Museum

Noch einer

Fei­er­tage kann man nicht ver­län­gern, wohl aber Blei­stifte. Das nehme ich zum Anlass, um am heu­ti­gen zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag ein wei­te­res dafür not­wen­di­ges Zube­hör vorzustellen.

Noch einer

Die­ses his­to­ri­sche Uten­sil unbe­kann­ten Fabri­kats und Alters dient nicht nur der Ver­län­ge­rung eines Blei­stift­rests, son­dern auch des­sen taschen­freund­li­chem Transport.

Noch einer

Die schüt­zende Kappe, abge­zo­gen und auf das Ende gesteckt, macht den Umsteck­scho­ner län­ger und damit gut handhabbar.

Noch einer

Gleich­zei­tig schränkt sie jedoch die Länge des nutz­ba­ren Blei­stifts ein: Er muss min­des­tens 25 mm lang sein, um vom Über­wurf noch zuver­läs­sig geklemmt zu wer­den, darf aber 75 mm nicht über­schrei­ten, da sonst die Kappe nicht mehr schließt.

Noch einer

Hier mit einem STABILO GRE­EN­graph 6003.

Mich beein­druckt der Auf­wand, der hier für einen klei­nen Blei­stift getrie­ben wurde.

Noch einer

Vie­len Dank an Kai für die­ses schöne Stück!

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Es pas­siert nur sehr sel­ten, dass man eine über 110 Jahre alte Anzeige zeigt und wenig spä­ter den darin bewor­be­nen Blei­stift in der Hand hält. Die­ses Glück hatte ich dank Sean von The Black­wing Pages, der mich auf die Auk­tion des hal­ben Dut­zend Mon­gol Ste­no­gra­phic 596 von Eber­hard Faber USA hin­ge­wie­sen und mir bei der Beschaf­fung die­ser Rari­tät gehol­fen hat1.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Die in Sil­ber, Blau und Weiß gehal­tene Schie­be­schach­tel ist recht auf­wän­dig gestal­tet. Alle Außen­sei­ten sind bedruckt, ohne dass es über­la­den wirkt, und auch das Innen­teil hat man farb­lich pas­send ausgeführt.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Die sil­berne Farbe fin­det sich im Prä­ge­druck des Blei­stifts wie­der und passt gut zum rot­brau­nen, etwas unre­gel­mä­ßi­gen Lack, der in einem reiz­vol­len Kon­trast zum Blau des Kar­tons steht.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Der runde, mit 6,5 mm ver­gleichs­weise dünne und ab Werk beid­sei­tig ange­spitzte Ste­no­gra­phic 596 hat eine Mine nor­ma­len Durch­mes­sers und der Härte HB bis B. Ein kur­zer Test hat gezeigt, dass sie von hoher Qua­li­tät ist.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

„12 fine points“, „slen­der grip“, „firm lead for speed and long wear“ – der Ste­no­gra­phic 596 hält diese Ver­spre­chen auch heute noch.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Danke an Sean für seine Bemühungen!

  1. Ich gehe jedoch davon aus, dass diese Exem­plare nicht ganz so alt sind, son­dern aus den ers­ten Jahr­zehn­ten des letz­ten Jahr­hun­derts stam­men.↩

Goldstück

Auf dem Höhe­punkt des kali­for­ni­schen Gold­rau­sches im Jahre 1849 begann Eber­hard Fa­ber in den USA mit dem Ver­kauf von Blei­stif­ten und ande­ren Schreib­wa­ren. 1861 eröffne­te er in New York an der Stelle, wo heute das UNO-​Gebäude steht, die erste Blei­stift­fa­brik der USA.

Goldstück

Zum 100-​jährigen Jubi­läum gab es dann auch ein pas­sen­des Geschenk für die Freunde und Part­ner des Unter­neh­mens, näm­lich die Nach­bil­dung eines Nug­gets in einem 58 mm × 50 mm × 15 mm gro­ßen Stück Gießharz.

Goldstück

Mit im Kar­ton war ein Falt­blatt, des­sen Innen­seite auch im Kata­log des sel­ben Jah­res zu sehen war und wohl den Ursprung des bekann­ten gold­far­be­nen Rings auf der Zwinge des Mongol-​Bleistifts erklärt.

Goldstück

Goldstück

Die Prä­gung auf der Rück­seite des klei­nen Qua­ders infor­miert noch ein­mal über den Zusammenhang.

Goldstück

Für mich ein inter­es­san­tes Stück Bleistift-​Geschichte! – Danke an Sean von The Black­wing Pages, der mich auf die Auk­tion die­ser Kost­bar­keit hin­ge­wie­sen hat.

Goldstück

Altmetall

Mit was man sich so das Haus voll­stopft! Etwa 60 × 31 cm groß und knapp drei Kilo­gramm schwer ist die­ses Blech­schild aus den alten Tagen der Eber­hard Faber KG in Neu­markt bei Nürnberg.

Altmetall

Zum Grö­ßen­ver­gleich unten rechts ein Eber­hard Faber Van Dyke 600 5H.

The­ma­tisch pas­send wird es den Werk­kel­ler zieren.

Altmetall

Das kleine c gefällt mir am besten.

Haste Töne?

Eine unge­wöhn­li­che Methode, die Qua­li­tät ihrer Blei­stift­mi­nen zu demons­trie­ren, zeigte die Eagle Pen­cil Com­pany in einer Anzeige in der „Pro­gres­sive Archi­tec­ture“ vom Okto­ber 1953.

Haste Töne?

Haste Töne?

Die Idee ist bemer­kens­wert, und so wie es aus­sieht, hat man sie tat­säch­lich umgesetzt.

Haste Töne?

Haste Töne?

Haste Töne?

Die Anzeige gefällt mir sehr gut, so dass ich gerne und wie schon so oft ein paar Details zeige.

Haste Töne?

Haste Töne?

Kleiner Mond

Eines der frü­hes­ten Waren­zei­chen für Blei­stifte ist der Halb­mond, den J.S. STAEDTLER 1887 beim Amts­ge­richt Nürn­berg ange­mel­det hat. Die Her­kunft die­ses Halb­monds ist unklar; man ver­mu­tet einen Zusam­men­hang mit dem Export in den Ori­ent1. Hier einige zum Teil stark ver­grö­ßerte Exem­plare aus Wer­be­ma­te­rial und von Ver­pa­ckun­gen der Jahre 1919 bis 1937.

Kleiner Mond

Kleiner Mond

Kleiner Mond

Kleiner Mond

Kleiner Mond

Kleiner Mond

Kleiner Mond

Kleiner Mond

Genutzt wurde der Halb­mond, der streng­ge­nom­men ein Vier­tel­mond ist, bis in die 1960er Jahre hinein.

  1. In eng­lisch­spra­chi­gen Kata­lo­gen nannte sich das Unter­neh­men zuwei­len sogar „Moon Pen­cil Fac­tory“.↩

Im Dutzend billiger

Mit einer ganz­sei­ti­gen, 261 × 348 mm gro­ßen Anzeige und einem Wort­spiel bewarb 1953 die Empire Pen­cil Com­pany (Shel­by­ville, Ten­nes­see, USA) ihren „Pedigree“-Bleistift im Be­sonderen und den Rest ihres holz­ge­fass­ten Sor­ti­ments im Allgemeinen.

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

Im Dutzend billiger

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