiefer, wodurch es besonders gut zur Geltung kommt. Dieser Lack sorgt auch dafür, dass die herausstehende Kante der Mine nicht auf die Hand abfärbt.

LYRA COLORSTRIPE

Weitere Vorteile dieser Form bestehen in der breiten Flanke an der Spitze, die das großflächige Malen und Schraffieren erleichtert, sowie der größeren Minenmenge – mit einem Querschnitt von etwa 15,3 mm2 liegt sie 21% über der eines herkömmlichen Farbstifts mit einem Minendurchmesser von 4 mm und sorgt damit auch für ein mit 7 g überdurchschnittlich hohes Gewicht des Stifts.

LYRA COLORSTRIPE

Der silbergraue Aufdruck des COLORSTRIPE ist ausführlich, aber wohltuend schlicht. Auf konkurrierende Farbakzente wurde verzichtet, und wenn ich mich nicht täusche, kam für den Produktnamen die hervorragende Eurostile von Aldo Novarese aus dem Jahr 1962 zum Einsatz, die sich in meinen Augen hier ganz besonders gut macht.

LYRA COLORSTRIPE

Gespitzt mit dem Handspitzer „Dizi” von V-15 …

Der COLORSTRIPE ist mit knapp 9 mm recht dick und passt daher nicht in für Bleistifte gedachte Spitzer. Spitzmaschinen wie die Dahle 155 (die jedoch leider den Schaft beschädigt) und Mehrfachspitzer – hier der „Dizi” von V-15 – bringen den Farbstift gut in Form, auch wenn es mir mit letzterem nicht gelungen ist, einen exakt axialsymmetrischen Konus zu formen.

LYRA COLORSTRIPE

… und der Spitzmaschine Dahle 155

Benutzt habe ich bis jetzt nur den blauen Stift, und dieser hatte eine bruchstabile, sauber schreibende Mine mit kräftiger Färbung – eine wahre Pracht!

Neben den 16 Einzelfarben des in Deutschland hergestellten COLORSTRIPE gibt es fünf im Design abgestimmte Dosenspitzer sowie Kartonetuis mit 8 und 16 Farben, die einen Kunststoffspitzer enthalten; mehr dazu findet sich auf der Website dieses Farbstifts. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 1,70 € für einen einzelnen Stift sowie den Dosenspitzer, und die Sets kommen für 13,60 € (8er) bzw. 27,20 € (16er) in den Handel (den in diesen beiden Sets enthaltenen Spitzer gibt es nicht einzeln). Laut Angaben des Herstellers ist die COLORSTRIPE-Serie ab April erhältlich.

Die Agentur formidable, von der auch das Design für den GROOVE stammt, erhielt für die Gestaltung des sehr ansprechenden COLORSTRIPE den iF product design award 2009.

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