Captain Staedtler 2.0
Grandios: Captain Staedtler 2.0 – angucken und staunen!
Was macht ein IKEA-Bleistift im Operationssaal? Eine überraschende Antwort auf diese Frage gibt der Artikel „The IKEA pencil: a surprising find in the NHS“ im British Medical Journal.
Danke an Max für den Hinweis!
Keine Frage: Mit einer derart riesigen Bleistiftspitze muss diese Anzeige der A.W. Faber-Castell Pencil Company aus dem Jahr 1963 unbedingt hier her.
Die an einen handgeschnitzten Langkonus erinnernde Spitze erzielte bei den Lesern der Zeitschrift „Architectural Record“ sicher die gewünschte Aufmerksamkeit, auch wenn ihre Form nicht ganz so spektakulär ist wie die des „VAN DYKE“ von Eberhard Faber.
Ob man mit dieser Darstellung die invertierten, im Text angesprochenen Reproduktionen andeuten wollte?
Hier überrascht mich, dass die Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführte, also zur Zeit der Anzeige bereits vertraute Typenbezeichnung „9000“ nur sehr klein, nämlich im Text des Coupons, zu sehen war.
Die grafische Ausrichtung und strenge Gestaltung dieser Anzeige gefallen mir sehr gut, und so würde ich mich freuen, Derartiges als wohltuenden Kontrast zur Flut fotorealistischer Renderings wiederzusehen.

Einfach klasse: Ein Werbe-Comic von STAEDTLER UK aus der zweiten Hälfte der 70er Jahre (leider kenne ich die Quelle nicht). – Die zu dieser Niederlassung gehörende Produktionstätte in Portyclun, Wales, existierte von 1966 bis 2008.



Den „superb 3-D Captain Staedtler badge, complete with fixing pin“ würde ich natürlich sofort nehmen, auch für das Zehnfache des damaligen Preises.

Wer sorgt für „The Return of CAPTAIN STAEDTLER“? – Danke an deh für den Hinweis auf diesen Comic!
Das Foto dieser Anzeige, die Ende der 1950er Jahre in der Zeitschrift „Civil Engineering“ erschien, dürfte vielen Lesern bekannt sein, stand es doch schon bei einer Familienangelegenheit im Mittelpunkt.
Warum ich diese ähnliche Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. präsentiere? Natürlich wegen des spitzenmäßigen Werbespruchs! Aber auch den restlichen Text und die Typografie des Slogans finde ich sehr gelungen.
(mit Lupe angucken oder zum Vergrößern anklicken)
Mein Kompliment an den genialen Werbetexter!
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Die Mine fest im Griff hatte der Fallminenstift „Locktite“ von A.W. Faber, wie dieses Markenzeichen in einer Anzeige vom Ende der 1950er Jahre ansprechend illustrierte.
Nicht nur als großem Hundefreund gefällt mir das Logo ausgemacht gut, und so musste ich diesem kräftigen Exemplar hier unbedingt Auslauf verschaffen. – Laut Trademarkia war die Marke „Locktite“ in den USA von 1946 bis 1994 registriert, und das ist auch schon alles, was ich dazu parat habe.
Der bekannte Bleistift 9000 und die fast 200-jährige Erfahrung seines Herstellers standen im Mittelpunkt dieser ganzseitigen Anzeige, mit der A. W. Faber-Castell, Newark (New Jersey, USA) im Mai 1958 die Leser der Zeitschrift „Progressive Architecture“ ansprach.
Hauptdarsteller dieses Auftritts war ein aus Zeichenutensilien zusammengesetzter Kopf, der mir ausnehmend gut gefällt, nicht zuletzt wegen seiner konzisen Ausdrucksweise.
Passend zu der auch durch die gezeigte Bleistiftspitze charakterisierten Zielgruppe ging man sehr ins technische Detail: „99% pure carbon“, „low index of friction“, „microlet-milling process“, „opaque adhesion“ – wer vom Fach wollte sich da nicht angesprochen fühlen? Die Bezeichnung „Black Gold“ nutze man übrigens noch in anderen Anzeigen.
Neben dem Bleistift 9000 wurden die Minen 9030 und der Fallminenstift Locktite 9800 Tel-A-Grade beworben; letzterer war wohl der erste seiner Art mit Härtegradindikator.
Beim „Color-Coding“ indes habe ich gestutzt, denn bis jetzt ist mir noch kein farbig gekennzeichneter 9000 untergekommen. Der Begriff „rare waxes“ lässt mich rätseln: Ich weiß zwar, dass man das Holz durch Druckimprägnierung schnittiger machen kann, kenne jedoch nicht die dafür benutzten Stoffe. – Die vier härtesten Grade sind über die Jahre weggefallen; heute endet die Skala bei 6H.
Wer sich durch die genannten Vorzüge nicht überzeugen ließ, wusste spätestens am Ende der Anzeige, warum er seinen Händler aufsuchen und zum grüngefassten Graphit greifen muss.
Hin und wieder suche ich nach dem Ursprung eines Stifts. Da der Apollo L hier kürzlich eine besondere Rolle spielen konnte, habe ich mich an Houston Faber-Castell gewandt und Details zu diesem erfragt.
Erstmals angeboten wurde die Apollo-0.5-Serie im Warenkatalog von 1983 (siehe oben). Der Katalog von 1992 führte den Apollo L nur noch in Schwarz und Rot auf; 1993 war er nicht mehr im Programm. Als Nachfolger kam im selben Jahr der neugestaltete Apollo, der bis 2000 erhältlich war und mit seinem dunkelgrünen Schaft dem TK fine ähnelte (der damals ebenfalls neue Contura DS hatte die gleiche Form, aber eine Metallspitze).
Danke an Faber-Castell für die Informationen und den Katalog-Scan!
Anm.: Wie die Amtliche Publikations- und Registerdatenbank des Deutschen Patent- und Markenamts informiert, wurde die Wortmarke „Apollo“ bereits 1895 registriert.
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