Archiv des Stichworts „STABILO”

 Ältere Beiträge Neuere Beiträge 

Großberger & Kurz 1880

Mittwoch, 23. Januar 2013

Das heutige Unternehmen Schwan-STABILO geht zurück auf die Kaufleute Georg Groß­berger und Hermann Kurz, die 1854 nahe der alten Kaiserburg in Nürnberg mit der nach damaligen Maßstäben modernen und fabrikmäßigen Herstellung von Bleistiften begannen.

Großberger & Kurz 1880

1865 übernahm Gustav Schwanhäusser den Betrieb und machte im Anklang an seinen Na­men den Schwan zum Markenzeichen seiner Stifte; das Unternehmen firmierte von da ab als „Schwan-Bleistift-Fabrik, Schwanhäusser vorm. Großberger & Kurz”1. Diese Übersicht2 stammt aus einem Katalog von 1880 (auf allen Stiften steht „REGR JANR 8 1867″). – Die Marke „Stabilo” wurde erstmals 1926 eingetragen.

Danke an Herbert R. für den Scan!

Nachtrag vom 12.2.13: Wie kommt es, dass der Katalog, aus dem die gezeigte Seite stammt, noch den Namen „Großberger & Kurz” trägt, obwohl das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt bereits 15 Jahre unter „Schwan-Bleistift-Fabrik” auftrat? Der Grund dafür waren der zu dieser Zeit große Aufwand und die hohen Kosten für die Umstellung von Maschi­nen, Druckvorlagen usw., und so gab es den erwähnten Katalog und die darin gezeigten Produkte nahezu unverändert bis etwa 1900. Der Schwan war bereits auf Produkten von Großberger & Kurz zu finden, die es noch bis ins 20. Jahrhundert hinein gab; erst nach und nach tauchte er als eigenständige Marke auf.

  1. Quelle: Schwan-STABILO (Hg.): 125 Jahre Schwan-STABILO. Der Weg eines mittelständischen Familienunternehmens (Intensiv-Werbung GmbH 1980).
  2. Die Schrift in der Tabelle erinnert mich sehr an die Kursivschrift in diesem Schriftmuster.

STABILO 8770

Montag, 21. Januar 2013

Gut 30 Jahre alt ist dieses Etui von STABILO, das es mir aus mehreren Gründen angetan hat.

STABILO 8770

Das Etui 8770 für „Ingenieure, Architekten, Techniker” (so der Text im Innern) ist aus mit Kaliko überzogenem Karton, 180 × 103 × 15 mm groß und enthält zwölf Farbstifte. Seine Gestaltung in Schwarz, Gold und Weiß finde ich geschmackvoll.

STABILO 8770

Die Innenseite der mit einem Druckknopf zu verschließenden Klappe zeigt Schraffuren und Farben für die Darstellung verschiedener Materialien1 nach DIN 2012 und nennt die korre­spondierenden Nummern der Stifte sowie die Farbnamen. Wie schon bei den Landkarten­stiften (z. B. dem LYRA-ORLOW № 2736 oder dem Johann Faber Krokier-Etui Nr. 3144) spricht mich die Ästhetik dieser Legende an. – Den roten Stift mit STABILO-Schriftzug und weißem Schwan halte ich für ein weiteres gelungenes Detail.

STABILO 8770

Ein Abgleich der Legende mit dem Inhalt zeigt, dass das Etui die richtigen Stifte enthält – nicht immer selbstverständlich bei antiquarischen Stücken wie diesem.

STABILO 8770

Die Stifte in diesem Etui haben ihren Ursprung im 1925 von Schwan vorgestellten Dünn­kernfarbstift, dessen Stabilität den Namen „Stabilo” (später „STABILO”) hervorbrachte. Sie sind hexagonal, werkseitig gespitzt und aus Zedernholz; in ihrem 7,6 mm dicken Schaft (Schlüsselweite 7 mm) steckt eine wasservermalbare 2,5-mm-Mine.

STABILO 8770

Der silberfarbene Folienprägedruck der Farbstifte läuft zur Spitze hin; bei den aktuellen Stif­ten von STABILO ist es umgekehrt3. Neben der Farbnummer4 (die heute anders auf­gebaut ist) zeigt er zwei Rauten mit umschließendem Rechteck, deren Bedeutung und Geschichte ich leider nicht kenne. – Die Blindprägungen 380, 480 und 181 belegen, dass die Stifte zwischen März 1980 und Januar 1981 hergestellt wurden.

STABILO 8770

Das sog. Schwan-Auge, ein für mich sehr schönes Gestaltungselement, ziert die auf das abgerundete Stiftende beschränkte Tauchkappe des Farbstifts.

STABILO 8770

Die Entnahme der Stifte wird dadurch erleichtert, dass sich das Unterteil auf etwa einem Viertel der Länge nach unten klappen lässt. Vermutlich sollte das Gummiband auf der Rück­seite den heruntergeklappten Teil in der geöffneten Position halten, aber es ist ausge­leiert.

STABILO 8770

Ein Formteil aus Kunststoff hält die Stifte am Platz.

STABILO 8770

Wie das Etui sind auch die Stifte in einem außerordentlich guten Zustand; lediglich der Lack des grauen ist entlang des Prägedrucks eingerissen. Es mag irrational klingen, doch da die Farbstifte noch unbenutzt sind, konnte ich es bis jetzt nicht übers Herz bringen, sie zu testen (ich bin mir jedoch sicher, dass sie mir zusagen würden).

STABILO 8770

Außer diesem gab es noch andere Etuis mit 12 und 24 Farben, darunter eines für die Fotoretusche.

STABILO 8770

Die Konstruktion, die Gestaltung und die technische Ausrichtung dieses Etuis gefallen mir sehr gut, und so finde ich es schade, dass es nicht mehr erhältlich ist.

Nachtrag vom 12.2.13: Die Beschriftung des STABILO wurde gegen 1989 von links- auf rechtsläufig umgestellt. Andere Produkte waren jedoch bereits lange vorher rechtsläufig bedruckt, was zu ungewöhnlichen Werbefotos geführt hat: Manche Stifte zeigten mit der Spitze nach rechts, andere nach links, und wenn alle Spitzen in die gleiche Richtung zeigen sollten, stand die Schrift einiger Stifte auf dem Kopf. – Das Gummiband des Etuis hat aktiv die Klappe geöffnet, wurde also, wenn das Etui geschlossen war, unter Spannung gehal­ten; dies erklärt auch, warum es jetzt ausgeleiert ist. – Das hier gezeigte STABILO-Logo wurde von 1960 bis 1987 benutzt. – Das Schwan-Auge wurde im April 1938 als Patent eingetragen und erstmals beim STABILO Cellomin ab 1939 verwendet. – Danke an Herbert R. für diese Details!

  1. Am Rande: Wie Ken Baynes und Francis Pugh in „The Art of the Engineer” schreiben, hat man in der technischen Zeichnung des 18. Jahrhunderts Farben nicht nur zur Darstellung des Mate­rials, sondern manchmal auch zur Kenntlichmachung der Funktion genutzt.
  2. Die DIN 201 wurde 2002 durch die DIN ISO 128-50 abgelöst.
  3. Es wäre interessant zu wissen, wann man die Richtung geändert hat.
  4. Die Lücken in der Nummerierung kommen daher, dass die Stifte dieses Etuis nur ein Teil des Sortiments waren.

Schwan

Sonntag, 25. November 2012

Schwan

Schwan

Schwan

Schwan

Schwan

Schwan

Danke an Herbert R. für die Scans!

Tiger!

Freitag, 5. Oktober 2012

Tiger!

Tiger!

Tiger!

Tiger!

Tiger!

Tiger!

Tiger!

Tiger!

Tiger!

Einen „Tiger”-Bleistift gibt es hier zu sehen. – Danke an Herbert R. für die Scans!

Kunstvolle Präsentation

Donnerstag, 27. September 2012

Schreibgeräte lassen sich auf vielfältige Weise präsentieren. Eine alte und auch heute noch beliebte Möglichkeit ist die sog. Aufsteckkarte, auf der die Stifte durch Gummibänder ge­halten werden (siehe z. B. das erste Foto unter „Paperworld 2010 (1)”). Besonders präch­tig sind diese Exemplare der Schwan Bleistift-Fabrik, deren Alter ich aufgrund ihrer an den Jugendstil erinnernden Gestaltung auf gut 100 Jahre schätze.

Kunstvolle Präsentation

(Bilder anklicken, um den oberen Teil vergrößert anzuzeigen)

Die Geschichte des Unternehmens geht zurück in das Jahr 1865, als Gustav Adam Schwan­häußer die zehn Jahre zuvor gegründete Bleistiftfabrik Großberger und Kurz übernahm. In Anlehnung an den Namen des neuen Eigentümers machte man 1875 den Schwan zum Markenzeichen, und so ziert dieser natürlich auch die Aufsteckkarten.

Kunstvolle Präsentation

Bei der dritten Karte spricht mich vor allem der asymmetrische Rahmen an.

Kunstvolle Präsentation

Danke an Herbert R. für die Scans!

Tiger

Dienstag, 10. Juli 2012

Heute schleicht sich ein Tier an.

Tiger

Tiger

Tiger

Vielen Dank an Herbert R. für den tollen „Tiger”!

STABILO im Büro

Freitag, 6. Juli 2012

Für ihre neuen „STABILO-Cellomin-Tintenstifte mit den klimafesten Schreibkernen” warb die Nürnberger Schwan-Bleistift-Fabrik im Jahre 1940 mit dieser 85 × 130 mm großen An­zeige.

STABILO im Büro

STABILO im Büro

STABILO im Büro

STABILO im Büro

STABILO im Büro

STABILO im Büro

STABILO im Büro

STABILO im Büro

STABILO im Büro

STABILO im Büro

(Die zweite Ligatur im letzten Bild ist natürlich kurios. Ich habe diese im Forum von Typo­grafie.info zur Diskussion gestellt und einige interessante Antworten bekommen.)

Nachtrag vom 12.2.13: Mehr zum Cellomin gibt es unter „Bunt beringt”.

Konstruktives

Sonntag, 1. Juli 2012

Aus dem gleichen Buch wie die Anzeige für die IDUNA-2 stammt diese etwa 13,5 × 10 cm große von Schwan.

Konstruktives

Die Druckqualität lässt zwar zu wünschen übrig, doch die dreidimensionale Schrift ist sicher wert, gezeigt zu werden.

Konstruktives

Damals wurde eben noch von Hand gerendert.


Diese Website nutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf dieser Seite bleiben, ohne die Cookie-Einstellungen Ihres Browsers zu ändern, stimmen Sie zu, diese Cookies zu verwenden. Mehr Informationen erhalten Sie im Datenschutzhinweis.
OK