STAEDTLER 763

Zu den neuen und auf der Paper­world vor­ge­stell­ten Arti­keln des tra­di­ti­ons­rei­chen Herstel­lers STAEDTLER gehö­ren die güns­ti­gen Druck­blei­stifte der Reihe 763, die das Pro­gramm nach unten abrun­den. Neben dem in drei Far­ben erhält­li­chen gra­phite 763 umfasst die Reihe den Noris 763 sowie den tra­di­tion 763, deren Design sich an die bekann­ten holz­gefassten Blei­stifte Noris 120 und tra­di­tion 110 anlehnt.

STAEDTLER 763

STAEDTLER Noris 763 und tra­di­tion 763 mit ihren holz­ge­fass­ten Pen­dants Noris 120 und tra­di­tion 110 (Bil­der zum Ver­grö­ßern anklicken)

Die ergonomisch-​dreiflächigen, aus Kunst­stoff gefer­tig­ten Stifte sind 14,5 cm lang, haben einen Durch­mes­ser von 9 mm und wie­gen gut 6 g. Ihr hemd­ta­schen­freund­li­cher, nicht abnehm­ba­rer Clip sitzt an der End­kappe, die sowohl den Minen­be­häl­ter ver­schließt als auch den 11 mm lan­gen und knapp 7 mm dicken Radie­rer beher­bergt. Letz­te­rer ist sehr gut, steckt jedoch recht tief, was seine Aus­nut­zung lei­der stark beschränkt, und ist zudem unge­schützt; beim Gebrauch des Stif­tes dürfte er daher ver­schmut­zen. – Ein Ersatz­ra­die­rer wird nicht ange­bo­ten, was bei dem nied­ri­gen Preis von 0,75 Euro pro Stift sicher nicht überrascht.

STAEDTLER 763

Die Ver­ar­bei­tung der laut Kenn­zeich­nung auf dem Clip in Korea her­ge­stell­ten Schrei­ber ist gut. Die Kom­po­nen­ten sit­zen ordent­lich inein­an­der, die Minen­füh­rung hält die Mine spiel­frei und der Auf­druck wurde sau­ber auf­ge­bracht. Ein ver­se­hent­li­ches Lösen der End­kappe beim Gebrauch des Clips ist dank des guten Halts eher unwahrscheinlich.

STAEDTLER 763

Die Minen­füh­rung, eben­falls aus Kunst­stoff, ist taschen­freund­lich ver­senk­bar und glei­tet beim Schrei­ben zurück. Das zehn­fa­che Drü­cken trans­por­tiert die unge­fe­derte Mine um 8,5 mm. – Alle Modelle sind in den Strich­stär­ken 0,5 und 0,7 mm ver­füg­bar, mit zwei Minen des Här­te­grads B bestückt und nicht nur ange­sichts des gerin­gen Prei­ses ein loh­nen­der Kauf für alle, die an einem güns­ti­gen Druck­blei­stift inter­es­siert sind.

STAEDTLER 763

STAEDTLER Noris 763 und MARS TRI 773

Am Rande: Bereits vor eini­gen Jah­ren gab es mit dem STAEDTLER MARS TRI 773 einen nied­rig­prei­si­gen Druck­blei­stift im klas­si­schen Noris-​Design. Bei die­sem sehr ähn­li­chen, in Japan her­ge­stell­ten Modell waren aller­dings die schwar­zen Flä­chen rutsch­fest aus­ge­führt und der Radie­rer mit einer Kappe ver­se­hen. – Ein wei­te­rer Druck­blei­stift im schwarz-​gelben Gewand ist der STAEDTLER gra­phite 771.

Stille Beobachter (24)

Pfeife Fox 40 Micro

Unser stil­ler Beob­ach­ter von heute ist ein pfif­fi­ges Kerl­chen, denn per­fekt als Pfeife getarnt und gerade mal 54 mm kurz fin­det er Platz selbst in der kleins­ten Tasche und mit die­ser immer dort­hin, wo es etwas zu sehen gibt. Doch die Mas­ke­rade hat einen hohen, nein, lau­ten Preis: Hin und wie­der gellt es ihm mit bis zum 115 dB in den nicht vor­han­de­nen Ohren, was seine Stim­mung sicht­bar und offen­bar auch anhal­tend drückt.

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Granate

Hier oft zu sehen, noch öfter im Ein­satz und nicht nur als Design-​Klassiker heute mal auf dem roten Tep­pich: Der als die „Gra­nate“ bekannte Hand­spit­zer des frän­ki­schen Her­stel­lers Möbius+Ruppert.

Granate

Gefer­tigt aus mas­si­vem Mes­sing, knapp 23 g schwer, 25 mm lang und 15 mm dick bringt die­ser hoch­wer­tige Hand­spit­zer Blei­stifte mit einem Durch­mes­ser von bis zu 8 mm sau­ber und zuver­läs­sig in Form, wobei das gut 0,5 mm starke und fast 24 mm lange Mes­ser aus gehär­te­tem Stahl nur soviel Mate­rial abträgt wie nötig; das gerän­delte Äußere bie­tet dabei eine sichere Handhabung.

Granate

Zur Geschichte der „Gra­nate“ infor­miert die „Kleine Anspitzer-​Fibel“ von Leon­hard Ding­werth: Bereits am 14. April 1847 erhielt der Fran­zose de Thierry sein Patent auf die­sen Spit­zer, der seit­dem nahezu unver­än­dert pro­du­ziert wird. Neben der Vari­ante für Blei­stifte gab es noch eine mit grö­ße­rer Stift­auf­nahme für dickere Farb­stifte sowie eine Aus­füh­rung mit Holz­griff, der das Ver­schmut­zen der Fin­ger ver­hin­dern sollte.

Die­ser anspre­chende, qua­li­täts­volle und sehr nütz­li­che Gebrauchs­ge­gen­stand kommt unter der Artikel-​Nummer 604 in den Han­del und für gut 2 Euro auf den Schreibtisch.

Anm.: Dies ist der 250. Bei­trag in die­sem Weblog.

Nach­trag vom 10.10.11: Die neuen Mes­ser der „Gra­nate“ sind hier zu sehen.

Nach­trag vom 23.3.15: Die „Gra­nate“ stammt nicht von Con­stant de Thierry des Estivaux; Details zu sei­ner Erfin­dung gibt es hier.

The „Dragon“ Pencil

Ein his­to­ri­scher und unge­wöhn­li­cher Blei­stift: „The ‚Dra­gon’ Pen­cil“ aus dem Hause der Key Pen­cil Co. Bavaria.

The „Dragon” Pencil

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Der in einem war­men, sehr dunk­len und glän­zen­den Rot lackierte, hexa­go­nale Blei­stift hat mit 17,5 cm Länge und 8 mm Durch­mes­ser Stan­dard­maße; seine Mine ist jedoch mit 2,7 mm recht dick. Neben der Num­mer 4481 zeigt der sil­ber­far­bene Prä­ge­druck einen klei­nen Dra­chen, die Bezeich­nung des Blei­stifts, den Her­stel­ler Key Pen­cil Co. Bava­ria sowie den Här­te­grad BB (wohl 2B).

The „Dragon” Pencil

The „Dragon” Pencil

Doch um wen han­delt es sich bei der Key Pen­cil Co. Bava­ria? Diese ver­mut­lich 90 bis 100 Jahre alte Rekla­me­marke ver­rät es:

The „Dragon” Pencil

Die Key Pen­cil Co. war die 1821 gegrün­dete Schlüssel-​Bleistift-​Fabrik von J.J. Reh­bach in Regens­burg, die sich – und da kann ich nur mut­ma­ßen – für den Auf­tritt auf aus­län­di­schen Märk­ten einen wei­te­ren Namen, näm­lich die eng­li­sche Über­set­zung ihres ursprüng­li­chen zuge­legt hat. Die auf­wän­dige und in mei­nen Augen sehr ästhe­ti­sche Rekla­me­marke bie­tet neben deutsch­spra­chi­gen Details und dem eng­li­schen Namen zudem Infor­ma­tio­nen in Fran­zö­sisch, dar­un­ter auch „Ratis­bone“, die in Frank­reich auch heute noch übli­che und an das kel­ti­sche „Ratis­bona“ ange­lehnte Bezeich­nung der Stadt. Ebenso ver­tre­ten sind die bei­den gekreuz­ten Schlüs­sel, die nicht nur das Sinn­bild der Firma J.J. Reh­bach dar­stell­ten, son­dern auch im Regens­bur­ger Wap­pen zu fin­den sind.

The „Dragon” Pencil

Warum der Name die­ses Blei­stifts so her­vor­ge­ho­ben wurde, ist mir ein Rät­sel. Hatte er einen beson­de­ren Sta­tus? War er als Marke bereits ein­ge­führt und genoss einen guten Ruf? Die Gestal­tung lässt jedoch ver­mu­ten, dass ihm spe­zi­elle Beach­tung zuteil wurde.

The „Dragon” Pencil

Mine, Holz und Ver­ar­bei­tung des „Dra­gon“ sind von hoher Qua­li­tät. Die wei­che Mine hat eine her­vor­ra­gende Abgabe und sitzt fest im dunk­len Holz (Zeder?). Der Lack und der Prä­ge­druck mit geschmack­vol­ler Typo­gra­fie wur­den sorg­fäl­tig auf­ge­bracht und sind gut erhal­ten. Ein hoch­wer­ti­ger Hand­spit­zer wie z. B. der M+R 604 (im Bild) schnei­det Holz und Mine sau­ber, und auch im Tisch­spit­zer Carl Decade DE-​100 macht der Blei­stift eine gute Figur.

The „Dragon” Pencil

Mit sei­ner Gestal­tung und sei­ner Qua­li­tät ist der „Dragon“-Bleistift, der wahr­schein­lich für den Export gefer­tigt wurde, für mich eine kleine Kostbarkeit.

The „Dragon” Pencil

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