Holzbleistifte

So nicht

War die Aktion mit den vor­geb­li­chen Mus­tern und dem Fra­ge­bo­gen ein cle­ve­rer Marketing-​Trick, um die erste Ver­sion des Palo­mino Black­wing bekannt zu machen, so ist die Vermark­tung der zwei­ten, dem Palo­mino Black­wing 602, nur noch schä­big. Wie Michael Leddy auf Oran­ge Crate Art schreibt, reicht dem Her­stel­ler bereits ein ein­zi­ges Foto von Duke Elling­ton mit einem ori­gi­na­len Black­wing 602, um den Namen des Musi­kers zur Wer­bung für die Blackwing-​Kopie zu nut­zen und zu behaup­ten, die­ser habe mit­hilfe die­ses Blei­stifts zeit­lose Kunst­werke geschaf­fen. Eine ziem­lich miese Tour, finde ich, und außer­dem eine, die Paro­dien1 gera­dezu1 pro­vo­ziert.

Nach­trag vom 29.3.12: Man hat die Web­site von „The Black­wing Expe­ri­ence” überar­beitet und dabei nicht nur die selt­sa­men Behaup­tun­gen, son­dern auch den Namen Duke Elling­tons ent­fernt (Screen­shots zum Ver­grö­ßern anklicken).

So nicht

27. März 2012

So nicht

29. März 2012

Und es wurde wei­ter ausgedünnt:

So nicht

3. April 2012

Einen Klick wei­ter kommt jedoch wie­der Irreführendes:

So nicht

3. April 2012

  1. Die­ser Bei­trag wurde mitt­ler­weile ent­fernt.

Einfache Werkzeuge

Einfache Werkzeuge

Als ich ges­tern Abend auf diese drei Dinge1 schaute, sin­nierte ich: „Schön, diese ein­fa­chen Werk­zeuge.” Aber ich dachte auch an die Mate­ria­lien und die Tech­ni­ken zu ihrer Beschaf­fung und Bearbei­tung, die Mess- und Prüf­ver­fah­ren, den Trans­port und die Lage­rung, die Jahr­hunderte, die es gedau­ert hat, bis man eine solch hohe Qua­li­tät fer­ti­gen konnte, und vor allem an die vie­len Men­schen, deren Ideen und Arbeit in die­sen klar gestal­te­ten, funk­tio­nel­len Gegen­ständen stecken.

Ein­fa­che Werk­zeuge? Kommt auf die Sicht­weise an.

  1. Lineal RUMOLD 6½ 20 aus Birn­baum­holz mit Celluloid-​Facetten, Messing-​Spitzer Möbius+Rup­pert 600 und Blei­stift STAEDTLER Noris 120 B.

Nur ein Bleistift …?

Aus dem Bei­trag der Desi­gne­rin Arina Fjo­do­rova (Litauen) für den Foto­wett­be­werb „De­sign in the Wild”, den Core77 und Braun im Rah­men des Braun­Prize 2012 veranstalten:

After wri­ting down many pages notes and ideas, I rea­li­sed that all this time I was hol­ding the grea­test inven­tion of any­thing made by man – a pencil.

„Just a Pencil…?”

Ein Blick auf die ande­ren Bei­träge die­ses Wett­be­werbs lohnt sich auch!

Schreibhärte M (2)

Auf meine vor weni­gen Tagen gestellte Frage zur Schreib­härte M hatte mein kun­di­ger Le­ser Her­bert R. eine Ant­wort in Form von Scans (zum Ver­grö­ßern anklicken):

Schreibhärte M (2)

Johann Faber Gabels­ber­ger (1922)

Schreibhärte M (2)

Johann Faber MW und Ste­no­gra­phie (1926)

Schreibhärte M (2)

Schreibhärte M

Schreibhärte M (2)

A.W. Faber CASTELL 9000 M (1957)

Den 9000 mit dem Auf­druck „DIE SCHREIBHÄRTE” finde ich spit­zen­mä­ßig. – Danke an Her­bert R. für die Scans!

Schreibhärte M

Dachte ich bis­her, mit den Här­te­gra­den ver­traut zu sein, so hat mich das Lehr­buch „Tech­nisches Zeich­nen im Tech­nik­un­ter­richt” von Ulrich Lange (rotring-​Werke/​Verlag Julius Klink­hardt 1975) eines ande­ren belehrt.

Schreibhärte M

Die Schreib­härte M ist mir bis jetzt noch nicht begeg­net. Kann meine geschätzte Leser­schaft etwas zu die­sem Här­te­grad sagen?

Nach­trag vom 16.3.12: Unter „Schreib­härte M (2)” gibt’s mehr.

Magic Writer

Eine kleine Beson­der­heit ist der Magic Wri­ter aus dem Pro­gramm von Paci­fic Music Papers, Glas­ser Prin­ting & Litho­gra­phy, in Reseda, Kali­for­nien (USA).

Magic Writer

(Die Blei­stifte sind gleich lang, wur­den aber aus einem ungüns­ti­gen Win­kel fotografiert.)

Mit dem Magic Wri­ter rich­tet sich der Anbie­ter, der auch Noten­blät­ter führt, an Musi­ker, die für Noti­zen auf (teu­ren) Noten einen leicht schrei­ben­den und ebenso radier­ba­ren Blei­stift bevorzugen. 

Magic Writer

Der knapp 18 mm lange und 7,5 mm dicke Stift run­den Quer­schnitts hat eine 2,5 mm starke Mine. Er wird unge­spitzt und mit einem durch etwas Kleb­stoff fixier­ten Aufsteck­radierer in unter­schied­li­chen Far­ben ange­bo­ten. Die­ser krü­melt zwar, radiert jedoch gut.

Magic Writer

Im Hand- und im Kur­bel­spit­zer macht der Magic Wri­ter eine gute Figur. Der DUX DX4112 trägt sein hel­les Holz, das zu iden­ti­fi­zie­ren mir schwer­fällt (es könnte Zeder sein), per­fekt ab.

Magic Writer

Die Abgabe der bruch­sta­bi­len Mine, deren Härte ich zwi­schen B und 2B ein­ordne, ist spar­sam und sau­ber. Sie schreibt glatt, schwärzt gut und hat einen nor­ma­len Glanz; ihre Wisch­festigkeit ist durch­schnitt­lich, aber ihre Radier­bar­keit sehr gut. Unterm Strich ist der Magic Wri­ter ein ange­neh­mer Blei­stift, den zu benut­zen Freude berei­tet, doch ob er den ange­strebten Zweck erfüllt, hängt wohl auch noch vom Papier der Noten ab. – Sicher gibt es noch viele andere Blei­stifte, die das Gefor­derte eben­falls kön­nen, doch wer würde nicht gerne mit einem Blei­stift schrei­ben, der den Namen „Magic Wri­ter” trägt?

Magic Writer

Her­stel­ler, Bezugsquelle(n) und Preis des Magic Wri­ter kenne ich nicht, denn meine bei­den Exem­plare waren ein Geschenk.

Magic Writer

Danke an Sean von The Black­wing Pages für den Magic Writer!

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