Archiv der Kategorie „Bleistifte”

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LYRA Schreinerstift

Sonntag, 9. November 2008

LYRA Schreinerstift

Zu den zahlreichen Spezial-Produkten für „Industrielles Markieren und Signieren” des traditionsreichen Herstellers LYRA gehört neben dem Garden Pen auch ein Stift für das holzverarbeitende Gewerbe, und zwar der „Schreinerstift No. 91T”.

LYRA Schreinerstift

Auch er mutet mit seiner sehr einfachen Gestaltung wie ein Relikt aus alten Tagen an, fehlen doch der Strichcode und andere heute übliche Kennzeichnungen. Der rote, nicht ganz perfekte Lack und die für den schwarzen Prägedruck gewählte Schriftart verstärken diesen Eindruck.

LYRA Schreinerstift

Der 17,5 cm lange Schreinerstift aus Zedernholz mit einem Durchmesser von knapp 8 mm hat eine etwa 2,5 mm dicke Mine der Stärke 2H, wodurch er sich für den angestrebten Einsatzzweck sehr gut eignen dürfte. Mit seiner runden Form rollt er zwar leichter von der Werkbank, aber vielleicht trägt er sich dafür hinterm Ohr umso angenehmer.

LYRA Schreinerstift

Holz und Mine sind von hoher Qualität und lassen sich sehr gut spitzen, sowohl im Tisch­spitzer Carl Decade DE-100 (oben) als auch mit dem M+R 0600 (unten).

LYRA Schreinerstift

Auf mich wirkt der Schreinerstift wie ein kleines, schönes Stück Vergangenheit.

Sonntagsausflug

Montag, 3. November 2008

Was macht man nicht alles, wenn man von Bleistften besessen begeistert ist! Man fährt zum Beispiel in den tiefsten Odenwald, um sich ein Holzwerk anzuschauen – und das an einem Sonntag, an dem auch dort die Arbeit ruht. Doch das Sägewerk Monnheimer in Grasellenbach ist ein ganz besonderes, das anzuschauen sich auch dann lohnt, wenn die Maschinen stillstehen.

Sonntagsausflug

Ein prächtiger Herbsttag, leicht diesig, aber mit ausreichend Sonne und wundervollen Farben

Sonntagsausflug

Der überdimensionale Bleistift im klassischen Noris-Design an der Einfahrt zeigt, wo es langgeht

Sonntagsausflug

Sonntagsausflug

Sonntagsausflug

Sonntagsausflug

Die Weymouth-Kiefer, beliebt als Baumaterial und für Gestecke, aber auch für Bleistifte

Sonntagsausflug

Sonntagsausflug

Silos für die Pellets-Produktion

Sonntagsausflug

Wiedersehen? Und ob!

Wer sich ebenfalls auf den Weg dorthin machen will, bekommt hier eine kmz-Datei für Google Earth.

Gegensätze in Graphit

Montag, 27. Oktober 2008

Zwei nicht alltägliche Bleistifte und ein Kontrast, wie er größer wohl kaum sein könnte: Der Druckbleistift Pentel PG2-AD und der holzgefasste Bleistift Mitsubishi 10B.

Gegensätze in Graphit

Während der Pentel mit Minen arbeitet, die mit 0,2 mm noch nicht einmal doppelt so dick sind wie ein menschliches Haar, verfügt der Mitusbishi über einen vier Millimeter starken Graphitkern der Härte 10B. Das sanfte Gleiten dieser außergewöhnlich weichen Mine auf dem Papier sorgte sicher auch für den Namen dieses ausgefallenen Bleistifts: ふでえんぴつ, „fude-enpitsu”, was sich mit „Schreibpinsel-Bleistift” übersetzen lässt und an den ebenso weichen Pinselstrich erinnert.

Gegensätze in Graphit

Beide Schreibgeräte sind auf ihre Art etwas ganz Besonderes und zeigen einmal mehr den vielseitigen Einsatz jenes Materials, das man zuerst um 1564 in einer Grube bei Borrowdale in der englischen Grafschaft Cumberland entdeckt hat.

Vielen Dank an isu von the uncomfortable chair für den hervorragenden Mitsubishi 10B!

Nachtrag vom 23.3.18: Der erste 0,2-mm-Druckbleistift war der Pentel PS1042 von 1973; ihm folgten 1981 der Pentel PG2-AD und 2014 der Pentel orenz (Quelle: Pentel).

Demnächst in diesem Theater

Montag, 13. Oktober 2008

Ein veredelter Klassiker

Ein veredelter Klassiker

Die Pentatonik des Spitzens

Die Pentatonik des Spitzens

Verlängerung de Luxe

Verlängerung de Luxe

Spitzerzeichen

Sonntag, 12. Oktober 2008

Allen bleischreibenden Leseratten, die nicht nur den Gebrauchswert, sondern auch die Äs­thetik ihrer bevorzugten Schreibgeräte und deren Drumherum schätzen, dient der japa­nische Versender Bundoki das passende Lesezeichen an.

Spitzerzeichen

Zu der aufwändigen Verpackung gehören außerdem eine schützende Folie und ein Pappschuber.

Am Ende des 123 mm langen, 6 mm breiten und mit einer Dicke von 0,5 mm buch­freundlichen Edelstahlstreifens sitzt ein 15 mm breiter Spitzer, dessen kleine Klinge tat­sächlich geschliffen und verschraubt ist. (Zum Gebrauch eignet er sich jedoch nur bedingt, wie ein kurzer Test an der 3,1-mm-Mine des STABILO 's move easy ergo gezeigt hat, aber diesen Anspruch erhebt das Schmuckstück ja auch nicht.)

Spitzerzeichen

Zum Größenvergleich: Der Langkonus-Spitzer KUM 400

Das sehr sauber verarbeitete, aufwändig verpackte und – wie ich finde – geschmackvolle Stück, das noch in sechs weiteren Varianten erhältlich ist, kostet 1050 Yen (knapp 8 Euro).

Bleistiftgesicht

Freitag, 3. Oktober 2008

Pencil Face

Surreal und gespenstisch: „Pencil Face”, ein Kurzfilm des SCADshorts-Projekts am Savanna College of Art and Design. – Eine hochaufgelöste Variante gibt es hier.

Eberhard Faber Tricki Dicki

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Eberhard Faber Tricki Dicki von Dario (6)

Genau an der Stelle in New York, wo heute das UNO-Gebäude steht, begann Eberhard Faber mit seiner Bleistiftproduktion. 147 Jahre später und gut 35 Millionen Bleistiftlängen entfernt macht ein sechsjähriger Junge mit Hilfe des Tricki Dicki dieses Herstellers seine ersten Erfahrungen mit der elementaren Kulturtechnik des Schreibens. Mit noch etwas ungelenken Bewegungen lässt seine kleine Hand die weiche, vier Millimeter dicke Mine des dreiflächigen Stifts über die linierten Seiten des Schreiblernhefts gleiten und dabei die ersten Buchstaben entstehen, doch schon bald wird auch er zu den Schreibgeräten der „Großen” und zur Tastatur greifen. Ob er sich dann noch an diesen Anfang erinnert?

LYRA Gärtnerstift

Samstag, 27. September 2008

Auch wenn ich mit der Tätigkeit des Gärtnerns nichts am Strohhut (und noch nicht einmal letzteren) habe, so hat es mir doch der „Garden Pen” aus dem traditionsreichen Hause LYRA mit seiner schlichten und für mich ansprechenden Gestaltung sehr angetan.

LYRA Gärtnerstift (Garden Pen 1695)

Der runde, grün lackierte Gärtnerstift mit der Nummer 1695 und Bleistift-Standardmaßen, aber einer 3,7 mm dicken Mine trägt neben dem Namen des Herstellers und dessen Markenzeichen (die Lyra) den Schriftzug „GERMANY”; ein Strichcode ist nicht aufgedruckt. Laut Eisenwarenkatalog des Herstellers ist der Schreiber, der unter der Artikelnummer 1950104 in der Rubrik „Spezialstifte” geführt wird, für die „wetterfeste Markierung auf glatten und porösen Flächen im Gartenbereich” geeignet.

LYRA Garden Pen 1695 mit Radierer STAEDTLER Mars Plastic Soft und Notizblock Rhodia No. 11

LYRA Garden Pen 1695 mit Radierer STAEDTLER Mars Plastic Soft und Notizblock Rhodia No. 11

Mein erster Eindruck war der eines normalen Bleistifts etwa der Härte 2B, wobei jedoch der Gärtnerstift etwas wachsiger wirkt als z. B. der STAEDTLER Mars Lumograph 2B. Er lässt sich gut radieren, was mich an der Wetterfestigkeit zweifeln lässt und für mich eine dem Kopierstift ähnliche Zusammensetzung ausschließt. Wie schon beim Wirtestift von Herlitz konnte ich auch für den LYRA Garden Pen keine glatte Oberfläche finden, auf der er haftet; auf rauhen jedoch schreibt er einwandfrei.

Lexikaliker-Blumentopf, beschriftet mit dem LYRA Garden Pen 1695

Ein schneller Test zeigte, dass die auf einem Blumentopf angebrachte Beschriftung mit dem Gärtnerstift zwar einer kräftigen Dusche mit der Gießkanne standhält, nicht aber ei­nem anschließend leicht reibenden Zeigefinger.

Beschriftung mit dem LYRA Garden Pen 1695

Auch wenn er – wie alle Bleistifte – gegenüber wasserfesten Filzstiften den Vorteil der Lichtbeständigkeit hat, so kann ich nichts erkennen, was ihn für den Einsatz im Grünen prädestiniert, sondern sehe eher einen Nachteil: Verlegt man ihn, so ist er aufgrund seiner grünen Lackierung gut getarnt und damit schwerer zu finden.

Die Qualität von Holz und Mine ist gut, doch die des Lacks enttäuscht mich etwas. Alle meine Gärtnerstifte haben Risse im Lack, wofür aber auch eine fehlerhafte Lagerung die­ser Exemplare verantwortlich sein könnte (ähnliche Schäden sind mir bereits beim ansonsten hervorragenden Super FERBY DUO vom gleichen Hersteller aufgefallen).

LYRA Gärtnerstift (Garden Pen 1695)

Trotz der Nachteile gefällt mir der LYRA Garden Pen sehr, denn sein einfaches, durch den Prägedruck und die verwendeten Schriften etwas altmodisch wirkendes Äußeres machen ihn zu einem nicht alltäglichen Bleistift, der sich auch außerhalb des Gartens gut verwen­den lässt.

Anm.: Der italienische Schreibwaren-Hersteller FILA hat kürzlich LYRA übernommmen.


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