Die Zwinge im Zentrum
Einen hervorragenden Blick fürs Detail zeigt „A Blackwing 602 Mystery: Which Ferrule was First?“ auf The Blackwing Pages, und auch die klugen Kommentare lassen staunen. Bravo!
Einen hervorragenden Blick fürs Detail zeigt „A Blackwing 602 Mystery: Which Ferrule was First?“ auf The Blackwing Pages, und auch die klugen Kommentare lassen staunen. Bravo!
Vier Generationen des Marskopfes (zum Vergrößern anklicken)
Am kommenden Samstag, den 17. September 2011, geht es auf die Reise, aber nicht zum roten Planeten, sondern zum blauen Bleistift – und zu vielem mehr, denn für den Tag der offenen Tür bei STAEDTLER Nürnberg von 14 bis 19 Uhr steht einiges auf dem Programm. Ich bin gespannt!
Eine – wie ich finde – sehr gute Idee zur praktischen und dekorativen Kennzeichnung des Härtegrads von Bleistiften hatte der junge Designer Vladimir Nikitenko aus Donetsk (Ukraine).
Sein im Jahr 2010 als Geschmacksmuster eingetragenes Design besteht aus einer den ganzen Bleistift umlaufenden Spirale, deren Windungen umso breiter sind, je weicher der Bleistift ist. Dank dieser Spirale, die den üblichen Aufdruck ergänzt oder ersetzt, kann man den Härtegrad selbst dann rasch erkennen, wenn man nur einen kleinen Teil des Bleistifts sieht.
Ich danke Vladimir Nikitenko für die freundliche Kommunikation und die Bilder und wünsche ihm viel Erfolg bei der Vermarktung seiner gelungenen Idee! – Russisch Sprechende finden unter „Полосатые карандаши“ eine Diskussion mit weiteren Bildern zu diesem Thema.
Farbenprächtig: Die Seite 13 des Katalogs der Schwan-Bleistift-Fabrik aus dem Jahr 1938, mit der die „I. Abteilung“ („STABILO-Blei-, Farb- und Kopierstifte, Kreiden usw.”) beginnt.
Vielen Dank an Herbert R. für diesen Katalog!
Heute ein rascher Blick auf die etwa 72 × 149 mm große und mit einer ausführlichen Gebrauchsanweisung bedruckten Papiertüte des Minenschärfers „Spitzer 1035“ der W. Hebel KG.
Das Beispiel „1a univers“ finde ich klasse.
Der ähnlich einem Klappmesser ausgeführte Spitzer war mit einigen Bögen Sandpapier zum Schärfen sowie mit einer weich ausgeschlagenen Nut zum Reinigen der Mine ausgestattet. Da der Minenstaub weder aufgefangen noch vom Gehäuse des Geräts zurückgehalten wurde, konnte man sicher sein, dass er sich selbst bei sorgfältigster Handhabung auch dort niederließ, wo man ihn überhaupt nicht haben wollte. Ich habe den Spitzer trotzdem gemocht, nicht zuletzt wegen dieser sorgfältigen Beschreibung.
Irgendwo muss ich den „Spitzer 1035“ noch haben; wenn er auftaucht, reiche ich ein Foto nach.
To my English readers: Have you heard of the term „drawing presser pencil“ before?
A.W. Faber, CASTELL 9000, Special: Dazu passt diese Ausführung des bekannten Bleistifts, über die ich überhaupt nichts weiß. Er ist weich (etwa 3B/4B), recht wischfest und gut radierbar; andere Kennzeichnungen als die hier zu sehenden trägt er nicht.
Kann meine geschätzte Leserschaft etwas zu diesem Stück sagen?
Völlig platt war ich beim Blick in das Paket, das mir Michael Leddy von Orange Crate Art kürzlich geschickt hat: Eine Kostbarkeit neben der anderen, darunter zwei A.W. Faber CASTELL 9000 aus US-amerikanischer Nachkriegs-Produktion mit deutscher Mine.
Die Bleistifte im vertrauten, aber damals noch helleren Grün haben keinen Abschluss und fallen auch durch die eckigen Ziffern auf, doch das Besondere ist ihr Aufdruck „LEADS IMPORTED FROM AMERICAN ZONE, GERMANY“. (Ich vermute, dass der Graphit von der Firma Kropfmühl in Hauzenberg nahe Passau im Bayerischen Wald kam und die Minen in Stein bei Nürnberg hergestellt wurden.) – Die amerikanische Besatzungszone existierte von Juli 1945 bis Dezember 1946, so dass das Alter dieser Bleistifte bei rund 65 Jahren liegen dürfte (es sei denn, man hat die Minen in großen Mengen eingeführt und noch lange Zeit danach in Holz gefasst).
Vielen Dank an Michael Leddy für diese und die anderen außergewöhnlichen Stücke!
Als der Bleistift-Klassiker CASTELL 9000 im Jahr 2005 seinen 100. Geburtstag feierte, gab es von Faber-Castell ein vierseitiges Special. Die PDF-Version dieses Specials war lange online verfügbar, wurde aber bei einer Überarbeitung der Faber-Castell-Website entfernt. Auf meine Anfrage hin bekam ich nun die Genehmigung, dieses PDF zum Download anzubieten – hier ist es:
Faber-Castell Special 100 Jahre „Castell 9000“ (PDF, 2005)
Danke an Faber-Castell!
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