Archiv des Stichworts „A.W. Faber”

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A.W. Faber 1928

Donnerstag, 12. Juli 2012

Sehr reizvoll finde ich diese etwa 75 × 120 mm große Anzeige von A.W. Faber aus dem Jahr 1928. – Über die nicht ganz korrekten Proportionen von Kopf, Arm, Hand und erst recht Stift sehe ich gerne hinweg.

A.W. Faber 1928

Der Text in Sütterlin lautet: „16 verschiedene Härtegrade. Passend für jede Hand und für jeden Beruf”.

A.W. Faber 1928

A.W. Faber 1928

A.W. Faber 1928

A.W. Faber 1928

A.W. Faber 1928

A.W. Faber 1928

Markiges Marketing (18)

Donnerstag, 5. Juli 2012

Als Mitte des 19. Jahrhunderts Petschaft und Siegellack aus der Mode kamen, griff man zu sog. Briefverschluss- oder auch Siegelmarken, um ein unbemerktes Öffnen der Briefe zu verhindern. Diese Marken waren aus Papier, meist rund, farbig bedruckt und oft geprägt und wurden bis in die Nachkriegszeit hinein benutzt.

Siegelmarke von A.W. Faber

Dieses 43 mm große und ebenfalls geprägte Exemplar von A.W. Faber im typischen, da­mals noch wesentlich helleren Grün stammt vermutlich aus der Vorkriegszeit und machte Werbung für die 1906 eingetragene Marke „CASTELL”. Die namensgebende Burg ist als Silhouette und stilisiert zu sehen; dieses Symbol und der „CASTELL”-Schriftzug sind kaum verändert auch nach über hundert Jahren noch in Gebrauch. – Die Bildmarke mit der Waa­ge, hier auf einem älteren CASTELL 9000, wurde 1914 angemeldet.

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Kunst und Karton

Montag, 2. Juli 2012

Grandios: Die Verpackung des dicken blauen Farbstifts 2671 aus der „Faber 6″-Serie von A.W. Faber.

Kunst und Karton

Kunst und Karton

Kunst und Karton

Kunst und Karton

Kunst und Karton

Kunst und Karton

Kunst und Karton

Kunst und Karton

Kunst und Karton

Kunst und Karton

Kunst und Karton

Industrial Pack

Samstag, 12. Mai 2012

Industrial Pack

Industrial Pack

Industrial Pack

Industrial Pack

Industrial Pack

Faber-Castell Janus 4048

Freitag, 4. Mai 2012

Eine beeindruckende, nämlich sehr lange und deutlich konkave Spitze schneidet der Janus 4048 von Faber-Castell.

Faber-Castell Janus 4048

Mit einem A.W. Faber CASTELL 9000

Dies erreicht er dadurch, dass sein Messer durch die Schraube1 gebogen wird – eine Be­sonderheit, die ich von keinem aktuellen Spitzer kenne.

Faber-Castell Janus 4048

Der erste Spitzer mit gebogenem Messer war der patentierte Janus 4046, den A.W. Faber 1935 in Messing und Hartaluminium auf den Markt brachte2; er ergänzte die seit 1905 er­hältlichen Janus-Bleistifte3. Anfang der 40er Jahre nahm man ihn aus dem Programm, mög­licherweise aufgrund der kriegsbedingten Rationierung von Metallen. Auch Johann Faber bot ab etwa 1935 mit dem Helios 5078 einen Spitzer aus Messing mit gebogenem Messer an.

Faber-Castell Janus 4048

Ausschnitt eines Warenkatalogs von Johann Faber (um 1935)4

Der Janus 4046 wurde nach dem Krieg wieder produziert und 1965 durch den Janus 4048, ebenfalls aus Messing und Hartaluminium, abgelöst; dieser war dann bis in die frühen 70er Jahre erhältlich. Der wichtigste Unterschied zum Janus 4046 und auch zum Helios bestand in der Verschraubung. Hatten die doppelschneidigen Messer der beiden alten Modelle ein Gewinde, in dem die von der anderen Seite durchgesteckte Schraube saß, so wurde das Messer des Janus 4048 wie bei heutigen Spitzern durch eine Schraube gehalten, die sich in den Korpus drehte. – Das Messer des Janus 4048 hat eine ausgefallene Form, die sehr von der eines Standardmessers abweicht, und ist mit gut 0,3 mm noch nicht einmal halb so dick wie dieses, damit es sich biegen lässt.

Faber-Castell Janus 4048

Die in meinen Augen gelungene Form des Janus 4048 gibt die der eleganten Bleistiftspitze wieder und bietet einen guten Halt beim Spitzen. Doch auch die Nachteile sollen nicht un­erwähnt bleiben. Die durch seine Gestaltung bedingten Ecken machen ihn hosentaschen-unfreundlich, und so ist es nachvollziehbar, dass es den Janus 4048 und seinen Vorgänger auch im Lederetui gab. Zudem stellt die Geometrie der Spitze5 recht hohe Anforderungen an die Qualität des Bleistifts. Bei Exemplaren mit unzureichender Verleimung bricht das Holz an der Mine unschön weg, und weiche Minen lassen sich nur mit Vorsicht in Form bringen.

Faber-Castell Janus 4048

Von links: Spitze ab Werk, M+R 604 („Granate”), Carl Decade DE-100, Janus 4048

Muss man das Messer schärfen, ist nicht auszuschließen, dass es dabei etwas schmäler wird, sich somit weiter um die Schraube drehen kann und sorgfältig positioniert werden muss, da sich bereits Abweichungen von wenigen Zehntelmillimetern ungünstig auswirken und die Funktion des Spitzers beeinträchtigen können (aber der Aufwand lohnt).

Faber-Castell Janus 4048

Für mich ist der Janus 4048 ein außergewöhnlich schöner Spitzer6. – Danke an Faber-Castell für die Details zur Geschichte der Janus-Produkte und den Katalogscan!

Nachtrag vom 25.5.13: Ein paar Details und Gedanken zum möglichen Ursprung dieses Spitzers gibt es unter „Patent Nr. 618308″.

  1. Dem aufmerksamen Beobachter wird aufgefallen sein, dass die Schraube eine andere als die hier gezeigte ist; das Original habe ich beschädigt. – Sie hat übrigens ein M2-Gewinde, was den Austausch erleichtert.
  2. Die Preisliste des Jahres 1940 führt den Janus 4046 L mit Lederetui für 7,60 Reichsmark auf.
  3. Ab 1936 gab es unter dieser Marke außerdem den dreieckigen Doppelspitzer Janus № 50/9 aus Pressstoff in schwarz und bordeaux, dessen Vorderseite ein Januskopf zierte.
  4. Eine frühere Version des ACME wurde auch mit einer Reklamemarke beworben, und eine spä­tere hatte zwei zusätzliche Schrauben, die das Messer in Position hielten (doch dazu bei ande­rer Gelegenheit mehr).
  5. Ob es im Sinne des Erfinders war, dass die auf 0,6 mm Durchmesser reduzierte Mine den Spitzer verlässt oder dies auf meine Bastelei zurückzuführen ist, kann ich nicht sagen.
  6. Seine Oberfläche hätte jedoch besser ausfallen können, denn solche Bearbeitungsspuren mussten auch damals nicht mehr sein.

Schreibhärte M (2)

Freitag, 16. März 2012

Auf meine vor wenigen Tagen gestellte Frage zur Schreibhärte M hatte mein kundiger Le­ser Herbert R. eine Antwort in Form von Scans (zum Vergrößern anklicken):

Schreibhärte M (2)

Johann Faber Gabelsberger (1922)

Schreibhärte M (2)

Johann Faber MW und Stenographie (1926)

Schreibhärte M (2)

Schreibhärte M

Schreibhärte M (2)

A.W. Faber CASTELL 9000 M (1957)

Den 9000 mit dem Aufdruck „DIE SCHREIBHÄRTE” finde ich spitzenmäßig. – Danke an Herbert R. für die Scans!

A.W. Faber 1897

Freitag, 24. Februar 2012

Eine Kostbarkeit gibt es in der digitalen Bibliothek der University of Houston zu bestaunen, und zwar den Katalog von A.W. Faber USA aus dem Jahr 1897. – Als Anschmecker die Sei­ten zu den Bleistiften mit Graphit aus der sibirischen Alibert-Mine:

A.W. Faber 1897

A.W. Faber 1897

A.W. Faber 1897

(Quelle: A. W. Faber. „A. W. Faber Price-list.” 1897. Online Image. University of Houston Digital Library. 24 February 2012.)

Hochaufgelöste Versionen der Scans können angefordert werden (bei meinem kurzen Test waren diese gut 1600 × 2600 Pixel groß). – Danke an Sean von The Blackwing Pages für den Hinweis!

Eberhard Faber Cartograph 541

Sonntag, 22. Januar 2012

Bereits dreimal gab es hier Landkartenstifte zu sehen1, nämlich den LYRA-ORLOW № 2736 sowie den schwarzen und die farbigen von Eberhard Faber. Vermutlich der Nachfolger von letzteren ist der aus den 1940ern stammende Cartograph 541.

Eberhard Faber Cartograph 541

(Bilder2 zum Vergrößern anklicken)

Die flache und in meinen Augen sehr ansprechend gestaltete Blechschachtel bietet Platz für sechs Farbstifte, von denen noch drei vorhanden sind.

Eberhard Faber Cartograph 541

Die drei runden Cartograph-Stifte haben einen Durchmesser von 6,5 mm und eine 4 mm dicke, kreideartige Mine, die sich recht gut radieren lässt.

Eberhard Faber Cartograph 541

Neben ihrem Namen, der im Gegensatz zu dem auf der Schachtel gerade verläuft, tragen die Stifte die Kennzeichen ihres Herstellers, die Typenbezeichnung und einen Farbcode.

Eberhard Faber Cartograph 541

Eberhard Faber Cartograph 541

Wie schon das Behältnis der älteren Landkartenstifte zeigt auch dieses einen Kartenaus­schnitt, allerdings ohne Ortsangaben. Die Markierungen legen einen militärischen Gebrauch nahe, bei dem die Position der eigenen Truppen in blau und die der gegnerischen in rot eingetragen wurde.

Eberhard Faber Cartograph 541

Beim Kauf dabei waren drei CARTOR 2890 von A.W. Faber, die nur unwesentlich dicker sind und über eine sehr ähnliche Mine verfügen. Dem Namen nach könnten sie dem gleichen Zweck gedient haben.

Eberhard Faber Cartograph 541

Eberhard Faber Cartograph 541

Die für „Cartograph” genutzte Schrift gefällt mir ausgemacht gut3, und das ungewöhnliche C erinnert ein wenig an das auf diesem Schild der Eberhard Faber KG. Den Schatten finde ich gelungen, ebenso die Neigung nach links, die mich sofort an die früher auf topogra­fischen Karten übliche Schriftart Römisch Linkskursiv hat denken lassen.

Eberhard Faber Cartograph 541

Für mich ein prächtiges Stück aus der Geschichte des Schreibzeugs!

  1. Die nächsten sind von Johann Faber – soviel sei schon verraten.
  2. Bei der topografischen Karte im Hintergrund handelt es sich um das Blatt Lau­terbach, bearbeitet durch das hessische Katasteramt 1909.
  3. Ich hätte die Schachtel wohl auch leer erworben.

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