Indien – Frankfurt
Zu sehen im Feldbahn-Museum Frankfurt/Main: Eine alte Feldbahn-Lok aus Indien, die ihrer Restaurierung harrt (HDR-Aufnahmen; zum Vergrößern anklicken).
Zu sehen im Feldbahn-Museum Frankfurt/Main: Eine alte Feldbahn-Lok aus Indien, die ihrer Restaurierung harrt (HDR-Aufnahmen; zum Vergrößern anklicken).
Zu den neuen und auf der Paperworld vorgestellten Artikeln des traditionsreichen Herstellers STAEDTLER gehören die günstigen Druckbleistifte der Reihe 763, die das Programm nach unten abrunden. Neben dem in drei Farben erhältlichen graphite 763 umfasst die Reihe den Noris 763 sowie den tradition 763, deren Design sich an die bekannten holzgefassten Bleistifte Noris 120 und tradition 110 anlehnt.
STAEDTLER Noris 763 und tradition 763 mit ihren holzgefassten Pendants Noris 120 und tradition 110 (Bilder zum Vergrößern anklicken)
Die ergonomisch-dreiflächigen, aus Kunststoff gefertigten Stifte sind 14,5 cm lang, haben einen Durchmesser von 9 mm und wiegen gut 6 g. Ihr hemdtaschenfreundlicher, nicht abnehmbarer Clip sitzt an der Endkappe, die sowohl den Minenbehälter verschließt als auch den 11 mm langen und knapp 7 mm dicken Radierer beherbergt. Letzterer ist sehr gut, steckt jedoch recht tief, was seine Ausnutzung leider stark beschränkt, und ist zudem ungeschützt; beim Gebrauch des Stiftes dürfte er daher verschmutzen. – Ein Ersatzradierer wird nicht angeboten, was bei dem niedrigen Preis von 0,75 Euro pro Stift sicher nicht überrascht.
Die Verarbeitung der laut Kennzeichnung auf dem Clip in Korea hergestellten Schreiber ist gut. Die Komponenten sitzen ordentlich ineinander, die Minenführung hält die Mine spielfrei und der Aufdruck wurde sauber aufgebracht. Ein versehentliches Lösen der Endkappe beim Gebrauch des Clips ist dank des guten Halts eher unwahrscheinlich.
Die Minenführung, ebenfalls aus Kunststoff, ist taschenfreundlich versenkbar und gleitet beim Schreiben zurück. Das zehnfache Drücken transportiert die ungefederte Mine um 8,5 mm. – Alle Modelle sind in den Strichstärken 0,5 und 0,7 mm verfügbar, mit zwei Minen des Härtegrads B bestückt und nicht nur angesichts des geringen Preises ein lohnender Kauf für alle, die an einem günstigen Druckbleistift interessiert sind.
STAEDTLER Noris 763 und MARS TRI 773
Am Rande: Bereits vor einigen Jahren gab es mit dem STAEDTLER MARS TRI 773 einen niedrigpreisigen Druckbleistift im klassischen Noris-Design. Bei diesem sehr ähnlichen, in Japan hergestellten Modell waren allerdings die schwarzen Flächen rutschfest ausgeführt und der Radierer mit einer Kappe versehen. – Ein weiterer Druckbleistift im schwarz-gelben Gewand ist der STAEDTLER graphite 771.
Unser stiller Beobachter von heute ist ein pfiffiges Kerlchen, denn perfekt als Pfeife getarnt und gerade mal 54 mm kurz findet er Platz selbst in der kleinsten Tasche und mit dieser immer dorthin, wo es etwas zu sehen gibt. Doch die Maskerade hat einen hohen, nein, lauten Preis: Hin und wieder gellt es ihm mit bis zum 115 dB in den nicht vorhandenen Ohren, was seine Stimmung sichtbar und offenbar auch anhaltend drückt.
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Hier oft zu sehen, noch öfter im Einsatz und nicht nur als Design-Klassiker heute mal auf dem roten Teppich: Der als die „Granate“ bekannte Handspitzer des fränkischen Herstellers Möbius+Ruppert.
Gefertigt aus massivem Messing, knapp 23 g schwer, 25 mm lang und 15 mm dick bringt dieser hochwertige Handspitzer Bleistifte mit einem Durchmesser von bis zu 8 mm sauber und zuverlässig in Form, wobei das gut 0,5 mm starke und fast 24 mm lange Messer aus gehärtetem Stahl nur soviel Material abträgt wie nötig; das gerändelte Äußere bietet dabei eine sichere Handhabung.
Zur Geschichte der „Granate“ informiert die „Kleine Anspitzer-Fibel“ von Leonhard Dingwerth: Bereits am 14. April 1847 erhielt der Franzose de Thierry sein Patent auf diesen Spitzer, der seitdem nahezu unverändert produziert wird. Neben der Variante für Bleistifte gab es noch eine mit größerer Stiftaufnahme für dickere Farbstifte sowie eine Ausführung mit Holzgriff, der das Verschmutzen der Finger verhindern sollte.
Dieser ansprechende, qualitätsvolle und sehr nützliche Gebrauchsgegenstand kommt unter der Artikel-Nummer 604 in den Handel und für gut 2 Euro auf den Schreibtisch.
Anm.: Dies ist der 250. Beitrag in diesem Weblog.
Nachtrag vom 10.10.11: Die neuen Messer der „Granate“ sind hier zu sehen.
Nachtrag vom 23.3.15: Die „Granate“ stammt nicht von Constant de Thierry des Estivaux; Details zu seiner Erfindung gibt es hier.
Ein historischer und ungewöhnlicher Bleistift: „The ‚Dragon’ Pencil“ aus dem Hause der Key Pencil Co. Bavaria.
(Bilder zum Vergrößern anklicken)
Der in einem warmen, sehr dunklen und glänzenden Rot lackierte, hexagonale Bleistift hat mit 17,5 cm Länge und 8 mm Durchmesser Standardmaße; seine Mine ist jedoch mit 2,7 mm recht dick. Neben der Nummer 4481 zeigt der silberfarbene Prägedruck einen kleinen Drachen, die Bezeichnung des Bleistifts, den Hersteller Key Pencil Co. Bavaria sowie den Härtegrad BB (wohl 2B).
Doch um wen handelt es sich bei der Key Pencil Co. Bavaria? Diese vermutlich 90 bis 100 Jahre alte Reklamemarke verrät es:
Die Key Pencil Co. war die 1821 gegründete Schlüssel-Bleistift-Fabrik von J.J. Rehbach in Regensburg, die sich – und da kann ich nur mutmaßen – für den Auftritt auf ausländischen Märkten einen weiteren Namen, nämlich die englische Übersetzung ihres ursprünglichen zugelegt hat. Die aufwändige und in meinen Augen sehr ästhetische Reklamemarke bietet neben deutschsprachigen Details und dem englischen Namen zudem Informationen in Französisch, darunter auch „Ratisbone“, die in Frankreich auch heute noch übliche und an das keltische „Ratisbona“ angelehnte Bezeichnung der Stadt. Ebenso vertreten sind die beiden gekreuzten Schlüssel, die nicht nur das Sinnbild der Firma J.J. Rehbach darstellten, sondern auch im Regensburger Wappen zu finden sind.
Warum der Name dieses Bleistifts so hervorgehoben wurde, ist mir ein Rätsel. Hatte er einen besonderen Status? War er als Marke bereits eingeführt und genoss einen guten Ruf? Die Gestaltung lässt jedoch vermuten, dass ihm spezielle Beachtung zuteil wurde.
Mine, Holz und Verarbeitung des „Dragon“ sind von hoher Qualität. Die weiche Mine hat eine hervorragende Abgabe und sitzt fest im dunklen Holz (Zeder?). Der Lack und der Prägedruck mit geschmackvoller Typografie wurden sorgfältig aufgebracht und sind gut erhalten. Ein hochwertiger Handspitzer wie z. B. der M+R 604 (im Bild) schneidet Holz und Mine sauber, und auch im Tischspitzer Carl Decade DE-100 macht der Bleistift eine gute Figur.
Mit seiner Gestaltung und seiner Qualität ist der „Dragon“-Bleistift, der wahrscheinlich für den Export gefertigt wurde, für mich eine kleine Kostbarkeit.
Auf die billige Tour, immer zu zweit und aus Schweden kommt dieser stille Beobachter, der sich als unauffällige CD-Aufbewahrung ausgibt und bei Gefahr, erkannt zu werden, schnell die Tarnkappe über die Augen zieht. Aber euch Pappenheimer kenn‘ ich!
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… hatte der Sammler Dieter Hahn aus Ludwigsburg, als ihm die Stuttgarter Zeitung im Juli vergangenen Jahres diesen sehr netten Artikel widmete, und inzwischen dürften wohl noch einige der nützlichen Geräte hinzu gekommen sein.
Danke an Pencil Anna für den Hinweis auf diesen Bericht!
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