Archiv des Stichworts „Pentel”

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Schwarz

Freitag, 4. März 2011

Klein und schwarz ist der Radierer mit dem schlichten Namen „Black” aus der Ain-Serie von Pentel, der ausschließlich für den US-amerikanischen Markt hergestellt wird.

Schwarz

Der transparent folienverpackte Radierer mit Pappmanschette misst etwa 44 × 28 × 12 mm und macht das Mäppchen um gut 12 Gramm schwerer. Seine Leistung ist beachtlich und deutlich besser als die der meisten anderen mir bekannten schwarzen Radierer: Er krü­melt wenig, schont das Papier, schmiert nicht, verbraucht sich sehr langsam und kommt damit fast an den Mitsubishi BOXY, den für mich besten seiner Gattung, heran.

Schwarz

Hier mit einem schwarzen Spitzer von Eisen und einem Pentel Black Polymer 999 HB.

Vielen Dank an Jürg für den Pentel Black!

Fünf für Glück

Montag, 24. Januar 2011

Fünf für Glück

Weder Photoshop-Trick noch optische Täuschung: Dieser Bleistift ist tatsächlich fünfflächig. Und damit hat es eine besondere Bewandtnis.

Fünf für Glück

Zum Ausfüllen maschinenlesbarer Formulare, wie sie z. B. in Prüfungen verwendet werden, bieten manche japanische Hersteller sog. „Mark Sheet”-Bleistifte an, darunter Tombow und Pentel; einige haben außerdem passende Radierer im Sortiment1.

Fünf für Glück

Das japanische Wort für „Bestehen” (z. B. eine Prüfung) und auch „Erfolg” ist 合格 („gou­kaku”) und das für „Fünfeck” ist 五角 („gokaku”)2. Die sehr ähnliche Aussprache der beiden Wörter verleiht dem Fünfeck eine spezielle Bedeutung, die u. a. hinter dem Brauch steckt, fünfeckige und mit Wünschen beschriftete Täfelchen an Altäre anzubringen. Mit diesem „Mark Sheet”-Bleistift bringt Mitsubishi das positiv konnotierte Vieleck in die Welt des Gra­phits3 und in die Hände nicht nur von Prüfungskandidaten.

Fünf für Glück

Material und Verarbeitung sind gut, aber nicht – wie bei vielen anderen Produkten dieses Anbieters – sehr gut, denn einige Unregelmäßigkeiten im Lack und beim Aufdruck mancher Exemplare trüben leider den Gesamteindruck. Auch der fehlerhafte Buchstabenabstand lässt die sonst übliche Sorgfalt vermissen.

Fünf für Glück

Doch die 2 mm starke HB-Mine, geringfügig weicher als deutsche Stifte mit dem gleichen Härtegrad, ist bruchstabil, hat eine saubere Abgabe und bleibt lange spitz; trotz der guten Schwärzung ist sie wischfest und lässt sich fast rückstandsfrei radieren4.

Fünf für Glück

Die strenge, auf das Wesentliche reduzierte Gestaltung spricht mich an, vor allem die zwei kontrastierenden Farbenpaare (schwarz/weiß, blau/orange). Sind diese eine Anspielung an den für das maschinelle Lesen so wichtigen Kontrast? – Ungewöhnlich: Der 17,5 cm lange Stift trägt weder Strichcode noch Artikelnummer, und so sind seine Form und sein Name (合格鉛筆, „goukaku empitsu”, salopp übersetzt „Erfolgsbleistift”) die einzigen Kennzei­chen; sogar eine Blindprägung habe ich vergeblich gesucht.

Fünf für Glück

Lässt der Querschnitt eine unergonomische Handhabung befürchten, so kann ich beruhi­gen – auch nach langem Schreiben hat mich keine Kante gestört oder gar gedrückt. Und selbst wenn: Wer würde sich dadurch schon vom Gebrauch eines solch attraktiven Blei­stifts abhalten lassen? (Ich jedenfalls nicht.)

Fünf für Glück

Ein Fünferpack (!) der ungespitzten, 8 mm dicken5 und nur in HB erhältlichen Stifte kostet 525 Yen (zur­zeit knapp 4,70 Euro); gekauft habe ich ihn bei Bundoki. – Drei weitere Blei­stifte für denselben Zweck zeigt „Mark Sheet pencils from Japan” bei pencil talk.

  1. Der einzige hierzulande für diese Anwendung angebotene Bleistift ist der STABILO Micro 288 Exam Grade, den es in HB und 2B sowie mit passendem (und sehr gutem) Radierer gibt. – Ob diese Produkte die Erkennung beim OMR (Optical Mark Recognition) wirklich verbessern, konn­te ich leider nicht herausfinden.
  2. Die der japanischen Sprache Kundigen mögen bitte über eventuelle Ungenauigkeiten hinweg­sehen, mich auf grobe Fehler jedoch hinweisen.
  3. 2008 gab es Derartiges schon einmal; siehe „Goukaku pencil” bei pencil talk.
  4. Getestet mit einem Faber-Castell Dust-Free 187129.
  5. Damit passt der Stift in handelsübliche Verlängerer.

H und B

Samstag, 15. Mai 2010

Am Anfang war der Graphit. Man nahm ihn in Stücken, später umwickelt oder anderweitig geschützt zur Hand, und erst Ende des 17. Jahrhunderts schnitt man das schwarze Gold, so wie es aus der Grube kam, in Streifen und fasste es in Holz. Als der reine Graphit aus Borrowdale knapp wurde und Exportbeschränkungen die Situation verschärften, war man auf den kontinentaleuropäischen Graphit angewiesen. Dieser musste jedoch gemahlen und gereinigt werden, bevor man ihn verarbeiten konnte, und dabei begann man, ihn zu strecken: Mit Schwefel, Gummi, Schellack und Fischleim, aber auch mit Blei, Silber, Zink, Antimon, Wismut, Zinn und Quecksilber. Die Ergebnisse indes waren enttäuschend.

Erfolg hatte schließlich Nicolas-Jacques Conté im Jahre 17951. Er mischte den Graphit mit Ton und konnte damit gleichzeitig die Härte steuern. Nach dem Brennen der Mischung dient der Ton als Gerüst für den Graphit, wobei die Mine umso härter ist, je mehr Ton sie enthält (STAEDTLER nennt ein Verhältnis von 1:1 bei 3H). Dies war nicht nur die Geburt des modernen Bleistifts, wie wir ihn heute kennen und schätzen, sondern auch der Beginn einer anhaltenden Verwirrung um den Härtegrad.

Caran d'Ache Technograph 777 und California Republic Palomino

Zwei HB-Bleistifte, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Caran d'Ache Technograph 777 HB (Schweiz, hart) und California Republic Palomino HB (Japan, weich)

Warum Verwirrung? Nun, trotz zahlreicher Bemühungen gibt es nach wie vor keinen her­stellerunabhängigen Standard, und wer einmal Bleistifte unterschiedlicher Herkunft, aber gleichen Härtegrads verglichen hat, kennt die verblüffend großen Abweichungen; oben­drein beeinflussen Fertigungsschritte wie das Paraffin-Tauchbad oder Beimengungen z. B. von Ruß das subjektive Empfinden der Härte. – Doch zurück zur Geschichte.

Conté war es auch, der mit einer Kennzeichnung begann. Sein härtester Bleistift trug die „1″, und je weicher die Mine, desto größer war die Zahl. Die heute übliche Benennung des Härtegrads geht vermutlich auf den englischen Bleistiftmacher Brookman zurück, der im frühen 19. Jahrhundert seine Stifte für Künstler mit „B” (black) und die der technischen Zeichner mit „H” (hard) versah; dies könnte zudem die Asymmetrie erklären. Der schon damals populärste Bleistift hatte eine Härte zwischen H und B, was ihm den Grad HB eintrug. Später folgte noch F (firm) für den Stift mit einer Mine zwischen H und HB.

Katalogseite von J.S. STAEDTLER (1909)

„Bleihärten” im Katalog von J.S. STAEDTLER (1909). – Es fällt auf, dass die Nummerierung der von Conté entgegengesetzt ist.

So wie J.S. STAEDTLER im Katalog von 1909 (zurzeit als Kopie in Nürnberg zu sehen) verfuhren auch andere – je weicher, desto mehr B, und je härter, desto mehr H. Lediglich Joseph Dixon in den USA entschied sich zunächst für „S” (soft) und „H” (hard), wobei der weichste Bleistift VVS (very, very soft) und der härteste VVVH (very, very, very hard) war. Als die Skala der Härtegrade wuchs, wichen die vielen Buchstaben anderen Benennungen wie z. B. „Extra Extra Black” (erst EX-EXB, dann EEB und EE, dem heutigen 8B). Die einfache Zahl blieb lange im Gebrauch, und daneben etablierte sich die jetzt vertraute Kombination aus Zahl und Buchstabe (xH,xB); zum Ursprung letzterer konnte ich in meinen Quellen allerdings keine Details finden. Manche Hersteller nutzen beides, etwa STAEDTLER beim Noris 120 und STABILO beim Opéra und Othello.

Bruynzeel 1605

Ungewöhnlich: Bruynzeel 1605 1B und 1H

Doch es gibt immer noch Abwechslung – Bruynzeel, seit 1991 Teil von Sakura, hat die Grade 1B und 1H im Sortiment, STABILO übersetzt HB mit und bei den Feinminen von Pentel und Tombow findet man HB in drei Varianten.

Danke an STAEDTLER für den Scan! – Die für den Beitrag am stärksten geplünderte Quelle ist „Der Bleistift” von Henry Petroski (Birkhäuser 1995).

Nachtrag vom 17.5.10: Details zum Gebrauch der kyrillischen Zeichen zur Kennzeichnung des Härtegrads in Russland gibt es hier. Danke an Stephen für diesen Hinweis! – Härtegrad mal anders: Die Firma Elcometer nutzt Bleistifte zur Ritzhärteprüfung von Oberflächen nach ISO 15184, so im Bleistifthärte-Prüfer 501 oder im Motorischen Bleistifthärte-Prüfer 3086.

Nachtrag vom 4.2.11: Auch B++ gibt es, wie hier beim Zoom Super Dark von DOMS:

DOMS Zoom Super Dark B++

Nachtrag vom 1.8.11: Dr. Eugen Ryschkewitsch schreibt in seinem Buch „Graphit – Charakteristik, Erzeugung, Verarbeitung und Verwendung” (S. Hirzel 1926):

Die härtesten Bleistifte enthalten nur etwa 20 Proz. Graphit, sehr weiche ent­halten bis etwa 90 Prozent Graphitsubstanz und mehr. Besonders weiche Stifte bestehen aus reinem Graphit, wie z. B. solche aus dem Batugol- (sogenannten „Alibert”-) Graphit. Hier ist der Graphit so homogen, weich und farbkräftig, daß seine weitere Behandlung sich erübrigt. Man braucht nur aus einem Block die Stifte herauszuschneiden.

Nachtrag vom 25.8.12: Der Конструктор (Konstrukteur) in den Härtegraden 2M (2B) bis 2T (2H):

Конструктор 2M–2T

  1. In der Literatur heißt es oft, der Österreicher Josef Hardtmuth habe bereits 1790 und damit vor Conté die keramische Mine erdacht. Petroski teilt diese Ansicht nicht, sondern vermutet, dass diese Zahl das Gründungsjahr von Hardtmuths Unternehmen benennt. Er schreibt: „Hardtmuth selbst behauptete, das Verfahren – die sogenannte ‚Wiener Methode’ – erst im Jahr 1798 erfunden zu haben, also drei Jahre nach Contés Patent. Andere Quellen berichten aber, dass das neue Verfahren in Wien erst viel später zur Anwendung kam, als es nämlich von Contés Schwiegersohn Arnould Humblot dort eingeführt wurde.”

Basteln mit dem Lexikaliker (10)

Dienstag, 16. März 2010

Hier wird gebastelt, was das Zeug hält, und diesmal hält die Bastelei einen (wer hätte das gedacht?) Bleistift. Dem beklagenswerten Umstand, dass kaum noch jemand Zeit hat, trage ich ausnahmsweise mal Rechnung, denn das, was ich heute vorschlage, ist nicht nur billig, nützlich und ziemlich albern, sondern auch blitzfix umgesetzt.

Notizbuch „Kompagnon ” (A6) von Brunnen und Bleistift „Black Polymer 999” von Pentel

Nicht alle Notizbücher, Klemmbretter und andere Hilfsmittel zur handschriftlichen Erfassung von Informationen erlauben das An- oder Einstecken des benötigten Schreibwerkzeugs. Schnelle Abhilfe schafft da ein kleines Stück Heftpflaster (ich bevorzuge Hansaplast Classic), welches wir an geeigneter Stelle so anbringen, dass es unser Schreibgerät zuverlässig hält. Sehr zupass kommen uns hier übrigens das weiche und damit stiftschonende Innere des nichtklebenden Abschnitts, die Dehnbarkeit sowie die hohe Klebekraft des Pflasters.

Notizbuch „Kompagnon ” (A6) von Brunnen und Bleistift „Black Polymer 999” von Pentel in einer Hansaplast „Classic”-Schlaufe

Selbstverständlich sind den Variationsmöglichkeiten kaum Grenzen gesetzt.

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Pentel 1968

Montag, 15. Februar 2010

Nach der Anzeige von Yasutomo & Co. aus dem Jahr 1967 hier ein weiteres Dokument aus der Frühzeit des Feinminenstifts, und zwar eine Werbung der Pentel of America Ltd. von 1968*. – Die Herkunft des Ausschnitts kenne ich leider nicht, doch da seine Rückseite Informationen über Türen und Fenster von Caradco zeigt, könnte er aus einem Magazin für Architekten stammen.

Anzeige von Pentel (1968)

In den besten Kreisen anzutreffen waren der „CPA Sharp 5″, zweifellos ein Vorgänger des P200, sowie der „Graph”, den es in leicht veränderter Form auch heute noch gibt; beide wurden mit einem Minendurchmesser von 0,5 mm und mit Minen der Grade HB und härter angeboten. Hier überrascht mich, dass der mit Clip und Radierer besser ausgestattete „Sharp 5″ deutlich günstiger war als der „Graph”. – Den „continuous feed” des letzteren interpretiere ich nicht als automatische Minennachführung, denn diese Technik kam meines Wissens erst Ende der 1970er Jahre mit den „alpha-matic”- und „TK-matic”-Modellen von Faber-Castell auf den Markt.

* Beim Alter muss ich mich auch diesmal auf den Anbieter verlassen, denn der Ausschnitt selber trägt keine Jahreszahl in Klartext.

Nachtrag vom 6.3.10: Der Anbieter dieser Anzeige hat mir mitgeteilt, dass er sie der Zeitschrift „Progressive Architecture” entnommen hat; das Kürzel „PA-1268″ unten rechts könnte demnach für den Dezember 1968 stehen.

Pentel P205 mit Pep

Dienstag, 24. November 2009

Zum Klassiker Pentel P205, der schon fast den Archetyp des Druckbleistifts darstellt, muss man wohl nichts mehr sagen – dieses solide Arbeitsgerät ist seit ein paar Jahrzehnten auf dem Markt und erfreut sich zu Recht größter Beliebtheit. Wer sich jedoch bisher von den nicht gerade spektakulären Farben dieses Stifts vom Kauf abhalten ließ und auch nicht zu Umbauten wie z. B. dem edelhölzernen von „Turn of the Century” greifen wollte, könnte Gefallen an der „Limited Edition” finden.

Pentel P205 Limited Edition

In rot, blau, grün und schwarz marmoriert erhältlich sorgt der P205M für eine wohltuende, flotte Alternative zum Einerlei nicht nur auf dem Schreibtisch und bietet mit 6,30 USD (ca. 4,20 Euro) ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. – Ob es diesen Druckbleistift noch mit anderen Minendurchmessern und vielleicht sogar hierzulande geben wird, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Danke an Jeremy von Pencils 11 für seine Hilfe bei der Beschaffung des P205M Limited Edition!

Vier Fünftel

Dienstag, 7. Juli 2009

Der nicht ganz erst gemeinte Zusatz „merkwürdige Dinge” rechts oben auf der Startseite dieses Weblogs mag für all diejenigen, die an das hiesige Schreibwarenangebot gewöhnt sind, eine treffende Charakterisierung der folgenden zwei Produktgattungen darstellen.

Vier Fünftel

Hierzulande unüblich und nicht einfach zu bekommen ist Papier mit 4-mm-Karos. Lose und als Block im Programm des Schweizer Herstellers Seetal Elco kann man es in dessen Heimat leicht, hier jedoch gar nicht erhalten, denn der deutsche Vertrieb Staufen-Demmler bietet diese für uns untypisch karierten Artikel nicht an.

Vier Fünftel

In Japan, dem Paradies der Schreibwaren und Büroartikel, schließen gleich vier der größten Anbieter von Druckbleistiften die schmale und auch hier vorhandene Lücke zwischen den Minenstärken 0,3 und 0,5 Millimeter – Pentel, Pilot, Mitsubishi/uni und OHTO haben mehrere 0,4-mm-Druckbleistifte und die ersten drei obendrein eine große Auswahl an Minen dieses hier nahezu unbekannten Durchmessers im Sortiment.

Ich weiß nicht, ob die 4 Millimeter im einen und die 0,4 Millimeter im anderen Fall einen ganz konkreten Hintergrund haben oder lediglich der Erweiterung des Sortiments dienen, finde jedoch auch ohne diese Kenntnisse großen Gefallen am Umgang mit diesen um 20% geschrumpften Büro-Maßen.

Nachtrag vom 13.3.10: Ein Mitarbeiter von Seetal Elco hat mir auf der Paperworld mitgeteilt, dass die 4-mm-Karos in der Schweiz so üblich seien wie in Deutschland das 5-mm-Raster.

Vorne schwarz, hinten bunt

Sonntag, 30. November 2008

Den Härtegrad eines Bleistifts findet man meist seitlich aufgedruckt, doch einige Hersteller erleichtern mit einer zusätzlichen farblichen Markierung bei manchen ihrer Produkte die Identifizierung.

STAEDTLER Noris 120

STAEDTLER Noris 120 (links 2H, rechts 2B)

Einer der farbgekennzeichneten Bleistifte ist der in fünf Härtegraden erhältliche Noris 120 von STAEDTLER, der in diesem gelb-schwarzen Streifen-Design 1954 (damals noch unter der Nummer 1100) auf den Markt kam und inzwischen ein echter Klassiker ist. – Vorgänger dieses nach der Stadt Nürnberg, dem Sitz des Herstellers, benannten Bleistifts war der 1919 eingeführte Noris 6045. Die Noris-Reihe wurde nach und nach erweitert, so z. B. um den Club triplus und den ergosoft 163; zuletzt fand das Design beim Druckbleistift graphite 771 Anwendung. In diesem Jahr erfuhr der Noris 120 eine Weiterentwicklung und verfügt laut Hersteller jetzt über eine noch bruchfestere Mine und verbesserte Gleitfähigkeit.

STAEDTLER Noris 120

STAEDTLER Noris 120

Ein anderer Bleistift mit farbcodiertem Härtegrad ist der DESSIN 2000 von Faber-Castell. Auch ihn gibt (gab?) es in den fünf Graden von 2B bis 2H, denen jedoch andere Farben zugeordnet wurden. Entgegen z. B. der Codierung von Druckbleistiftstärken, deren Farben sogar als ISO festgelegt sind, scheint es hier keinen Standard zu geben.

Faber-Castell DESSIN 2000

Faber-Castell DESSIN 2000 (links 2H, rechts 2B)

Anders als beim Noris 120 wurde beim DESSIN 2000 die Farbe für den Härtegrad nur am Abschluss des Stifts, nicht jedoch auch seitlich angebracht. Die Kennzeichnung ist daher nicht immer sichtbar, was ihren praktischen Nutzen leider reduziert.

Faber-Castell DESSIN 2000

Faber-Castell DESSIN 2000 (links 2B, rechts 2H)

Im aktuellen Office-Katalog von Faber-Castell konnte ich nur einen Dreierpack des DESSIN 2000 in B mit und ohne Radierer finden, und so vermute ich, dass die anderen aus dem Programm genommen wurde (der englische Office-Katalog hingegen führt noch sämtliche Härtegrade auf). Ich hatte auch etwas Mühe, in meiner Umgebung alle fünf Varianten zu bekommen. Das aufgestöberte „H”-Exemplar trägt als einziges den Aufdruck „GERMANY” und dürfte angesichts der leicht abweichenden Gestaltung sowie des strapazierten Lacks aus einer anderen Zeit stammen.

Auch wenn das Holz des DESSIN 2000 einen etwas höherwertigen Eindruck macht als das des Noris 120, so verfügt doch letzterer über eine deutlich bessere Mine und eine höhere Verarbeitungsqualität.

Andere Bleistifte mit farbig gekennzeichnetem Härtegrad sind der Mark Sheet Pencil und die in türkis gehaltene Variante des Black Polymer 999 von Pentel Japan, die aber nur in zwei bzw. drei Härten angeboten werden.


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