Monatsarchiv für November 2008

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Punktlandung

Freitag, 21. November 2008

Fahrradständer an einer Bäckerei in Rüsselsheim

Oder vielleicht doch eher ein Bauchplatscher? Wie auch immer: Offenbar bleibt einem auch wirklich gar nichts erspart.

STABILO GREENgraph

Dienstag, 18. November 2008

Heute geht es ins Grüne, und zwar mit dem GREENgraph, einem neuen Schreibgerät von STABILO, mit dem sich der Hersteller hauptsächlich an seine umweltbewussten Kunden richtet.

STABILO GREENgraph

Verpackung des GREENgraph 6003 (Fotos zum Vergößern anklicken)

Das Jelutong-Holz des FSC-zertifizierten, in Tschechien hergestellten Bleistifts stammt (so der Verpackungstext) aus „ökologisch und sozial vorbildllich bewirtschafteten Wäldern”. Doch damit nicht genug, denn auch beim matten Lack wurde an die Umwelt gedacht, ebenso beim Karton, der zu 80% aus Altpapier besteht.

STABILO GREENgraph

GREENgraph 6004 (mit Radierer) und GREENgraph 6003 (ohne Radierer)

Der mit 3 g sehr leichte Bleistift im klassischen Sechskant-Profil hat die übliche Länge von 17,5 cm, ist mit seinem Durchmesser von etwa 7,4 mm jedoch geringfügig dünner als viele andere. Gemessen am niedrigen Preis des Stifts ist die Qualität der 2,2 mm dicken und sehr bruchfesten Mine, die es nur in HB gibt, recht ordentlich. – Durch den nicht ganz glatten Lack ist der GREENgraph angenehm in der Handhabung.

STABILO GREENgraph

Die goldfarbene Zwinge des 6004 ist sauber angebracht, sitzt fest und hält den Radierer zuverlässig. Letzterer krümelt zwar recht stark, radiert aber gut und ist dabei sparsam im Gebrauch.

STABILO GREENgraph

Der GREENgraph 6003 und die „Granate” von Möbius+Ruppert

Das helle, weiche Holz des in Ostasien anzutreffenden Jelutong-Baums (Dyera costulata) lässt sich gut spitzen, sowohl von Hand als auch im Tischspitzer. Die dabei hin und wieder auftretenden Poren sehen nicht so schön aus, sind aber der Funktion des Bleistifts nicht abträglich.

STABILO GREENgraph

Spitzen (von oben): ab Werk, M+R „Granate”, Tischspitzer Carl Decade DE-100

STABILO GREENgraph

Die Kurznut des GREENgraph 6003 (rechts: der kleine Präzisionsmaßstab „6½ 10″ von RUMOLD)

Die Mine des GREENgraph endet etwa 28 mm vor dem Bleistiftende. Laut Hersteller soll diese sog. Kurznut, die 13 mm vor dem Ende ausläuft, dafür sorgen, dass bleistiftkauende Kinder nur Holz, aber keine Mine in den Mund bekommen.

STABILO GREENgraph

Im Dutzend kostet der Bleistift pro Stück etwa 23 (ohne Radierer) bzw. 26 Euro-Cent (mit Radierer). Ich habe ihn über EDV-Zubehör und Büroversand Hämpel bezogen, einen Ver­sender, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Der STABILO GREENgraph ist ein guter Alltags-Bleistift in ansprechender Gestaltung zu einem attraktiven Preis.

Nachtrag: Inzwischen habe ich den dritten GREENgraph in Gebrauch, und dessen Mine ist hin und wieder leicht kratzig. Eine Streuung in der Qualität?

Stille Beobachter (16)

Sonntag, 16. November 2008

Werkzeugkoffer Terry Club Classic

Was für ein fauler Sack Koffer! Muss noch nicht einmal auf das Werkzeug aufpassen, weil andere damit arbeiten, und was macht er? Sitzt rum und gähnt, anstatt sich nützlich zu machen und Frühstück zu holen.

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Radieren mit Köpfchen

Samstag, 15. November 2008

Radieren mit Köpfchen

Unter dem Motto „Radieren mit Köpfchen” dient der traditionsreiche Hersteller Läufer allen Bleischreibenden viele seiner hochwertigen Radierer mit einer spaßigen Gratis-Beigabe an, darunter auch den PLAST-0140, einen meiner Favoriten seit über 20 Jahren.

Radieren mit Köpfchen

Die lustigen Köpfchen mit frechen Grimassen peppen jeden Bleistift auf und arbeiten sicher genauso gut wie die Radierer selbst – getestet habe ich sie noch nicht, denn dafür waren sie mir bis jetzt zu schade. Das ungewöhnliche Set kostet knapp 1 Euro und ist nur be­grenzte Zeit erhältlich.

An der Haftgrenze

Freitag, 14. November 2008

Anlässlich des Weltfinanzgipfels sprach Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) von den angestrebten Regulierungen für den Finanzmarkt als „Leitplanken für die Irrationalität” (Quelle: hr2, 14.11.08, 8-Uhr-Nachrichten).

Leitplanke

Leitplanke (für Autos, nicht für die Irrationalität)

„Leitplanken für die Irrationalität”? Mich und meinen fahrbaren Untersatz hat's ja fast aus der Kurve gehauen, als mir diese Sprachkonstruktion aus dem Autoradio entgegenkam. Ich bin ja auch gerne hin und wieder abseits der Spurrillen unterwegs, doch angesichts der verschlungenen Pfade dieser sprachlichen Offroader kann ich nur noch staunen.

So, genug scherzgetextet – ich spitze jetzt Ohren und Bleistift für die nächsten Ziel­einläufe unserer Wortsportler in Berlin.

Original und Kopie (5)

Freitag, 14. November 2008

Gorilla (Quelle: Wikipedia)

Gorilla (Urheber: Kabir Bakie, lizensiert unter CC-BY-SA-2.5)

Abisolierzange

Abisolierzange

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Stille Beobachter (15)

Mittwoch, 12. November 2008

Kanaldeckel in Rüsselsheim

(zum Vergrößern anklicken)

Gar grimmig schaut er drein, der Wächter am Einstieg zur Unterwelt, und es sieht nicht so aus, als sei mit ihm oder seinem Helfer, der gegenüber die Stellung hält, zu spaßen.

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Ein veredelter Klassiker

Dienstag, 11. November 2008

Die seit fast 40 Jahren erhältliche P200-Serie des japanischen Herstellers Pentel bedarf wohl keiner Vorstellung – die hervorragende Mechanik wurde zum Maßstab, das über die Jahre nur in Details geänderte und oft imitierte Design zum Klassiker und damit der P200 zum Inbegriff des mechanischen Bleistifts. Inzwischen gibt es ihn in vier Strichstärken, darunter die 0,7-mm-Version in zwei und die 0,5-mm-Version in drei Gehäusefarben.

Die drei zur Zeit in Deutschland erhältlichen Varianten des Pentel P205

Die drei zur Zeit in Deutschland erhältlichen Varianten des Pentel P205 (zum Vergrößern anklicken)

Wer den Kunststoff-Korpus dieses Stifts nicht mag oder gerne etwas Individuelles hätte, ohne auf das hochwertige Innere verzichten zu müssen, wird bei Turn of the Century auf vielfältige Weise fündig. William Schmidt, die eine Hälfte des seit weit über 30 Jahren bestehenden Unternehmens in Mansfield, Ohio, USA, verarbeitet an der Drehbank unterschiedlichste Harthölzer unter anderem zu Gehäusen für die Modelle P205 (0,5 mm) und P207 (0,7 mm), die so zu handschmeichelnden Unikaten werden.

Zwei P205 von „Turn of the Century”

Zwei P205 von „Turn of the Century” (links: Grenadill, rechts: Cocobolo)

Jeder einzelne der sorgfältig gearbeiteten Druckbleistifte, die wahlweise mit ausgestelltem oder (wie abgebildet) sich verjüngendem Griffteil erhältlich sind, kommt sorgfältig verpackt mit einem Beiblatt, das über den Hersteller informiert und das verwendete Holz nennt.

Zwei P205 von „Turn of the Century”

Obwohl handgearbeitet, kostet jeder dieser Stifte gerade mal 13 US-Dollar (zur Zeit gut 10 Euro), und pro Bestellung fallen 6 US-Dollar Porto an; Details zum Bestellprozess gibt es hier. Eine Auswahl der verfügbaren Holzarten zeigt die Übersicht der Federhalter.

Zwei P205 von „Turn of the Century”

Druckbleistifte mit Holzkorpus sind nicht allzu oft anzutreffen, und diese gehören für mich zu den schönsten, die aktuell erhältlich sind – es ist eine wahre Pracht, sie in der Hand zu halten und zu benutzen.

Auf diese kleine Kostbarkeit aufmerksam geworden bin ich durch „A Wooden P205″ bei Dave's Mechanical Pencils. Danke an David für diesen Hinweis!

Links:
Schreibgeräte von „Turn of the Century”
Besprechung des P205 bei Dave’s Mechanical Pencils
Druckbleistifte von „Turn of the Century” im Virtuellen Mäppchen
Druckbleistifte mit Holzkorpus im Virtuellen Mäppchen


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