Die Schrift auf dem Stift
Ein berühmter Aufdruck kommt groß raus: „Evolution of the ‘Blackwing • 602’ Logo“.
Ein berühmter Aufdruck kommt groß raus: „Evolution of the ‘Blackwing • 602’ Logo“.
Den Härtegrad eines Bleistifts findet man meist auf seinen Seitenflächen. Manche Hersteller ergänzen diese Kennzeichnung durch eine farbige Tauchkappe oder eine graue Fläche, deren Helligkeit mit der Härte korrespondiert; Beispiele dafür sind der Maped Black’Peps und der inzwischen nicht mehr erhältliche Pantone Graphite. Eine andere, mich sehr ansprechende Gestaltung zur raschen Identifikation des Härtegrads wählten L. & C. Hardtmuth beim SCALA № 1012, den diese Anzeige im Jahr 1927 bewarb.

Die Politur in fünf abgestuften Rottönen – zweifellos eine ästhetische Palette – sollte den Griff zum gewünschten Härtegrad erleichtern. Da sie den Bleistift komplett überzog, war dieser in jeder Lage wiedererkennbar.

L. & C. Hardtmuth konnten sich offenbar kaum bremsen, den Nutzen zu betonen. Doch war er wirklich so groß? Ich kann mir vorstellen, dass man einem einzigen Stift nicht sofort die Härte ansehen konnte, sondern nur im Vergleich mit allen anderen, und so auch mal den benachbarten Grad erwischte. Stärker kontrastierende Farben mit vertrauter Bedeutung sind vermutlich praktischer.

Dennoch: Die Idee war gut, und ich bin mir sicher, dass ich ein Set des SCALA № 1012 gekauft hätte.

Danke an Herbert R. für den Scan!
Anm.: Im dritten Bild fällt auf, dass das Attribut „eigenartig“ im Gegensatz zu heute positiv konnotiert war. Oder ist das vielleicht eine österreichische Besonderheit?
Klingt wie ein Kindergeburtstag, ist aber keiner: Vor vier Jahren habe ich mit diesem bunten Durcheinander begonnen, und nun gibt es hier 627 Beiträge mit über 1600 Fotos und 2571 Kommentaren. Auf ins fünfte Jahr!
Manche haben Glück und die gelben Hefte aus ihrer Schulzeit in so guter Erinnerung, dass sie nun selber eines füllen möchten. Gelegenheit dazu bietet Reclam schon seit 2009 mit seinem „Universal-Notizbuch“.
Es ist mit 148 × 98 mm so groß wie die kartonierten Paperbacks der Universal-Bibliothek und steckt zusammen mit einem schwarz lackierten Bleistift in einem pfiffig gestalteten Kartonschuber.
Sowohl Buch als auch Schuber sind sauber verarbeitet, und der sechsflächige Bleistift ist eine Überraschung: Leicht geschärfelt, mit sehr glattem Lack und hochwertiger Mine etwa der Härte HB ist er ungleich besser als die meisten anderen Dreingabe-Stifte. Leider trägt er keine Kennzeichnung, die Aufschluss über seinen Hersteller geben könnte.
Die 128 Seiten „originales Reclam-Papier“ sind vergleichsweise rauh, eignen sich dadurch aber besonders gut für den Gebrauch mit einem Bleistift (dieser sollte jedoch nicht härter sein als der mitgelieferte). Wie sich die Bindung des Notizbuchs macht, muss sich erst noch zeigen, doch ich bezweifle, dass ihre Qualität an die der Fadenheftung z. B. meines „Agenda“ (jetzt: „Pocket“) von Leuchtturm 1917 herankommt.
Verschlussgummi, Lesebändchen, Seitenzahlen, Einstecktasche und heraustrennbare Seiten fehlen, doch bis auf die Seitenzahlen gibt es diese Extras beim Original ja ebenfalls nicht.
Das Notizbuch, dessen gelungenes Design von blumprodukt stammt, gibt es mit karierten Seiten und in Blanko. Der empfohlene Verkaufspreis beträgt 5 Euro pro Stück.
„Dummdeutsch“ von Eckhard Henscheid gehört in jede erstzunehmende Hausbibliothek.
Auch wenn sich das „Universal-Notizbuch“ wegen seines empfindlicheren Einbands weniger für einen rauhen Einsatz eignet als z. B. die schwarzgewandeten Pendants, so ist es doch ein nützlicher und sehr geschmackvoller Gebrauchsgegenstand. – Wer das kleine Gelbe als Kalender für das kommende Jahr möchte, wird hier fündig, und all jene, die sich gerne an die Umschlag-Kritzeleien erinnern, freuen sich vielleicht über „Kaba und Liebe“.
Auf alten Verpackungen des italienischen Herstellers FILA anzutreffen: Der (sicher kluge, da FILA nutzende) Kopf mit einem Bleistift hinterm Ohr.
Mantissa Vollkreiswinkelmesser II (DDR, ø 150 mm)
Unbekanntes Fabrikat (vermutl. England, 80 × 41 mm)
Aristo Geo Contrast (Österreich, ø 120 mm)
STAEDTLER 96851-12 (Japan, 120 × 65 mm)
3L Griffit 11631 (Dänemark, ø 100 mm). – Siehe auch „Griffig“.
Möbius+Ruppert 2109 (Deutschland, 92 × 60 mm). – Siehe auch „Seltsames Muster“.
Sonic Nano Pita (Japan, 90 × 48 mm)
Uchida 1-822-0000 (Japan, ø 120 mm)
Sehr lesenswert ist das noch recht neue Weblog „Fred’s Pencils“, dessen Betreiber nach eigenen Angaben mehr als 30 Jahre lang Bleistifte gesammelt hat und nun aus dem Vollen schöpfen kann. Nicht nur die thematische Sortierung und die lockeren Texte gefallen mir, und so bin ich auf die weiteren Beiträge gespannt!
Nicht viele Worte machten L. & C. Hardtmuth in dieser nur 109 × 48 mm kleinen und gut 100 Jahre alten Anzeige.
Der grafische Aufwand indes war größer: Ein Bleistift durchdrang perspektivisch unmöglich die dreidimensionalen Buchstaben und erinnert heute an die Werke des niederländischen Künstlers M.C. Escher.
Der genaue Blick zeigt, dass hier alles von Hand gezeichnet wurde.
Für mich eine kleine Kostbarkeit!
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