Archiv des Stichworts „Zeichen”

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Kalligraphit

Samstag, 16. März 2013

Kalligraphit

Der Grafcube von Caran d'Ache …

Kalligraphit

… hat praktische Kanten.

Kalligraphit

„Na, was hast du denn am Wochenende so gemacht?” – „Ich habe das große B geübt.” – „Ah ja.”

Im Zeichen des Schwans

Mittwoch, 20. Februar 2013

Im Zeichen des Schwans

Das sog. „Schwan-Auge” auf dem Kopierstift Schwan Othello 982. – Zu den Ringen siehe „Bunt beringt”.

Markiges Marketing (21)

Freitag, 8. Februar 2013

Markiges Marketing (21)

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es mehrere zum Teil konkurrierende Stifthersteller mit dem Namen Faber, und an andere konnten sich die Kunden zumindest noch erinnern. So war es für diese Unternehmen besonders wichtig, sich abzusetzen und nicht nur auf ihren Namen (oder wie im Falle von A.W. Faber sogar auf Namensbestandteile), sondern auch auf ihr Markenzeichen hinzuweisen, wie es Johann Faber mit dieser etwa 100 Jahre alten und 5 × 5 cm großen Reklamemarke getan hat. Statt eines Produktbilds stehen hier Schlä­gel und Eisen im Mittelpunkt, die bis ins 17. Jahrhundert hinein die typischen Werkzeuge des Bergmanns waren und auch heute noch als Symbol in Gebrauch sind (es kennzeichnet u. a. den Werktag in Fahrplänen und ist im Unicode-Standard enthalten). Ich vermute, dass Johann Faber dieses (übrigens seitenverkehrte) Zeichen wegen des Graphitbergbaus gewählt hat, und würde mich nicht wundern, wenn man mit dem Bogen auf dieser in mei­nen Augen sehr ansprechenden Reklamemarke einen Stollen hat andeuten wollen. – Apro­pos Marke: Das 1875 in Kraft getretene Markenschutzgesetz geht auf die Petition eines anderen Faber zurück, nämlich auf die des Lothar von (und Bruder des Johann).

Nachtrag vom 28.2.13: In der Festschrift „Die Bleistift-Fabrik von Johann Faber in Nürn­berg” von Carl Faber, herausgegeben anlässlich des 70. Geburtstags von Johann Faber und des zehnjährigen Bestehens der Fabrik (Bieling-Dietz 1889), heißt es:

„Alle Bleistift von Johann Faber sind mit dem vollen Namen der Firma: Johann Faber und der Schutzmarke ⚒ (zwei sich kreuzenden Hämmern) gestempelt.”

Den Kopf der Seite 1 ziert diese Grafik:

Markiges Marketing (21)

Somit handelt es sich bei diesem Logo nicht um Schlägel und Eisen, wie ich bisher dachte, sondern um zwei Hämmer.

Danke an Sean von Contrapuntalism für den Hinweis auf diese Festschrift!

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Papier Plus

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Schnödes Universalpapier? Pah! Der Features fordernde User des 21. Jahrhunderts verlangt mehr.

Papier Plus

Ihm und damit auch mir dient die Deutsche Post ihr Multifunktionspapier an, das mir beim Einkauf von Verbrauchsmaterial nicht nur aufgrund seiner Verpackung sofort ins Auge fiel.

Papier Plus

Als Befürworter des bestimmungsgemäßen Gebrauchs habe ich umgehend nach dem Hin­weis auf die Eignung des Multifunktionspapiers für den von mir angestrebten Verwen­dungszweck gesucht:

Papier Plus

Doch leider hat dieser Hinweis gefehlt, und so musste ich auf den Kauf des Multifunktions­papiers verzichten. Schade! – Ich hoffe jetzt auf das „Performance Paper Extra Power” aus der noch einzuführenden „Office Pro”-Serie.

Formenspiel

Mittwoch, 26. September 2012

Formenspiel

Pfiffig: Die oben konkave und unten konvexe Schrift an der Fassade der Dombauhütte Köln.

Römisch Linkskursiv (3)

Freitag, 21. September 2012

Meine Suche nach den Ursprüngen der früher in topografischen Karten genutzten Schrift „Römisch Linkskursiv” dauert an. Nach zwei Beiträgen mit allem, was ich bis jetzt zusam­mentragen konnte, hatte ich nun das Glück, von meinem Leser Herbert R. Scans von vier Seiten der „Musterblätter für topographische Arbeiten des Königlich Preu­ßischen General­stabs” in der 11. Auflage aus dem Jahr 1904 zu bekommen. Diese sind hauptsächlich des­halb interessant, weil sie frühe Muster der linkskursiven Schrift sowie Beispiele für ihren Gebrauch zeigen, die in der ersten Ausgabe von 1818 (Nachdruck 1989) noch nicht ent­halten waren. Dies lässt vermuten, dass die „Römisch Linkskursiv” im 19. Jahrhundert Ver­breitung fand.

Römisch Linkskursiv

Seite VI der Musterblätter enthält Schriftmuster. Die „Römisch Linkskursiv” gibt es dort als „Rückwärts liegende Kapitalschrift” (Majuskeln, Großbuchstaben) und „Rückwärts liegende römische Schrift” (Minuskeln, Kleinbuchstaben). Da es je nach Bundesland und zuständigem Amt eine eigene Form der „Römisch Linkskursiv” gab, finden sich Abweichungen zu ande­ren linkskursiven Schriften. – Zu sehen ist hier auch eine mir bisher unbekannte schraffierte Variante.

Römisch Linkskursiv

(zum Vergrößern anklicken)

Wie die anderen erfreut Seite VII durch ihren Visualisierungsstil.

Römisch Linkskursiv

Das Diagramm zum Schraffierungsverhältnis der Böschungen hat es mir besonders angetan.

Römisch Linkskursiv

Auch wenn mich diese Blätter mit ihrer Ästhetik sehr ansprechen, so will ich mich nicht in zahlreichen Ausschnitten ergehen, sondern es hauptsächlich bei denen mit der „Römisch Linkskursiv” belassen (weitere Details könnten Inhalt eines anderen Beitrags werden). – Seite III mit den Gewässern ist sicher die aufwändigste …

Römisch Linkskursiv

… und natürlich die mit den Anwendungsbeispielen für die „Römisch Linkskursiv”.

Römisch Linkskursiv

Hier fallen einige Unterschiede zur den Schriftmustern auf: So hat z. B. das f eine Unterlän­ge, die meisten Buchstaben einen geschwungenen Auslauf und das e einen gekrümmten Überlauf.

Römisch Linkskursiv

Römisch Linkskursiv

Neben dem zweistöckigen a gibt es (wegen der Buchstabenhöhe?) das einstöckige, und das K hat gleich eine ganz andere Form. – Hier der einzige Auftritt der schraffierten Aus­führung:

Römisch Linkskursiv

Nicht minder bemerkenswert ist Seite VII mit den Wohnstätten und deren Umgebung.

Römisch Linkskursiv

Ich wünschte, mit den Augen eines Kulturhistorikers oder mit denen eines mit der Ge­schichte seiner Profession vertrauten Kartografen schauen und noch viel mehr entdecken zu können.

Römisch Linkskursiv

Danke an Herbert R. für die Scans!

Geheimschrift

Donnerstag, 20. September 2012

Geheimschrift

Verborgene Schrift an einer Fassade in Bickenbach/Bergstraße

Schönschreiben

Freitag, 10. August 2012

Schrift fasziniert mich, und auch Beschreibendes übt großen Reiz auf mich aus. In diesem 50 Jahre alten Übungsbuch für das Beschriften technischer Zeichnungen findet sich bei­des.

Schönschreiben

„Lessons in Lettering” von Thomas E. French1 und William D. Turnbull, erschienen 1952 bei McGraw-Hill, dient dem Selbststudium des Fonts „Vertical Single Stroke Commercial Gothic”.

Schönschreiben

Einer kurzen Einführung folgen die charakteristischen Details der Schrift und die Vorge­hensweise beim Erlernen. Auch der Bleistift kommt nicht zu kurz:

Sharpen an F drawing pencil to a long conical point, cutting the wood away with a pen knife and rubbing the lead on a sandpaper pad. For these large let­ters the pencil should have a rather blunt rounded point on the lead. Hold the pencil with the end of the forefinger about an inch from the point, keeping the muscles relaxed and comfortable.

Auf Feder und Tusche sowie Hilfsmittel zum Linieren wird ebenfalls eingegangen.

Schönschreiben

Knapp die Hälfte der 40 Seiten sind Übungsblätter; dazwischen gibt es typografische De­tails.

Schönschreiben

Etwas kniffliger wird es beim Beschriften isometrischer Darstellungen.

Schönschreiben

Komplette Zeichnungen, zu denen auch ein Liniendiagramm und eine Landkarte gehören, machen den Abschluss.

Schönschreiben

Schönschreiben

Die dritte Umschlagseite bietet eine Übersicht des Fonts.

Schönschreiben

Dass dieses Büchlein in mehrfacher Hinsicht überholt ist, macht es für mich noch anspre­chender. – Band 2 befasst sich mit dem Font „Inclined Single Stroke Commercial Gothic”.

  1. Thomas E. French ist der Autor des Standardwerks „A Manual of Engineering Drawing For Students and Draftsmen”, das erstmals 1911 erschien.

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