Archiv des Stichworts „Druckbleistifte”

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Kurz notiert

Montag, 11. Mai 2015
  • Dave's Mechanical Pencils hört nach über neun Jahren auf. Sehr schade!
  • El Casco, Bleistiftliebhabern vor allem durch seine Kurbelspitzer 430 und 475 bekannt, hat laut dem deutschen Vertrieb Dr. Gold & Co. KG einen neuen Eigentümer.

Kurz notiert

Samstag, 2. Mai 2015
  • Vor kurzem wurde ein für STAEDTLER eingetragenes Gebrauchsmuster veröffent­licht. Es beschreibt eine durch Extrusion zu fertigende „Mine für Schreib-, Zeichen- und/oder Malgeräte”, die als Neuheit Tenside enthält. Der Wachsgehalt der extrudierten Minen verbessert zwar die Schreibeigenschaften und senkt den Extrusionsdruck, verringert aber die Festigkeit der Minen. Die Zugabe von Tensiden verbessert die Benetzung der Füllstoffe durch den Kunststoff und sorgt so für ein stabileres Gefüge, wodurch die Festigkeit steigt.
  • Holzgefasste Bleistifte sehe ich etwas anders als der Autor, aber sein großes Interesse an Druckbleistiften ist mir sympathisch: „I Can Never Have Too Many Mechanical Pencils”.
  • Wer sich in die Niederungen des Privatfernsehens begibt, sieht in „Achtung Kontrolle” ab 19:19 einen Einsatz des Zolls auf der Paperworld 2015 und dabei die Beschlagnahme von Kopien u. a. des STAEDTLER Mars Lumograph. – Danke an deh für den Hinweis!
  • Neu von Creas, Dänemark: Der Viking Valgblyant, ein dicker Bleistift mit ebensolcher Mine, der sowohl an den dänischen Staat zum Einsatz in Wahllokalen als auch an End­kunden verkauft wird. Mir gefällt die Gestaltung dieses Bleistifts außerordentlich gut!
  • Unter „Stein: Spannende Welt rund um den Bleistift” berichten die Fürther Nachrichten von Faber-Castells Plänen für eine Erlebniswelt in Stein, die voraussichtlich ab Sommer 2016 jährlich rund 130.000 Besucher anziehen soll. – Danke an den zonebattler für den Hinweis!

»Feinminenzeichner«

Mittwoch, 18. Februar 2015

Auch heute gibt's nur einen schnellen Scan, und zwar von einer Anzeige, die 1977 den Druckbleistift STAEDTLER MARS-MICROGRAPH HS bewarb1.

Feinminenzeichner

Soweit ich weiß, stand „HS” für „half sliding”. – Die an einen Integralhelm erinnernde Vari­ante des Mars-Kopfes und die befremdliche DT-Ligatur wurden von 1973 bis 2001 benutzt.

  1. Wenn ich mit einem Feinminenstift zeichne, bin dann nicht ich der Feinminenzeichner?

Eco-Essential Pencil

Freitag, 19. Dezember 2014

Der folgende ist ein Gastbeitrag meines Lesers Baktasch; die Fotos und die Spezifika­tion sind von mir.
The following is a guest review by my reader Baktasch; I took the photos and added the specification.

Eco-Essential Pencil

It has been a while since Gunther and I talked about reviewing this mechanical pencil. This pencil was a crowd-funded Kickstarter project by Team ISHUJA. I have missed the Kick­starter project but managed to get their Eco-Essential Pen from their store on their web­site. As this blog does not deal primarily with pens in general but with pencils, mechanical pencils and all things graphite related, I will elaborate on the Eco-Essential Pencil.

Eco-Essential Pencil

The body of this mechanical pencil is made of bamboo and aluminium. The pencil's mecha­nism is made in Japan according to ISHUJA. I personally find this pencil very light and unique for writing and sketching. Also the stylus cap is a nice design feature. The pencil comes in a box with four different colour rings and a flat tip. Hats off to the ISHUJA team for this superb design!

Eco-Essential Pencil

Specification:

  • Length: 150 mm (capped), 122 mm (uncapped)
  • Diameter: 11.6 mm (cylindrical)
  • Weight: 18 g (with cap), 13 g (without cap)
  • Lead feed: 6.5 mm per 10 clicks
  • Markings: none (except for the “U” on the spare tip)

Thank you, Baktasch!

Tombow MONO graph

Samstag, 6. Dezember 2014

Heute ein kurzer Blick auf den noch recht neuen Druckbleistift MONO graph von Tombow.

Tombow MONO graph

Der MONO graph ist 14,7 cm lang, an der taillierten Griffzone 1 cm dick und 17 g leicht. Sein Schwerpunkt liegt 6,5 cm hinter dem 4 mm langen und nicht versenkbaren Minen­führungsröhrchen, und so lässt er sich gut handhaben. – Material- und Verarbeitungsqua­lität finde ich sehr gut. Alle Teile sitzen bündig, die Mechanik arbeitet geschmeidig und die dreigeteilte Zwinge ist aus Metall (was heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich ist).

Tombow MONO graph

Die beiden Besonderheiten des MONO graph sind der Minenvorschub und der Radierer. Der Vorschub geschieht über Druck auf das obere Ende des Clips1 längs des Stifts oder über den von Pilot bekannten „Shaker”-Mechanismus. Das zehnfache Drücken oder Schütteln transportiert die Mine um gut 7 mm, und das Verschieben des Clips zum Radierer hin arretiert den Mechanismus. Der Radierer ist 26 mm lang und 5,5 mm dick und damit der zweitgrößte, der mir bisher in einem Druckbleistift untergekommen ist2; die Drehung des Endes schiebt in heraus.

Den Tombow MONO graph für 0,3- und 0,5-mm-Minen gibt es bei den einschlägigen Ver­sendern für etwa 5 Euro und außer im klassischen MONO-Farbschema noch in Schwarz, Rot, Blau, Gelbgrün und Rosa; der Dreierpack Ersatzradierer liegt bei knapp 1,50 Euro. In Deutschland ist der MONO graph leider nicht erhältlich.

  1. Die Gewohnheit lässt mich jedoch ab und zu auf den Radierer drücken.
  2. Der Radierer im STAEDTLER graphite 771 ist mit einer Länge von 39 mm und einer Dicke von 7 mm noch größer.

Doppelter Schutz für die Feinmine

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Der japanische Hersteller Zebra hat für November einen neuen Druckbleistift angekündigt, in dem die Mine gleich doppelt vor Bruch geschützt ist. Die erste Feder im „Delguard” gibt bei starkem axialen Druck nach, damit die Mine in den Stift zurückgleiten kann, und die zweite fährt einen die Mine umschließenden Schutz heraus, wenn eine starke Kraft schräg auf die Mine wirkt (mehr unter „New Automatic Pencil Prevents Lead From Breaking” und in diesem Clip). Den „Delguard” wird es nur für 0,5-mm-Minen geben, doch für dünnere Minen dürfte seine Technik noch sinnvoller sein. – Danke an Andreas Weinberger für den Hinweis!

Kunst und Technik

Donnerstag, 8. Mai 2014

Aus dem STAEDTLER-Katalog des Jahres 1982: Eine Illustration zu zwei Leistungsmerkma­len der Fallminenstifte1 MARS TECHNICO2.

Kunst und Technik

Links die Klemmzange3 , die die Mine – so der Katalog – unverrückbar festhält, und rechts die „Zwingchen” genannte Metallhülse4 auf dem Ende der Mine, die verhindert, dass die Mine bei geöffneter Klemmzange herausfällt.

Kunst und Technik

Mir gefällt diese Kombination aus künstlerischer und technischer Darstellung, und ich den­ke, dass sie bei der Zielgruppe ebenfalls gut ankam.

Kunst und Technik

Ob der Entwurf dafür mit einem MARS TECHNICO gemacht wurde?

Kunst und Technik

Vielen Dank an Andreas Praefcke für den Katalog!

  1. Im Katalog werden sie „Zeichenminenhalter” und „Zeichenstifte” genannt.
  2. Neben dieser im Jahr 1951 eingetragenen Wortmarke gab es von 1960 bis 2000 noch „MARS-PAN-TECHNICO”, genutzt für den Fallminenstift 787, der Minen mit Durchmessern von 2 bis 3,15 mm aufnehmen konnte und bis Mitte der 1980er Jahre erhältlich war. – Den Namen „Technico” finde ich gut, erinnert er doch an das griechische technikós (kunstvoll, kunstgemäß, sachverständig, fachmännisch).
  3. Zum Ursprung der Klemmzange siehe „Markenware”.
  4. Zunächst war die Hülse fest angebracht, doch später ließ sie sich abziehen, so dass die Minen auch in andere Minenhalter passten. – Das Zwingchen gab es bis 1991; hier ist es im Detail. Es wurde abgeschafft, weil es in der oberen Öffnung der Klemmung einiger anderer Fallminenstifte hängen blieb.

Pentel orenz

Donnerstag, 24. April 2014

Mit dem orenz1 hat Pentel Japan seit Mitte Januar2 wieder einen 0,2-mm-Druckbleistift im Sortiment.

Pentel orenz

0,2 Millimeter? Bricht da nicht die Mine beim geringsten Schreibdruck ab? Nein, denn im orenz wird die Mine durch ein Führungsröhrchen geschützt, das beim Schreiben nachgibt und in den Stift hineingleitet („lead support system”, wie es auf dem Schaft heißt und durch die Gestaltung des „o” im Produktnamen symbolisch dargestellt wird).

Pentel orenz

Mit einem STAEDTLER Mars Lumograph 100

Im Gegensatz zu anderen Druckbleistiften (und der Darstellung im obigen Bild) darf die Mi­ne des orenz während des Gebrauchs nicht aus dem Führungsröhrchen herausragen, son­dern muss bündig mit ihm abschließen. Ist die Mine heruntergeschrieben und das Röhrchen nahe an oder gar in der Spitze, schiebt ein einziger Druck auf das andere Ende des Stifts Mine und Röhrchen wieder heraus.

Pentel orenz

Die Illustrationen auf dem Beileger3 der Blisterverpackung verdeutlichen dies auch denen, die – so wie ich – kein Japanisch können (lediglich ノック 1回だけ, wörtlich „drücken einmal nur”, unten rechts, erschließt sich den Sprachunkundigen nicht)4. Der Vorteil der so vor Bruch geschützten Mine wird allerdings mit dem Nachteil erkauft, dass das Minenführungs­röhrchen beim Schreiben ständig auf dem Papier gleitet. Durch die Verrundung der Röhrchenkante ist die Reibung jedoch – wie ich finde – vertretbar, erst recht auf glattem Beschreibmaterial und bei leichtem Anpressdruck.

Pentel orenz

Der 145 mm lange und gut 10 g leichte orenz hat eine etwa 45 lange Griffzone, deren Durchmesser sich von 8,5 auf 7,5 mm verringert. Mir gefällt, dass die Eindrehungen in der Griffzone mit denen in der Spitze korrespondieren und die Spitze mal keine geraden, sondern geschwungene Konturen hat. Der Clip sitzt verdrehsicher und ist abnehmbar; einen Härtegradindikator gibt es nicht. Alle Teile sind sauber und passgenau verarbeitet. – Zusätzlich zum Radierer unter der Kappe war ein zweiter in einem kleinen Beutel mit einem Hinweis außen an der Verpackung angebracht. Dieser hat einen dünnen Draht zum Reini­gen der metallenen, dreiteiligen Zwinge und des Minenführungsröhrchen; die in Form eines vierblättrigen Kleeblatts verdrehte Stelle soll vermutlich die Handhabung erleichtern5.

Pentel orenz

Im Vergleich zum 1981 eingeführten und nicht mehr erhältlichen Pentel PG2-AD6 zeigen sich vor allem beim Minenführungsröhrchen deutliche Unterschiede7. Während es beim PG2-AD 4 mm herausschaut und nur 2 mm nachgibt, also nie ganz verschwindet, so geht das 3 mm lange des orenz vollständig in die Spitze zurück. Damit kann man mit dem orenz länger schreiben, ohne erneut drücken zu müssen; zudem macht es ihn hemdtaschen­freundlich. Beide Röhrchen haben einen Außendurchmesser von 6 mm, doch das des orenz hat stärker verrundete Kanten, die es leichter gleiten lassen.

Pentel orenz

PG2-AD und orenz mit ausgefahrenem …

Pentel orenz

… und eingefahrenem Minenführungsröhrchen

Der Pentel orenz ist in fünf Schaftfarben erhältlich, hat die Artikelnummer PP502 und kos­tet in Japan 500 Yen (gut 3,50 Euro).

Pentel orenz

Zusammen mit dem orenz hat Pentel auch passende Minen aus der Reihe Ain STEIN in den Härtegraden HB und B auf den Markt gebracht8. Ein Döschen mit zehn 60 mm langen Minen wird in Japan für 200 Yen (etwa 1,40 Euro) angeboten.

Pentel orenz

Der zurzeit einzigartige Pentel orenz ist ein verbesserter Nachfolger des PG2-AD und eine interessante Bereicherung der Druckbleistiftwelt. Er bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und einen hohen Gebrauchswert; ich hoffe, dass dieser Stift und die dazugehö­rigen Minen auch in das Sortiment von Pentel Deutschland aufgenommen werden.

Vielen Dank an isu von the uncomfortable chair für den Pentel orenz und die Minen!

  1. Ich wüsste ja zu gerne, wie man auf diesen Namen gekommen ist.
  2. Auch im Pentel-Blog wurde er vorgestellt.
  3. Weitere Erklärungen gibt es beim Pentel Customer Service.
  4. In der obersten Abbildung gibt es ein interessantes Detail. Während wir und viele andere Teile der westlichen Welt den Haken (✓) für „OK” oder „Ja” und das Kreuz (✗) für „Nicht OK” oder „Nein” verwenden, benutzt man in Japan den Kreis (◯) für „OK” und nicht nur (wie hier) das Kreuz (✗), sondern zuweilen auch den Haken (✓) für „Nicht OK”. Letzterer wäre auf Produk­ten, die exportiert werden, natürlich ungünstig.
  5. Auch dabei hilft der Pentel Customer Service.
  6. Vorgänger war der Pentel PS1042 aus dem Jahr 1973. – Die Schrift des Patents „Mechanical pencil for fine leads” (1971) zum gleitenden Minenführungsröhrchen gibt es bei Espacenet.
  7. Der PG2-AD hatte außerdem einen Härtegradindikator und einen abnehmbaren Clip.
  8. Wenn ich richtig informiert bin, gab es zu Zeiten des PG2-AD nur HB-Minen.

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