Pentel

Schwarz

Schwarz

Manch­mal habe ich keine Lust zu (be)schreiben, son­dern möchte nur etwas foto­gra­fie­ren. Heute: Notiz­buch von Design.Y, Blei­stift Pen­tel Black Poly­mer 999 und Füll­hal­ter Pilot Le­gno 89s. – Natür­lich geht das alles noch wesent­lich bes­ser; so stört z. B. die weiße Refle­xion am rho­di­nier­ten Ende der Kappe.

Schon gewusst?

Wer japa­ni­sche Radie­rer benutzt, hat auf eini­gen sicher schon die recht­eckige Kennzeich­nung mit zwei­stel­li­ger Num­mer bemerkt. Doch was bedeu­tet diese?

Von links: SEED Radar, Hino­de­wa­shi Matomaru-kun, Tom­bow MONO, Pen­tel Mark Sheet, Pen­tel Ain Hi-Polymer.

Sie stammt von der 1943 gegrün­de­ten Japa­nese Era­ser Manu­fac­tu­rers Asso­cia­tion und ga­rantiert Sicher­heit, Qua­li­tät und Leis­tung des Radie­rers. Der Stan­dard für diese Kennzeich­nung legt Höchst­werte für gesund­heits­schäd­li­che Bestand­teile fest, macht Vor­ga­ben für die Papier- und Kunst­stoff­ver­pa­ckung und defi­niert Ver­fah­ren zur Prü­fung der Radierfähig­keit, der Härte und der Alters­be­stän­dig­keit. Der Japa­nese Era­ser Manu­fac­tu­rers Asso­cia­tion haben sich u. a. SEED (01), Hino­de­wa­shi (06) und Pen­tel (13) ange­schlos­sen. Jedem Her­steller ist eine zwei­stel­lige Num­mer zuge­wie­sen, und so kann man leicht sehen, von wem der betref­fende Radie­rer stammt (dabei hat mich über­rascht, dass der Klas­si­ker Tom­bow MONO von SEED gefer­tigt wird).

Danke an Sola von pen­cils and other things für den Hin­weis auf die­sen Standard!

Paperworld 2016 (1)

Vor weni­gen Tagen gin­gen die Paper­world und die zeit­gleich statt­fin­dende Crea­ti­ve­world in Frankfurt/Main zu Ende; hier der erste Teil mei­ner kur­zen und nicht reprä­sen­ta­ti­ven Noti­zen. – Dies­mal nicht ver­tre­ten waren u. a. Atoma, Brun­nen, Dahle, Haff, Her­litz, Koh- I-Noor, LAMY, Pilot, Plus, Schnei­der und Schwan-Stabilo.

Der Auf­tritt von STAEDTLER stand ganz im Zei­chen des 50-jährigen Jubi­lä­ums von FIMO. Es gab auch einen Auf­stel­ler mit Blei­stif­ten, dar­un­ter der Mars Lumo­graph, doch zu mei­ner gro­ßen Über­ra­schung wurde nicht des­sen erwei­ter­tes Sor­ti­ment prä­sen­tiert. – Bei Faber-Castell und Eber­hard Faber sind mir keine Neu­hei­ten auf­ge­fal­len, ebenso wenig bei KUM.

Paperworld 2016 (1)

Neu vom Schwei­zer Her­stel­ler Caran d’Ache ist der Blei­stift GENIUS 353 mit Touch­screen-Tip, den es mit schwar­zem und wei­ßem Lack, aber nur in HB gibt. – Der Tip ist nicht abnehmbar.

Paperworld 2016 (1)

Zu sehen war auch das im ver­gan­ge­nen August ein­ge­führte Geschenkset „Swiss Wood“ mit einem Blei­stift aus Jura-Buche und einem aus Arve nebst Radie­rer und Magnesium-Spitzer. Letz­te­rer trägt außer „Made in Ger­many“ auf dem Mes­ser keine Kenn­zeich­nung, doch ich ver­mute auf­grund der Ähn­lich­keit, dass er wie der Spit­zer im Technograph-Set von Eisen stammt.

Paperworld 2016 (1)

Paperworld 2016 (1)

Bei zwei der vier Blei­stifte eines Sets der GRAFIK-Serie fie­len mir außer­mit­tig sit­zende Minen auf.

Paperworld 2016 (1)

Vor­ge­stellt wur­den zudem zwei Son­der­aus­füh­run­gen des im Jahr 1930 erst­mals erhältli­chen Fix­pen­cil, mit dem der Schwei­zer Archi­tekt Mario Botta gewür­digt wird. Die Sets mit Fix­pen­cil, Gra­phit­mine in B und vier was­ser­ver­mal­ba­ren Farb­mi­nen sind ab April erhältlich.

Paperworld 2016 (1)

Die wohl unge­wöhn­lichs­ten Blei­stifte der dies­jäh­ri­gen Paper­world kom­men vom Start-Up Manao­mea.

Paperworld 2016 (1)

Das Mün­che­ner Unter­neh­men fer­tigt sie nach eige­nem paten­tier­ten Ver­fah­ren aus Jute, Flachs und ande­ren Natur­fa­sern sowie Bio­po­ly­me­ren. Die Mate­ria­lien für die bei­den Bleistif­te und das Mäpp­chen stam­men meist aus Ent­wick­lungs­län­dern und immer aus Bio-Anbau, und beim gesam­ten Her­stel­lungs­pro­zess wird auf Fair­ness und Umwelt­ver­träg­lich­keit ge­achtet. Die ver­wen­dete Tech­nik bie­tet große Gestal­tungs­frei­hei­ten, und so las­sen sich Stifte in unter­schied­li­chen Pro­fi­len, Far­ben und Ober­flä­chen fertigen.

Paperworld 2016 (1)

Bei Pen­tel konnte ich erfah­ren, dass die Ver­füg­bar­keit der Metall­va­ri­ante des 0,2-mm-Druckbleistifts Pen­tel orenz in Deutsch­land davon abhängt, wie gut die ande­ren Ausfüh­rungen ankommen.

Paperworld 2016 (1)

Die groß­ar­ti­gen Ecoline-Wasserfarben des nie­der­län­di­schen Anbie­ters Royal Tal­ens gibt es ab sofort auch als Pin­sel­stift. – Inter­es­san­tes Detail: Die Farbe in den Pin­sel­stif­ten ist etwas kon­zen­trier­ter als die im Glas, damit die Far­ben zuein­an­der pas­sen. Würde man den Pin­selstift nach­fül­len (was mög­lich ist), wäre der Abstrich zu hell.

Paperworld 2016 (1)

Im zwei­ten Teil geht es um DOMS, Viarco und CARL.

Kurz notiert

  • Wer an alten Schreib­wa­ren und Büro­u­ten­si­lien Gefal­len fin­det, wird auch an den Fotos von @nrpq Freude haben. – Danke an Sola für den Hinweis!
  • Eine bemer­kens­werte Kom­bi­na­tion aus Hand- und Kur­bel­spit­zer ist der CARL CPS-80.
  • Den Druck­blei­stift Pen­tel orenz, inzwi­schen in 0,2 und 0,3 mm erhält­lich, wird ab dem 26. Januar auch mit Metall­griff angeboten.
  • Von Mitsubishi/uni Japan gibt es ab dem 25. Januar anläss­lich des 130-jährigen Firmen­jubiläums drei limi­tierte Bleistift-Jubiläumssets, und zwar eines mit dem uni und zwei mit dem Hi-uni; alle kom­men mit einem Notizbuch.

Sonderanfertigung (2)

Einer mei­ner Druckbleistift-Favoriten ist der Pen­tel Graph­Gear 500, den es in zwei Varian­ten gibt. Der für den US-amerikanischen Markt (PG52x1) hat Schäfte in kräf­ti­gen Far­ben, doch der für Japan und Deutsch­land (PG51x) kommt in einem für mich wenig schö­nen Grau und einem ande­ren Drü­cker daher. So hat auch die nur in Japan erhält­li­che 0,4-mm-Version (PG514) die­sen grauen Schaft, der zudem bei allen mir bekann­ten Model­len Schlie­ren auf­weist. Gibt es eine Mög­lich­keit, zu einem attrak­ti­ve­ren Pen­tel Graph­Gear 500/0,4 zu kommen?

Sonderanfertigung (2)

Oben: Pen­tel Graph­gear 500/0,5 (PG525), unten: Pen­tel Graph­gear 500/0,4 (PG514)

Ja, die gibt es! isu von the uncom­for­ta­ble chair2, der mir schon bei Pilot S20/0,4mm gehol­fen hat, weiß einen Weg, für den man einen Pen­tel Graph­gear 500/0,4 und einen Pen­tel GRAPHLET 0,4 mm (PG504) braucht.

Sonderanfertigung (2)

Oben: Pen­tel Graph­gear 500/0,4 (PG514), unten: Pen­tel GRAPHLET 0,4 mm (PG504)

Zunächst ent­fernt man die Spitze und das Griff­stück des GRAPHLET…

Sonderanfertigung (2)

… und anschlie­ßend den Ring, der über dem Griff­stück sitzt. Lei­der lässt sich die­ser nur mit Feile und Zange, also nicht zer­stö­rungs­frei lösen, und es besteht die Gefahr, dass man dabei den Schaft unter­halb des Rings ver­kratzt. Das macht jedoch nichts, da die­ser Teil spä­ter vom neuen Griff­stück ver­deckt wird.

Sonderanfertigung (2)

Anschlie­ßend löst man das Vor­der­teil vom Graph­Gear 500 …

Sonderanfertigung (2)

… und schraubt es auf den GRAPHLET. Fer­tig!3 – Der Kor­rekt­heit hal­ber sei erwähnt, dass der Schaft des GRAPHLET weder rich­tig schwarz noch ganz frei von Schlie­ren ist. Bei­des fällt aber nur bei genauem Hin­schauen auf, so dass er mir wesent­lich bes­ser gefällt als der graue des Graph­Gear 500.

Sonderanfertigung (2)

Hier habe ich aller­dings noch eine wei­tere kleine Ände­rung vor­ge­nom­men. Fällt jeman­dem auf, welche?

Danke an isu für seine Hilfe!

Anm.: Der Stoff im Hin­ter­grund ist ein sog. Tenu­gui, ein tra­di­tio­nel­les japa­ni­sches Hand­tuch. Es stammt vom Yuru­liku und zeigt eine sti­li­sierte Schreib­tisch­schale mit unterschied­lichen Füllungen.

  1. x steht für die Minen­stärke: 3 = 0,3 mm, 5 = 0,5 mm usw.
  2. Auch sein Instagram-Account lohnt den Besuch.
  3. Den so gebas­tel­ten Druck­blei­stift nenne ich Pen­tel Gear­let 54.

Frankenstift

Vor weni­gen Tagen kam der Tsunago der japa­ni­schen Naka­jima Jukyudo Co., der zwar als Spit­zer geführt wird, aber nur dazu gedacht ist, Blei­stift­reste mit­ein­an­der zu ver­bin­den, um sie wei­ter benut­zen zu kön­nen. Hier der erste Ver­such mit stark stra­pa­zier­ten Tei­len des Pen­tel Black Poly­mer 999, STAEDTLER Mars Lumo­graph und STAEDTLER Noris:

Frankenstift

(zum Ver­grö­ßern anklicken)

Ich nenne das Ergeb­nis „Pendt­ler Fran­ken­stift HB“. – Die Spu­ren am Pen­tel stam­men von der Klemme eines Blei­stift­ver­län­ge­rers und die am Noris vom obe­ren Teil eines Kugel­schreiberschafts, den mein krea­ti­ver Kol­lege deh als Ver­län­ge­rer benutzt hat (er bekam den Stift dann auch). – Eine aus­führ­li­che Bespre­chung des Tsunago folgt.

Nach­trag vom 18.12.15: Bei einem wei­te­ren Ver­such habe ich einen Pen­tel Black Poly­mer 999 B und einen STAEDTLER Noris 120 B kombiniert.

Frankenstift

Die abge­run­de­ten Enden bei­der Stifte habe ich vor­her mit dem Band­schlei­fer ent­fernt. – Die Spit­zen stam­men vom Faber-Castell Janus 4048 (links) und vom CARL Angel-5 Pre­mium mit dem Frä­ser des Angel-5 Stan­dard (rechts).

Kurz notiert

  • Nach dem er lange ein schwer zu fin­den­des Samm­ler­stück war, ist der graue Pen­tel Smash (Q1005-2A) seit Juni wie­der erhält­lich; ver­trie­ben wird er exklu­siv von Ama­zon Japan (der schwarze ist nach wie regu­lär erhält­lich.). – Danke an Sola für den Hinweis!
  • Den 0,2-mm-Druckbleistift Pen­tel orenz wird es ab Herbst 2015 auch in Deutsch­land geben.
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