“UNIVERSAL” № 2
Ich weiß nicht, woher diese Halbstifte stammen und wie alt sie sind, aber ihr Name gefällt mir einfach zu gut, als dass ich sie in der Schublade verschwinden lasse, ohne sie hier zu zeigen.
Ich weiß nicht, woher diese Halbstifte stammen und wie alt sie sind, aber ihr Name gefällt mir einfach zu gut, als dass ich sie in der Schublade verschwinden lasse, ohne sie hier zu zeigen.
Seit April auf dem Markt ist der Jumbo Grip Bicolor von Faber-Castell mit roter und blauer Mine.
Der dreiflächige Stift mit der im Jahr 2001 eingeführten „Soft-Grip-Zone“ ist knapp 10 mm dick1 und hat die übliche Länge von 17,5 cm.
Die Material- und Verarbeitungsqualität des aus Zeder gefertigten Jumbo Grip Bicolor empfinde ich als sehr gut: Der silbern glänzende Wasserlack, die Grip-Punkte und die Prägungen sind makellos; auch an der Verleimung der Holzhälften und der Mine gibt es nichts auszusetzen. – Neben den üblichen Kennzeichnungen im mittleren Teil des Stiftes findet sich auf der roten Hälfte eine zweistellige Blindprägung2.
Die etwa 4,3 mm starke Mine hat eine saubere Abgabe und eine sowohl für das Schreiben als auch das Malen angenehme Härte; erwartungsgemäß ist sie nur eingeschränkt radierbar. Es macht Freude, den Jumbo Grip Bicolor zu benutzen: Er gleitet recht leicht, bietet eine gute Sättigung und behält seine Spitze lange. Darüber hinaus ist er vergleichsweise wischfest und bruchstabil. – Laut Faber-Castell soll die Mine wasservermalbar sein, doch das kann ich nicht bestätigen.
Mit dem Möbius+Ruppert 602
Der Stift lässt sich im Hand- und im Kurbelspitzer sehr gut spitzen. Die feine, am Spitzanfall gut erkennbare Maserung des Zedernholzes ist beeindruckend!
Faber-Castell bewirbt den für Kinderhände gedachten Jumbo Grip Bicolor als „[i]deal zum Silbentrennen und Korrigieren“; er soll zudem das das Regellernen der Rechtschreibung visuell unterstützen.
Von links: Spitze ab Werk, Möbius+Ruppert 602, Westcott iPoint ClassAct
Die unverbindliche Preisempfehlung für den Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor beträgt 1,95 Euro.
Danke an Stephen von pencil talk für den Hinweis auf diesen großartigen Rot-Blau-Stift!
Beim Sichten noch unsortierter Dinge fiel mir kürzlich dieses Etui in die Hände.
Es ist 12 × 17 cm groß und aus Kunstleder gefertigt.
Neben dem Taschenrechenstab Aristo Rietz 89 mit vierseitiger Anleitung und Hinweisen zu Reinigung und Aufbewahrung enthält es ein Bündel länglicher Notizzettel mit Banderole sowie den Fallminenstift Faber-Castell TK 9500.
Das Etui trägt keine Kennzeichnungen, doch dem Inhalt nach könnte es von Aristo und aus den späten 1970er Jahren stammen. Der Fallminenstift muss jedoch später in das Etui gekommen sein, denn seiner Gestaltung nach stammt er aus den 1980er Jahren.
Ich vermute, dass man dieses Etui Technikern und Ingenieuren angedient hat.
Nachtrag vom 9.8.18: Aristo hat die Produktion der Rechenschieber 1979 eingestellt (Quelle: Rechnerlexikon: Aristo). Das Etui dürfte damit knapp 40 Jahre oder älter sein.
Da ich Bedienungsanleitungen und technische Illustrationen mag, heute ein rascher Blick auf den Druckbleistift Stabilograph 8-5C1 von Schwan-STABILO aus den 1970er Jahren und dessen Faltblatt.
Unnötig zu sagen, dass mir das Faltblatt sehr gut gefällt.
Das war’s auch schon.
Der Druckbleistift Mechanica Graph des japanischen Herstellers Pentel kam 1970 auf den Markt und war der erste mit einer Kappe zum Schutz des Minenführungsröhrchens.
Diese Kappe konnte bei Gebrauch des Stifts umgesteckt werden, und da sie an beiden Enden offen war, ließ sich der Drücker auch mit umgestecker Kappe betätigen.
Die Variante für den japanischen Markt hatte einen roten Härtegradindikator und die für den Export einen goldfarbenen; beide wurden in einem Karton mit transparentem Kunststoffschuber und einem Faltblatt angeboten.
Faltblatt zum Pentel Mechanica Graph (Ausschnitt)
Die Schutzkappe des Mechanica Graph, der später PMG hieß, geht auf die herausdrehbare des Pentel Mechanica (ohne „Graph“) von 1968 zurück; zu diesem bei Gelegenheit mehr. – Der PMG im Katalog des Jahres 1982 von Pentel USA:
Zu den Druckbleistiften dieser Serie gehörte noch der 1981 eingeführte, aber nur in Japan erhältliche PG2 für 0,2-mm-Minen. – Soweit ich weiß, hat Pentel den PMG um 2006 aus dem Sortiment genommen.
Nachtrag vom 7.8.18: Vier der fünf PG-Modelle gab es auch zusammen mit den passenden Minen im Pentel Designer System IV (PMDS-4).
Nachtrag vom 26.10.19: Der erwähnte Pentel Mechanica ist hier beschrieben.
Nachtrag vom 15.6.25: Aus einem Katalog von Pentel USA (das genaue Datum kenne ich leider nicht):
Druckbleistift Pilot H-3005
Der Druckbleistift H-300x1 mit der Artikelnummer HHP-300S2 war bis vor gut zehn Jahren eines der Spitzenmodelle des japanischen Herstellers Pilot. Er und die günstigeren Modelle H-100x3 (HHP-100R) und H-200x (HH-200K) waren und sind hauptsächlich wegen der Doppeldruckmechanik, mit der sich die Spitze einziehen lässt4, bekannt und beliebt5. Sobald ich mehr über die Geschichte dieser Stifte weiß, trage ich es nach. – Das Faltblatt ist hier nur ausschnittsweise gezeigt; der Rest folgt.
Anm.: Dem wachsamen Auge wird nicht entgangen sein, dass sich der Stift im Foto und der in dem Faltblatt abgebildete im Muster und der Beschriftung des Griffstücks, der Spitzenfom sowie der Gestaltung des Rings unter dem Drücker unterscheiden. Das Faltblatt wurde zwar mit dem gezeigten Stift ausgeliefert, aber wohl für die erste Variante des H-2005 erstellt.
Nachtrag vom 19.7.18: Der Reddit-Nutzer cytherian bekam von Pilot Europa folgende Produktionszeiträume genannt:
H-1005: 1983–2006
H-2005: 1983–1995
H-3005: 1983–1988
Nachtrag vom 14.4.19: Details zu dem Patent, das dem Pilot Holder vermutlich zu Grunde liegt, gibt es unter „Doppeldruck“.
Nachtrag vom 3.2.24: Im Knockology-Forum unter „Vintage Pilot Double-Knocks“ gibt es weitere Details zu den Produktionszeiträumen.
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