Ramponiert (3)
Ein Farbstift unbekannten Fabrikats auf einer Wiese in Rüsselsheim
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Ein Farbstift unbekannten Fabrikats auf einer Wiese in Rüsselsheim
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Eine halbe Seite des Katalogs von J.S. STAEDTLER aus dem Jahr 1919 widmete sich ausführlich dem Bleistiftspitzer.
(zum Vergrößern anklicken)
Für mich ist diese werbende Verbraucherinformation aus mehreren Gründen interessant. Das erwähnte teure amerikanische Zedernholz war die Virginische Bleistiftzeder (Juniperus virginiana). Nicht lange vor Erscheinen des Katalogs wurde es knapp, und man stieg auf die Kalifornische Weihrauch-Zeder (Calocedrus decurrens, auch Bleistift-Zeder) um.
Bemerkenswert ist auch, wie detailliert man auf den Bleistiftspitzer sowie dessen Qualitätsmerkmale und Gebrauch einging; die nichtproportionale Darstellung des Spitzers könnte man fast als visuelle Entsprechung der sprachlichen Betonung sehen.
Die hier verwendeten Schriften sind die Behrens Antiqua von Peter Behrens (Mengensatz) und die Fette Bernhard-Antiqua von Lucian Bernhard („Bleistiftspitzer”).
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Vor wenigen Tagen kam der Tsunago der japanischen Nakajima Jukyudo Co., der zwar als Spitzer geführt wird, aber nur dazu gedacht ist, Bleistiftreste miteinander zu verbinden, um sie weiter benutzen zu können. Hier der erste Versuch mit stark strapazierten Teilen des Pentel Black Polymer 999, STAEDTLER Mars Lumograph und STAEDTLER Noris:
Ich nenne dieses Ungetüm „Pendtler Frankenstift HB“. – Die Spuren am Pentel stammen von der Klemme eines Bleistiftverlängerers und die am Noris vom oberen Teil eines Kugelschreiberschafts, den mein kreativer Kollege deh als Verlängerer benutzt hat (er bekam den Stift dann auch). – Eine ausführliche Besprechung des Tsunago folgt.
Nachtrag vom 18.12.15: Bei einem weiteren Versuch habe ich einen Pentel Black Polymer 999 B und einen STAEDTLER Noris 120 B kombiniert.
Die abgerundeten Enden beider Stifte habe ich vorher mit dem Bandschleifer entfernt. – Die Spitzen stammen vom Faber-Castell Janus 4048 (links) und vom CARL Angel-5 Premium mit dem Fräser des Angel-5 Standard (rechts).
Die Bedienungsanleitung zur Waschmaschine Grundig GWN 26430 informiert zur Endzeit-Funktion:
Gut zu wissen, dass man vor dem Weltuntergang noch schnell eine Unterhose durchspülen kann. Doch Vorsicht: „Nach Ablauf des Countdowns erlöschen alle Endzeitanzeigen und das ausgewählte Programm startet.“
Danke an Klappkontor für den Hinweis auf diese bemerkenswerte Funktion!
Aus dem Bericht der Süddeutschen Zeitung über den Prozess gegen den ehemaligen BND-Angestellten Markus R., der als Spion für die CIA gearbeitet hat:
Keine Laptops und Mobiltelefone im Gerichtssaal – das mag ja angehen. Aber auch keine Kugelschreiber. Keine Drehbleistifte. Es könnten Mikrophone oder Kameras darin versteckt sein.
Nur einfache Holzbleistifte, und wenn sie gespitzt werden müssen, muss man den Gerichtssaal verlassen und den Dienstbleistiftspitzer der Justiz benutzen.
Ich wüsste zu gerne, wie dieser Dienstbleistiftspitzer aussieht.
Zu den alltäglichen Dingen, die mich schon lange interessieren, gehört die Reißzwecke, und so helfe ich auch gerne bei der Suche nach dem Ursprung des Modells SPHINX, das meinem Leser Michael Ponstingl auf einem Foto aufgefallen ist.

Das Foto wurde zwischen 1890 und 1903 in Wien aufgenommen. Der Gedanke, dass diese Reißzwecke von der 1888 in Wien gegründeten Firma Heinrich Sachs (heute SAX, Teil von Brevillier Urban & Sachs GmbH & Co. KG) stammt, liegt nahe, doch das Unternehmen hat mir mitgeteilt, dass man die SPHINX-Reißzwecke nicht gefertigt hat.
Wer weiß mehr?
Vor kurzem wurde ein für STAEDTLER eingetragenes Gebrauchsmuster veröffentlicht. Es beschreibt ein „Schreib-, Zeichen-, Markier und/oder Malgerät oder Kosmetikgerät oder Eingabegerät für berührungsempfindliche Oberflächen“ mit mindestens einem Schaftelement aus Kunststoff oder kunststoffhaltigem Holzersatz, dessen Oberfläche eine durch Korrugation gebildete haptische und/oder rutschhemmende Struktur aufweist. Die Gebrauchsmusterschrift zeigt, dass diese Struktur der äußeren verformbaren Materialschicht z. B. als wellenförmiges Profil längs des Stifts ausfallen kann (ganz spontan dachte ich dabei an das Griffstück der Tikky-Modelle von Rotring). Sehen wir bald neue Varianten des WOPEX bzw. Noris eco?
… war nicht alles besser, aber der IKEA-Bleistift noch lackiert.
Wann das war, weiß ich allerdings nicht, und auch IKEA kann keine Angaben manchen, da die Stifte laut Aussage des Unternehmens keine Artikelnummer haben und nicht im Warenwirtschaftssystem geführt werden.
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