LYRA

Markiges Marketing (11)

LYRA-ORLOW Zeichen- und Copierstifte

„Zeichen- und Copier­stifte“ des Fabri­kats LYRA-​ORLOW bewarb diese 42 × 56 mm große Rekla­me­marke gut 100 Jahre nach der Grün­dung des Unter­neh­mens im Jahr 1806. Etwa vier Jahr­zehnte zuvor ließ sich der Her­stel­ler die Lyra als Waren­zei­chen ein­ge­tra­gen, doch warum man sich aus­ge­rech­net für das antike Zupf­in­stru­ment als Sinn­bild ent­schie­den hat, ist laut der 1956 erschie­ne­nen Schrift „Mei­len­steine – 150 Jahre Lyra-​Orlow“ nicht ganz klar. Viele Gesangs­ver­eine der dama­li­gen Zeit tru­gen jedoch eben­falls die­sen Namen, und man nimmt an, dass Mit­glie­der eines sol­chen Ver­eins, die oft auch im gesell­schaft­li­chen Leben ihrer Stadt eine Rolle spiel­ten, zu die­ser Ent­schei­dung bei­getra­gen haben. – Die blau gewan­dete Dame mit Kranz, die das Instru­ment ein­drucks­voll in die Sonne hält, wird flan­kiert von zwei Stif­ten mit den Bezeich­nun­gen „HB 2 ORLOW LYRA BLEISTIFT-​FABRIK NÜRNBERG“ und „LYRA COPYING INK PENCIL Com­pres­sed Lead“.

Neben dem Koh-​I-​Noor und dem Cul­linan ist der Orlow ein wei­te­rer berühm­ter Dia­mant, des­sen Name Schreib­ge­räte schmückte, und mit den holz­ge­fass­ten Uni­ver­sal­schrei­bern hat LYRA auch heute noch Arti­kel die­ses Namens im Programm.

← vor­he­rige | Mar­ki­ges Mar­ke­ting | nächste →

LYRA 664

Ein in mehr­fa­cher Hin­sicht auf­fäl­li­ger und unge­wöhn­li­cher Blei­stift ist der 664 STENO von LYRA, der bis Mitte der 90er Jahre im Pro­gramm des frän­ki­schen Her­stel­lers war und noch heute manch­mal in Res­te­kis­ten anzu­tref­fen ist.

LYRA 664 STENO

Der in einem dem Leucht-​Orange ähn­li­chen Farb­ton lackierte, runde und 17,5 cm lange 664 STENO ist mit 7 mm etwas dün­ner als ein Standard-​Bleistift, hat aber ebenso wie die­ser eine 2 mm dicke Mine. Die 2 cm lange Tauch­kappe in gebro­che­nem Weiß deu­tet dar­auf hin, dass es sich hier um die erste Vari­ante die­ses Blei­stifts han­delt, denn zwi­schen 1991 und 1994 fiel sie weg. – Vor­läu­fer des 664 war der bis in die 70er Jahre hin­ein ange­bo­tene LYRATO 665 mit gold­far­be­ner Tauch­kappe, den es in den Här­te­gra­den HB, B und 2B gab; par­al­lel zum 664 – zumin­dest von 1973 bis 1995 – führte LYRA den Orlow STENO 6331 mit gold­far­be­nem Käpp­chen und brei­tem schwar­zen Ring in den Här­ten HB, B und 2B.

LYRA 664 STENO

Der Foli­en­prä­ge­druck in stark kon­tras­tie­ren­dem Metallic-​Blau macht mit einer Aus­nahme nur die not­wen­digs­ten Anga­ben. Neben dem Her­stel­lungs­land, der Num­mer, dem Namen des Her­stel­lers und des­sen Sinn­bild fin­det sich die Funk­tion des Stifts in Kurz­schrift, d. h. in ste­no­gra­fi­scher Schreibung.

LYRA 664 STENO

Die lange Geschichte der Ste­no­gra­fie geht bis ins erste vor­christ­li­che Jahr­hun­dert zurück und brachte 1924 mit der Deut­schen Ein­heits­kurz­schrift den ers­ten deut­schen Stan­dard her­vor; ver­bun­den mit die­sem sind Ste­no­gra­fie­block und -blei­stift. Zur ste­no­gra­fi­schen Tech­nik kann ich lei­der gar nichts sagen, und so beschränke ich mich auf ein paar Bei­spiele von mei­nem Vater, der diese fas­zi­nie­rende Kunst auf benei­dens­werte Weise beherrscht.

Die Wörter „Steno” und „Stift” in stenografischer Schreibweise

Die Wör­ter „Steno“ und „Stift“ in ste­no­gra­fi­scher Schreibweise

Das Wort „Stenostift” in stenografischer Schreibweise

„Sten­o­stift“

Die­sen Schrift­zug zeigt auch der Auf­druck des LYRA 664 STENO.

LYRA 664 STENO

Kleine Notiz am Rande: Warum sind Stenografie-​Bleistifte eigent­lich rund? Das Pro­fil des hexa­go­na­len Blei­stifts wirkt in den hal­ten­den Fin­gern wie eine Ras­tung und sorgt damit für bevor­zugte Posi­tio­nen in der Hand. Die in der Ste­no­gra­fie not­wen­di­gen Unter­schiede in der Strich­stärke machen es jedoch erfor­der­lich, dass der Stift gering­fü­gig axial gedreht wer­den und auch danach noch kom­for­ta­bel gehal­ten wer­den kann. Ein run­der Blei­stift erfüllt diese For­de­rung am bes­ten und stra­pa­ziert die Hand bei län­ge­rem Gebrauch weni­ger als ein sechs­flä­chi­ger. Zum leich­te­ren Schrei­ben der Ver­stär­kun­gen haben Steno-​Bleistifte oft eine etwas wei­chere Mine, die etwa der Härte B ent­spricht. – Heute noch erhält­li­che Steno-​Bleistifte sind der STAEDTLER Mars steno­fix (HB) und der Faber-​Castell 9008 Steno (HB, B und 2B). Dane­ben gibt es Steno-​Füllfederhalter wie den Peli­kan P470, des­sen beson­ders elas­ti­sche Feder eben­falls die benö­tigte Modu­la­tion erlaubt.

LYRA 664 STENO

Spit­zen: links ab Werk, rechts mit dem Carl Decade DE-​100 gespitzt

Der Auf­druck des ins­ge­samt gut ver­ar­bei­te­ten 664 nennt kei­nen Här­te­grad, doch LYRA sagte mir, dass es B war. Die Mine ist sehr gut, bruch­sta­bil und hat eine sau­bere Abgabe; das Holz lässt sich im Hand­spit­zer und mit dem Kur­bel­spit­zer gut spitzen.

Das Wort „Bleistift” in stenografischer Schreibweise

„Blei­stift“

Mehr zu Steno-​Bleistiften gibt es bei pen­cil talk unter „Steno pen­cils: pen­cils with a job“ und „Ano­ther Steno Pen­cil – the Hardt­muth Steno 550“.

Danke an LYRA für die Infor­ma­tio­nen zum 664 STENO!

Nach­trag vom 19.10.10: Lei­der hat Peli­kan den Sten­o­füll­fe­der­hal­ter P470 bereits Mitte 2009 aus dem Sor­ti­ment genommen.

LYRA Cleopatra

Die alten Ägyp­ter, damals noch jung, mögen von Cleo­pa­tra I bis VII und vor allem von letz­te­rer, nicht jedoch davon geträumt haben, dass ein­mal ein solch fas­zi­nie­ren­der Stoff wie der Gra­phit ent­deckt wer­den und die­ser, mit feins­tem Ton ver­mischt, gebrannt und in Holz gehüllt, den Namen ihrer Köni­gin tra­gen sollte. Wie unzu­frie­den wären sie wohl damit gewe­sen, Pin­sel und Cala­mus über den Papy­rus zu führen!

LYRA „CLEOPATRA” 3410

Ein­ge­tra­gen im Jahr 1895 fand der Mar­ken­name „CLEOPATRA“ auf die­sen Blei­stift mit der Arti­kel­num­mer 3410 des Her­stel­lers LYRA. Nach des­sen Anga­ben führ­ten ihn die Kata­loge von 1911 und 1926 in der hier gezeig­ten Aus­füh­rung auf, so dass der Stift aus die­ser Zeit stam­men könnte.

LYRA „CLEOPATRA” 3410

Neben den übli­chen Details fin­det sich auf dem sechs­flä­chi­gen, in mat­tem Rot lackier­ten Blei­stift der Härte 2 – the­ma­tisch pas­send – eine soge­nannte Hie­ro­gly­phen­kar­tu­sche. Diese Form, meist oval und auch als „Königs­ring“ bekannt, umschloss die Namen der ägyp­ti­schen Könige und wurde hier als pfif­fi­ges Gestal­tungs­ele­ment eingesetzt.

Die Material- und Ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät des „CLEOPATRA“ ist lei­der unter­durch­schnitt­lich. Holz­ober­flä­che, Lack und Auf­druck mei­ner Exem­plare sind unre­gel­mä­ßig, und nicht immer sitzt die (oben­drein unter­schied­lich dicke) Mine zen­trisch im Holz. Für den unsau­be­ren Abtrag des Hol­zes beim Spit­zen selbst in der Kur­bel­spitz­ma­schine könn­ten jedoch das Alter und viel­leicht eine unsach­ge­mäße Lage­rung des Blei­stifts ver­ant­wort­lich sein. Die Mine ist leicht krat­zig und kommt mit ihrer Qua­li­tät nicht an die im ähn­lich alten „ROBINSON“ vom sel­ben Her­stel­ler heran.

LYRA „CLEOPATRA” 3410

Auf­grund sei­ner Män­gel ver­mag der „CLEOPATRA“ heute zwar nicht mehr zu über­zeu­gen, doch mit sei­ner unge­wöhn­li­chen Gestal­tung ist er ein inter­es­san­tes Stück Geschichte. – Im LYRA-​Katalog aus dem Jahr 1963 war der Blei­stift nicht mehr zu fin­den, und 1996 wurde die Marke „CLEOPATRA“ gelöscht.

Robinson am Freitag

Meine geschätzte Leser­schaft möge mir den bil­li­gen Kalauer im Titel nach­se­hen, aber ich konnte ihn mir ein­fach nicht ver­knei­fen und habe mit die­sem Bei­trag auch eigens bis zu einem Frei­tag gewartet ;-)

Robinson am Freitag

LYRA Robin­son 2510 HB/​2 (von unten): 20er Jahre, 80er Jahre, aktu­el­les Modell (Bil­der zum Ver­grö­ßern anklicken)

Sehr lange im Pro­gramm des Nürn­ber­ger Unter­neh­mens LYRA ist der Blei­stift „Robin­son 2510“, des­sen Name bereits 1908, also vor gut 100 Jah­ren, als Waren­zei­chen ein­ge­tra­gen wurde. Bis zum Ende der 60er Jahre behielt er seine ursprüng­li­che, schlichte Gestal­tung, die den Namen des Stifts in einem deko­ra­ti­ven Font sowie den des Her­stel­lers in für heute unge­wohn­ter, näm­lich leicht kur­si­ver Form und in Kapi­täl­chen zeigte.

Robinson am Freitag

Robinson am Freitag

Danach wurde das Design des Blei­stifts grund­le­gend ver­än­dert, und eine far­bige, durch einen wei­ßen Ring vom dun­kel­blauen Schaft abge­setzte Tauch­kappe zur Kenn­zeich­nung des Här­te­grads kam hinzu. „Vorne schwarz, hin­ten bunt“ also auch hier, aller­dings nur in drei Far­ben: Grün für H und här­ter, Gelb für HB sowie Rot für B und wei­cher. Den Namen und die Kenn­zeich­nun­gen führte man nun in der Schrift­art „Han­del Gothic“ von 1965 aus.

Robinson am Freitag

Spä­ter folg­ten die 13-​stellige EAN und der Strich­code, die gegen­über dem gold­far­be­nen Prä­ge­druck weiß auf­ge­bracht sind; in die­ser Form ist der „Robin­son 2510“ heute in elf Här­te­gra­den von 4H bis 6B sowie in HB mit Radie­rer erhältlich.

Robinson am Freitag

Beim direk­ten Ver­gleich der Minen ist ein Qua­li­täts­un­ter­schied erkenn­bar, wobei die älteste die beste und die aktu­elle auf dem Papier lei­der etwas rauh ist. Das Holz von allen dreien lässt sich sehr gut spit­zen, und bei der Qua­li­tät von Ver­ar­bei­tung, Lack und Prä­ge­druck liegt das aktu­elle Modell deut­lich vorn.

Robinson am Freitag

Von links: aktu­el­les Modell, 80er Jahre, 20er Jahre

Trotz der klei­nen Schwä­che ist der laut Her­stel­ler im Aus­land aus Zedern­holz gefer­tigte „LYRA Robin­son 2510“ ein guter, attrak­ti­ver und zudem mit etwa 18 Euro-​Cent (Quelle: GoRo­Tec) äußerst güns­ti­ger Alltags-Bleistift.

Robinson am Freitag

Anm.: Bei der Datie­rung bin ich mir nicht ganz sicher, so dass der alte „Robin­son“ auch aus den 30er Jah­ren stam­men und der in den 80er Jah­ren ange­sie­delte durch­aus zehn Jahre älter sein könnte.

Markiges Marketing (4)

Reklamemarke von LYRA

An die­ser 57 × 41 mm gro­ßen und wohl 90 Jahre alten Rekla­me­marke des in Nürn­berg an­sässigen tra­di­ti­ons­rei­chen Unter­neh­mens LYRA, das 1806 gegrün­det wurde, gefällt mir be­sonders gut, wie Her­stel­ler, Pro­dukt und Wer­be­bot­schaft in die Dar­stel­lung inte­griert sind. Wäh­rend diese Infor­ma­tio­nen meist los­ge­löst und an pro­mi­nen­ter Stelle posi­tio­niert wer­den, so sind sie hier wich­ti­ger Bestand­teil des Bil­des. – Ganz neben­bei gibt es in die­ser Szene auch noch Dinge zu sehen, die damals all­täg­lich waren, heute jedoch (sicher zur Freude der meis­ten) ver­schwun­den sind: Matro­sen­an­zug, Rohr­stock und Sütterlin-Schrift.

← vor­he­rige | Mar­ki­ges Mar­ke­ting | nächste →

LYRA COLORSTRIPE

LYRA COLORSTRIPE

(Bil­der zum Ver­grö­ßern anklicken)

Einen außer­ge­wöhn­li­chen Farb­stift, den COLORSTRIPE, stellte LYRA auf der Paper­world 2009 in Frank­furt am Main vor. Das in mehr­fa­cher Hin­sicht her­aus­ra­gende Merk­mal die­ses unge­wöhn­li­chen, drei­flä­chi­gen Stifts ist seine groß­zü­gig dimen­sio­nierte Mine, die nicht – wie sonst üblich – zen­triert im Holz liegt, son­dern bis an den Rand geführt wurde und damit, schaut man auf den Quer­schnitt, ähn­lich einem Docht im Holz sitzt.

LYRA COLORSTRIPE

4 der 16 Far­ben des LYRA COLORSTRIPE

Dadurch erge­ben sich einige Beson­der­hei­ten. Eine far­bige Lackie­rung zur Iden­ti­fi­ka­tion des Stifts kann ent­fal­len, und so schützt ledig­lich eine trans­pa­rente Lackie­rung das schwarz durch­ge­färbte Holz der Weymouth-​Kiefer, wodurch es beson­ders gut zur Gel­tung kommt. Die­ser Lack sorgt auch dafür, dass die her­aus­ste­hende Kante der Mine nicht auf die Hand abfärbt.

LYRA COLORSTRIPE

Wei­tere Vor­teile die­ser Form bestehen in der brei­ten Flanke an der Spitze, die das groß­flä­chige Malen und Schraf­fie­ren erleich­tert, sowie der grö­ße­ren Minen­menge – mit einem Quer­schnitt von etwa 15,3 mm² liegt sie 21% über der eines her­kömm­li­chen Farb­stifts mit einem Minen­durch­mes­ser von 4 mm und sorgt damit auch für ein mit 7 g über­durch­schnitt­lich hohes Gewicht des Stifts.

LYRA COLORSTRIPE

Der sil­ber­graue Auf­druck des COLORSTRIPE ist aus­führ­lich, aber wohl­tu­end schlicht. Auf kon­kur­rie­rende Farb­ak­zente wurde ver­zich­tet, und wenn ich mich nicht täu­sche, kam für den Pro­dukt­na­men die her­vor­ra­gende Euro­stile von Aldo Nova­rese aus dem Jahr 1962 zum Ein­satz, die sich in mei­nen Augen hier ganz beson­ders gut macht.

LYRA COLORSTRIPE

Gespitzt mit dem Hand­spit­zer „Dizi“ von V-15 …

Der COLORSTRIPE ist mit knapp 9 mm recht dick und passt daher nicht in für Blei­stifte gedachte Spit­zer. Spitz­ma­schi­nen wie die Dahle 155 (die jedoch lei­der den Schaft beschä­digt) und Mehr­fach­spit­zer – hier der „Dizi“ von V-​15 – brin­gen den Farb­stift gut in Form, auch wenn es mir mit letz­te­rem nicht gelun­gen ist, einen exakt axi­al­sym­me­tri­schen Konus zu formen.

LYRA COLORSTRIPE

… und der Spitz­ma­schine Dahle 155

Benutzt habe ich bis jetzt nur den blauen Stift, und die­ser hatte eine bruch­sta­bile, sau­ber schrei­bende Mine mit kräf­ti­ger Fär­bung – eine wahre Pracht!

Neben den 16 Ein­zel­far­ben des in Deutsch­land her­ge­stell­ten COLORSTRIPE gibt es fünf im Design abge­stimmte Dosen­spit­zer sowie Kar­ton­etuis mit 8 und 16 Far­ben, die einen Kunst­stoff­spit­zer ent­hal­ten; mehr dazu fin­det sich auf der Web­site die­ses Farb­stifts. Die unver­bind­li­che Preis­emp­feh­lung beträgt 1,70 € für einen ein­zel­nen Stift sowie den Dosen­spit­zer, und die Sets kom­men für 13,60 € (8er) bzw. 27,20 € (16er) in den Han­del (den in die­sen bei­den Sets ent­hal­te­nen Spit­zer gibt es nicht ein­zeln). Laut Anga­ben des Her­stel­lers ist die COLORSTRIPE-​Serie ab April erhältlich.

Die Agen­tur for­mi­da­ble, von der auch das Design für den GROOVE stammt, erhielt für die Gestal­tung des sehr anspre­chen­den COLORSTRIPE den iF pro­duct design award 2009.

Paperworld 2009 (2)

Um mir die War­te­zeit bis zum April – denn erst dann kommt der LYRA COLORSTRIPE in den Han­del – etwas zu ver­kür­zen, habe ich am Stand des Her­stel­lers noch ein­mal ganz ge­nau hin­ge­schaut. Neben 16 Ein­zel­far­ben gibt es fünf im Design abge­stimmte Dosen­spit­zer sowie Kar­ton­etuis mit 8 und (nicht im Bild) 16 Far­ben; beide Sets ent­hal­ten einen Spit­zer aus Kunststoff.

Paperworld 2009

(Bil­der zum Ver­grö­ßern anklicken)

Mit mei­ner Bitte um Mus­ter hatte ich Erfolg, und so gibt es hier dem­nächst mehr zu die­sem unge­wöhn­li­chen Farb­stift, der den dies­jäh­ri­gen iF Pro­duct Design Award erhielt und ebenso wie der GROOVE von for­mi­da­ble gestal­tet wurde. – Eine Gra­phit­va­ri­ante ist übri­gens nicht im Sortiment.

KUM hat den Ver­trieb des Pen­pass über­nom­men, doch zu mei­ner gro­ßen Ver­wun­de­rung gibt es hier ledig­lich das Modell mit Klemm­vor­rich­tung für eine Mine; die in mei­nen Augen erheb­lich bes­sere Druckbleistift-​Ausführung ist in Deutsch­land lei­der nicht erhältlich.

Faber-​Castell offe­riert Schreib­ge­räte mit Pfer­de­stär­ken, näm­lich einen Füll­fe­der­hal­ter, des­sen Schaft zum Teil aus gefloch­te­nem Ross­haar besteht.

Paperworld 2009

Wer ein eige­nes Ross hat und die­sem einen 2 bis 3 cm dicken und 30 bis 40 cm lan­gen Haar­bü­schel abzwackt, kann sich den „Pen of the Year 2009“ indi­vi­du­ell anfer­ti­gen las­sen. Die Erfül­lung die­ses spe­zi­el­len Wun­sches dau­ert 9 bis 12 Monate und schlägt mit etwa 5000 Euro zu Buche.

Paperworld 2009

Danke an Ste­phen für den Hin­weis auf die­ses äußerst unge­wöhn­li­che Pro­dukt – ich wäre ansons­ten daran vorbeigaloppiert.

Der für sehr hoch­wer­tige und preis­werte Spit­zer bekannte Her­stel­ler M+R (Möbi­us+Ruppert) aus dem frän­ki­schen Erlan­gen hat seine Palette deut­lich ver­grö­ßert. Mit dabei ist jetzt auch ein far­ben­fro­her Dreifach-​Dosenspitzer für Blei-, Bunt- und Jum­bo­stifte, den ich am liebs­ten gleich mit­ge­nom­men hätte.

Als sehr zufrie­de­ner Benut­zer einer klapp­ba­ren Schere von Fis­kars habe ich auch den Stand die­ses Her­stel­lers besucht. Die Viel­falt war beein­dru­ckend und die Prä­sen­ta­tion freund­lich – ich gebe zu, dass ich unter sol­chen Umstän­den gerne der Wer­bung zum Opfer falle und mich bei der nächs­ten anzu­schaf­fen­den Schere zuerst im Sor­ti­ment von Fis­kars umschaue.

In Kürze gibt es noch etwas zum erwei­ter­ten Druckbleistift-​Programm von STAEDTLER, das jetzt auch zwei hoch­wer­tige Modelle umfasst, die es bis­her nur in Japan gab.

Nach oben scrollen