Druckbleistifte

Unofficial Rotring

Bereits seit Januar online ist das Web­log „unof­fi­ci­al­ro­ting“. Der Schwer­punkt liegt auf Tusche­zeich­nern, doch auch Druck­blei­stifte, Füll­fe­der­hal­ter, Zei­chen­ge­rät und Zube­hör gibt es zu sehen. Mich spre­chen die groß­ar­ti­gen Fotos und die detail­lier­ten Infor­ma­tio­nen sehr an, und so werde ich die­ses Web­log mit Inter­esse ver­fol­gen. – Danke an Taking note!

Kurz notiert

  • Vor kur­zem wurde ein für STAEDTLER ein­ge­tra­ge­nes Gebrauchs­mus­ter veröffent­licht. Es beschreibt eine durch Extru­sion zu fer­ti­gende „Mine für Schreib-, Zeichen- und/​oder Mal­ge­räte“, die als Neu­heit Ten­side ent­hält. Der Wachs­ge­halt der extru­dier­ten Minen ver­bes­sert zwar die Schreib­ei­gen­schaf­ten und senkt den Extru­si­ons­druck, ver­rin­gert aber die Fes­tig­keit der Minen. Die Zugabe von Ten­si­den ver­bes­sert die Benet­zung der Füll­stoffe durch den Kunst­stoff und sorgt so für ein sta­bi­le­res Gefüge, wodurch die Fes­tig­keit steigt.
  • Holz­ge­fasste Blei­stifte sehe ich etwas anders als der Autor, aber sein gro­ßes Inter­esse an Druck­blei­stif­ten ist mir sym­pa­thisch: „I Can Never Have Too Many Mecha­ni­cal Pen­cils“.
  • Wer sich in die Nie­de­run­gen des Pri­vat­fern­se­hens begibt, sieht in „Ach­tung Kon­trolle“ ab 19:19 einen Ein­satz des Zolls auf der Paper­world 2015 und dabei die Beschlag­nahme von Kopien u. a. des STAEDTLER Mars Lumo­graph. – Danke an deh für den Hinweis!
  • Neu von Creas, Däne­mark: Der Viking Valg­bly­ant, ein dicker Blei­stift mit eben­sol­cher Mine, der sowohl an den däni­schen Staat zum Ein­satz in Wahl­lo­ka­len als auch an End­kunden ver­kauft wird. Mir gefällt die Gestal­tung die­ses Blei­stifts außer­or­dent­lich gut!
  • Unter „Stein: Span­nende Welt rund um den Blei­stift“ berich­ten die Für­ther Nach­rich­ten von Faber-​Castells Plä­nen für eine Erleb­nis­welt in Stein, die vor­aus­sicht­lich ab Som­mer 2016 jähr­lich rund 130.000 Besu­cher anzie­hen soll. – Danke an den zone­batt­ler für den Hinweis!

»Feinminenzeichner«

Auch heute gibt’s nur einen schnel­len Scan, und zwar von einer Anzeige, die 1977 den Druck­blei­stift STAEDTLER MARS-​MICROGRAPH HS bewarb1.

Feinminenzeichner

Soweit ich weiß, stand „HS“ für „half sli­ding“. – Die an einen Inte­gral­helm erin­nernde Vari­ante des Mar­s­kop­fes und die unkon­ven­tio­nelle DT-​Ligatur wur­den von 1973 bis 2001 benutzt.

  1. Wenn ich mit einem Fein­mi­nen­stift zeichne, bin dann nicht ich der Fein­mi­nen­zeich­ner?

Zurschaustellung

Freunde der geho­be­nen Schreib­kul­tur zei­gen gerne ihr Gerät, und so habe ich ges­tern auf der Paper­world sofort mei­nen Druck­blei­stift gezückt, als deh von giant leap die Idee zu einem Pen­fie hatte. Heute bin ich Robert Neu­mann vom Fach­ge­schäft For­mat in Darm­stadt begeg­net und habe die Gele­gen­heit genutzt.

Zurschaustellung

Rechts Robert Neu­mann mit sei­nem SUPER5, links ich mit einem modi­fi­zier­ten Pilot S20.

Kurz notiert

Tombow MONO graph

Heute ein kur­zer Blick auf den noch recht neuen Druck­blei­stift MONO graph von Tombow.

Tombow MONO graph

Der MONO graph ist 14,7 cm lang, an der tail­lier­ten Griff­zone 1 cm dick und 17 g leicht. Sein Schwer­punkt liegt 6,5 cm hin­ter dem 4 mm lan­gen und nicht ver­senk­ba­ren Minen­führungsröhrchen, und so lässt er sich gut hand­ha­ben. – Material- und Verarbeitungsqua­lität finde ich sehr gut. Alle Teile sit­zen bün­dig, die Mecha­nik arbei­tet geschmei­dig und die drei­ge­teilte Zwinge ist aus Metall (was heut­zu­tage lei­der nicht mehr selbst­ver­ständ­lich ist).

Tombow MONO graph

Die bei­den Beson­der­hei­ten des MONO graph sind der Minen­vor­schub und der Radie­rer. Der Vor­schub geschieht über Druck auf das obere Ende des Clips1 längs des Stifts oder über den von Pilot bekann­ten „Shaker“-Mecha­nis­mus. Das zehn­fa­che Drü­cken oder Schüt­teln trans­por­tiert die Mine um gut 7 mm, und das Ver­schie­ben des Clips zum Radie­rer hin arre­tiert den Mecha­nis­mus. Der Radie­rer ist 26 mm lang und 5,5 mm dick und damit der zweit­größte, der mir bis­her in einem Druck­blei­stift unter­ge­kom­men ist2; die Dre­hung des Endes schiebt in heraus.

Den Tom­bow MONO graph für 0,3- und 0,5-mm-Minen gibt es bei den ein­schlä­gi­gen Ver­sendern für etwa 5 Euro und außer im klas­si­schen MONO-​Farbschema noch in Schwarz, Rot, Blau, Gelb­grün und Rosa; der Drei­er­pack Ersatz­ra­die­rer liegt bei knapp 1,50 Euro. In Deutsch­land ist der MONO graph lei­der nicht erhältlich.

  1. Die Gewohn­heit lässt mich jedoch ab und zu auf den Radie­rer drü­cken.
  2. Der Radie­rer im STAEDTLER gra­phite 771 ist mit einer Länge von 39 mm und einer Dicke von 7 mm noch grö­ßer.
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