Archiv des Stichworts „STABILO”

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100 Jahre Schwan-Bleistift-Fabrik

Montag, 21. Mai 2012

Dieses Jubiläum fand bereits 1955 statt, doch das, was ausgewählten Personen zu diesem Anlass überreicht wurde, lässt heute noch staunen.

100 Jahre Schwan-Bleistift-Fabrik

Schon die Verpackung beeindruckt. Der feste, 20 × 6 × 1 cm große und mit goldfarbe­ner Folie überzogene Schiebekarton trägt auf Vorder- und Rückseite vollflächige, farbig ab­gestimmte Etiketten, die stilvoll und sauber bedruckt sind.

100 Jahre Schwan-Bleistift-Fabrik

Auch nach über einem halben Jahrhundert hat sich weder der Karton nennenswert verzo­gen noch eine Verklebung gelöst – zweifellos keine Selbstverständlichkeit.

100 Jahre Schwan-Bleistift-Fabrik

Im Innern des geschmackvollen Etuis wartet ein halbes Dutzend dicker, dunkelroter Bleistif­te mit matten, gold­farbenen Kantenstreifen, kleinen weißen Schwänen und goldglänzen­den Metallkappen. Die Stifte haben einen ebenfalls goldglänzenden Prägedruck mit dem Logo und dem Namen des Herstellers, geschmückten Jahreszahlen und einer auf allen Flächen angebrachten „100″1.

100 Jahre Schwan-Bleistift-Fabrik

Die Schwäne, mit Watte vor Bruch geschützt, sind aus Kunststoff und mit Sockel 10 mm lang. – Neben der Luxusausführung dieses Sets mit Schwänchen gab es noch eine ein­fachere, deren Bleistifte eine Tauchkappe mit Schwan-Logo (dem sog. „Schwan-Auge”) zierte.

100 Jahre Schwan-Bleistift-Fabrik

Goldglänzende, 43 mm lange Metallkappen mit Schlitz und Bördelung schützen die Spitzen.

100 Jahre Schwan-Bleistift-Fabrik

Der mit Schwänchen 18,5 cm lange Stift ist 9 mm dick und hat eine etwa 3,5 mm starke Mine, deren Mischung der im Stabilo micro 8000 B2 entspricht. Sie schreibt sehr sauber, ist vergleichsweise wischfest, gut radierbar und gleitet äußerst leicht. – Als ich das Set be­kommen habe, hatten die Spitzen einen grauen Belag. Dieser ist durch das Ausblühen des Wachses, mit dem die Minen getränkt wurden, entstanden und ließ sich abwischen.

100 Jahre Schwan-Bleistift-Fabrik

Die Unregelmäßigkeiten an der Kappenspitze sind keine Spuren der Korrosion, sondern Reflexionen.

Das Zedernholz des Stiftes ist rötlich und fein gemasert (auf den Griff zum Spitzer habe ich diesmal verzichtet). – Bei genauem Blick erkennt man, dass zuerst die Kanten goldfarben und dann die Flächen rot lackiert wurden.

100 Jahre Schwan-Bleistift-Fabrik

Zum Größenvergleich ein aktueller STABILO Opéra 285.

Die Liebe zum Detail, die sorgfältige Verarbeitung und die sehr hohe Qualität machen die­ses großartige Jubiläums-Set, das nur als Präsent gedacht und nicht zu kaufen war, für mich zu einer Kostbarkeit.

100 Jahre Schwan-Bleistift-Fabrik

Danke an Herbert R. für die Details zum Hintergrund des prächtigen Sets!

  1. Eine nette Aktion von Schwan zu diesem Jubiläum war übrigens, alle Bürger Deutschlands, die 1955 auch 100 Jahre alt wurden, zu besuchen und zu beschenken. Über Zeitschriftenanzeigen und Artikel hatte man nach ihnen gesucht, und alle 50, die sich gemeldet haben, wurden auch bedacht.
  2. Bereits 1930 ließ sich die Schwan-Bleistift-Fabrik „mikrofein” und 1938 „microtom” eintragen. Diese Namen gingen wohl zurück auf die „mikroskopisch fein vermahlene Spezialmine”, wie der Katalog des Jahres 1938 schrieb. Die Bezeichnung „microtom” und die Kurzform „micro” wurden ab 1959 für Fallstift-Minen genutzt und später für den STABILO micro 8000 übernommen; die Mine des letzteren entsprach der Fallstift-Mine.

Mein lieber Schwan!

Dienstag, 20. März 2012

Nicht nur LYRA, sondern auch Schwan konnte eindrucksvoll auftreten, wie das Foto von der Bayerischen Jubiläums-Landesgewerbeausstellung 1906 und die Illustration des Standes auf der Bayerischen Landesgewerbeausstellung 1882 zeigen.

Mein lieber Schwan!

1906. – Einfach stark!

Mein lieber Schwan!

1882. – Der Entwurf zu diesem Stand stammt von Prof. Heinrich Schwabe (1847–1907).

Der Riesen-Bleistift war zudem auf einer Reklamemarke zu sehen. – Danke an Herbert R. für die Scans!

Spitzenauswahl

Freitag, 24. Februar 2012

Wer heute eine Kappe für den Blei- oder Farbstift sucht, braucht Geduld, doch früher war das nicht so – allein Schwan bot in seinem Katalog von 1940 gleich 14 verschiedene Spit­zenschoner an.

Neben Ausführungen für dickere Stifte gab es solche, die sich mittels Ring oder Clip befes­tigen ließen, und auch ein als Brieföffner nutzbarer „Dolch-Klemmschoner” war dabei (J.S. Staedtler hatte einen ähnlichen im Sortiment).

 

(Miniaturen zum Vergrößern anklicken)

Einige waren randriert und gerieft, also mit Rändelungen verziert (was Goldin war, weiß ich leider nicht).

Ein beeindruckendes Sortiment!

Der vorbildliche Bleistift

Sonntag, 29. Januar 2012

Mit diesem ansprechenden Faltblatt im A5-Format bewarb die Schwan Bleistift-Fabrik AG in Nürnberg im Jahr 1940 ihren Othello-Bleistift und einige andere ihrer holzgefassten Stifte.
Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Regelmäßige Besucher dieses Weblogs wissen, dass ich es meist nicht bei einer Übersicht belasse, sondern mich zu gern in Details ergehe. Zudem kann ich die zahlreichen, in meinen Augen sehr schönen Feinheiten dieses Schwan-Faltblatts meinem geschätzten Publikum un­möglich vorenthalten – los geht’s! (Und immer daran denken: Zum Vergrößern ankli­cken.)

Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Der vorbildliche Bleistift

Landkartenstifte 1938–60

Samstag, 28. Januar 2012

Nach den hier schon mehrfach gezeigten Landkartenstiften nun einiges gedrucktes Mate­rial mit zusätzlichen Informationen (Scans zum Vergrößern anklicken).

Landkartenstifte 1938–60

Eberhard Faber (1940, Vorderseite). – Details zu diesen gibt es hier.

Landkartenstifte 1938–60

Eberhard Faber (1940, Rückseite)

Landkartenstifte 1938–60

Eberhard Faber (1954)

Landkartenstifte 1938–60

Eberhard Faber (1960). – Details zum Cartograph 541 gibt es hier.

Landkartenstifte 1938–60

Faber-Castell (1957, oberer Teil der Katalogseite). – Bilder des CARTOR 2890 gibt es hier.

Landkartenstifte 1938–60

Faber-Castell (1957, unterer Teil der Katalogseite).

Landkartenstifte 1938–60

Schwan Bleistift-Fabrik (1938, Vorderseite)

Landkartenstifte 1938–60

Schwan Bleistift-Fabrik (1938, Rückseite)

Landkartenstifte 1938–60

Schwan Bleistift-Fabrik (1938, Vorderseite)

Landkartenstifte 1938–60

Schwan Bleistift-Fabrik (1938, Rückseite)

Danke an Herbert R. für die Scans!

Im Zeichen des Schwans

Donnerstag, 29. September 2011

Im Zeichen des Schwans

Titel des Schwan-Katalogs von 1898

Im Zeichen des Schwans

Titel des Schwan-Katalogs von 1906

Danke an Herbert R. für die Scans!

Seite 13

Montag, 12. September 2011

Farbenprächtig: Die Seite 13 des Katalogs der Schwan-Bleistift-Fabrik aus dem Jahr 1940, mit der die „I. Abteilung” („STABILO-Blei-, Farb- und Kopierstifte, Kreiden usw.”) beginnt.

Seite 13

Vielen Dank an Herbert R. für diesen Katalog!

Formsache

Montag, 30. Mai 2011

Heute ein rascher Blick auf alte Stifte mit ungewöhnlichen Formen.

Formsache

Farbstift von L. & C. Hardtmuth (Anf. 20. Jahrh.)

Formsache

Bleistifte von L. & C. Hardtmuth (Anf. 20. Jahrh.)

Formsache

Bleistifte von L. & C. Hardtmuth (Anf. 20. Jahrh.) – Der Bleistift rechts hieß „Spiral”.

Formsache

Bleistift von Johann Faber (Anf. 20. Jahrh.)

Formsache

Polygrades-Bleistift von Großberger & Kurz (1880; im Katalog als viereckig aufgeführt)

Formsache

Bleistift von Großberger & Kurz (Anf. 20. Jahrh.)

Formsache

Bleistift von Großberger & Kurz (Anf. 20. Jahrh.)

Formsache

Bleistift der Eagle Pencil Company (1894; zum Vergrößern anlicken)

Formsache

Bleistift der Eagle Pencil Company (1894; zum Vergrößern anlicken)

Fünfflächige Bleistifte aus aktueller japanischer Produktion gibt es hier zu sehen. – Danke an Herbert R. für die Scans!

Nachtrag vom 28.8.11: Einen zwölfflächigen Bleistift gibt es hier.

Nachtrag vom 1.10.11: Die große Formenvielfalt als geschmackvolles, zierendes Element genutzt hat L. & C. Hardtmuth auf dem Titel dieses Katalogs aus dem Jahr 1910.

Nachtrag vom 7.8.12: 1898 ging es auch bei Johann Faber hexagonal-konisch zu, wie der Katalog von Richard Best, New York, zeigt.

Formsache

Danke an Faber-Castell für diesen Scan!


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