Bleistifte
So klappt’s mit der Ordnung
Erst mir ins Auge und dann in die Einkaufstüte fiel dieser bemerkenswerte Stiftehalter aus dem Sortiment von Cretacolor.
Das dreigeteilte und ausgeklappt knapp 87 cm lange Utensil aus Buche hat 102 Löcher, die 29 mm tief sind und einen Durchmesser von 9 mm haben.
Zwei Holzplättchen und vier Schrauben halten das Gerät zusammen und gelenkig. – Die Verarbeitung könnte etwas besser sein, doch die kleinen Mängel stören mich nicht.
Mein Exemplar kommt aus dem Fachgeschäft Format in Darmstadt und hat mich um 17,90 Euro erleichtert.
Modell 14/I
Heute gibt’s nur die Abbildung eines Spitzers, und zwar die der „Granate“ (Messing, Modell 14/I), aus dem Katalog des Jahres 19381 von Möbius+Ruppert.
Im gleichen Katalog: Ein Schriftzug in der Futura mit schöner tz-Ligatur.
Mehr mit und zur aktuellen „Granate“:
- Dieser Katalog zeigte auch eine Variante aus „Elektron-Metall“, also einer Legierung aus Magnesium und Aluminium (Modell 14/II).↩
Ein besonderer Zweifarbenstift
Nicht zum Schreiben, sondern zur Metallbearbeitung gedacht war dieser ganz besondere Zweifarbenstift des genialen Erfinders Daniel Düsentrieb1.
Rot zum Trennen, blau zum Zusammenfügen des Metalls – eine grandiose Idee2.
Danke an Sascha für den Hinweis auf diesen Comic, Matthias für hilfreiche Details und Walt Disney Deutschland für die Genehmigung zur Veröffentlichung. – Alle Bilder: © Disney.
- Diese Erfindung tauchte zum ersten Mal in der Geschichte „Phantomias ist phänomenal“ auf, erschienen 1977 im Lustigen Taschenbuch „Phantomias fliegt wieder!“ (Nr. 44). – Der hier gezeigte Scan stammt aus der Neuauflage mit dem Titel „Phantomias ist wieder da!“ (1998); dort heißt die Geschichte „Sieg auf der ganzen Linie“.↩
- Einen zweiten, kürzeren Auftritt hatte der Zweifarbenstift – dann allerdings Rot-Grün – in „Das Drei-Türme-Kastell“, veröffentlicht 1978 im Lustigen Taschenbuch „Phantomias gegen Phantomime“ (Nr. 57). In der gleichnamigen Neuauflage von 1998 trägt die Geschichte den Titel „Spuk im Dreitürmekastell“.↩
So nicht
War die Aktion mit den vorgeblichen Mustern und dem Fragebogen ein cleverer Marketing-Trick, um die erste Version des Palomino Blackwing bekannt zu machen, so ist die Vermarktung der zweiten, dem Palomino Blackwing 602, nur noch schäbig. Wie Michael Leddy auf Orange Crate Art schreibt, reicht dem Hersteller bereits ein einziges Foto von Duke Ellington mit einem originalen Blackwing 602, um den Namen des Musikers zur Werbung für die Blackwing-Kopie zu nutzen und zu behaupten, dieser habe mithilfe dieses Bleistifts zeitlose Kunstwerke geschaffen. Eine ziemlich miese Tour, finde ich, und außerdem eine, die Parodien1 geradezu1 provoziert.
Nachtrag vom 29.3.12: Man hat die Website von „The Blackwing Experience“ überarbeitet und dabei nicht nur die seltsamen Behauptungen, sondern auch den Namen Duke Ellingtons entfernt (Screenshots zum Vergrößern anklicken).
27. März 2012
29. März 2012
Und es wurde weiter ausgedünnt:
3. April 2012
Einen Klick weiter kommt jedoch wieder Irreführendes:
3. April 2012
Einfache Werkzeuge
Als ich gestern Abend auf diese drei Dinge1 schaute, sinnierte ich: „Schön, diese einfachen Werkzeuge.” Aber ich dachte auch an die Materialien und die Techniken zu ihrer Beschaffung und Bearbeitung, die Mess- und Prüfverfahren, den Transport und die Lagerung, die Jahrhunderte, die es gedauert hat, bis man eine solch hohe Qualität fertigen konnte, und vor allem an die vielen Menschen, deren Ideen und Arbeit in diesen klar gestalteten, funktionellen Gegenständen stecken.
Einfache Werkzeuge? Kommt auf die Sichtweise an.
- Lineal RUMOLD 6½ 20 aus Birnbaumholz mit Celluloid-Facetten, Messing-Spitzer Möbius+Ruppert 600 und Bleistift STAEDTLER Noris 120 B.↩
Farbenfrohe Fehlerfresser
Farbe ins Mäppchen und auf den Schreibtisch bringen diese bunten Radierer von Brunnen.
Die in meinen Augen gelungenen Helfer sind 60 × 20 × 10 mm groß und kosten um die 60 Euro-Cent pro Stück.
Nur ein Bleistift …?
Aus dem Beitrag der Designerin Arina Fjodorova (Litauen) für den Fotowettbewerb „Design in the Wild“, den Core77 und Braun im Rahmen des BraunPrize 2012 veranstalten:
After writing down many pages notes and ideas, I realised that all this time I was holding the greatest invention of anything made by man – a pencil.
Ein Blick auf die anderen Beiträge dieses Wettbewerbs lohnt sich auch!


















