Druckbleistifte

Kurz notiert

  • Dem Bei­trag „New Releases from Mitsu­bi­shi Pen­cil (Uni, Lamy) in March 2026“ auf Red­dit zufolge soll es von Mitsubishi/​uni im Mai einige neue und sehr inter­es­sante Pro­dukte geben. Dazu gehö­ren ein LAMY-​Druckbleistift mit Kuru-​Toga-​Mechanismus, ein 3-​Farben-​Stift im Stil des one P und natür­lich limi­tierte Farb­va­ri­an­ten belieb­ter Schreib­ge­räte, dar­un­ter den Kuru Toga Metal in Orange und den Zento Signa­ture in Messing/​Sand, die mich beide ansprechen.
  • Tom­bow hat den Kata­log 2026/​2027 ver­öf­fent­licht. Über das Hamburger-​Menü kön­nen ein­zelne Sei­ten und der kom­plette Kata­log als PDF her­un­ter­ge­la­den werden.
  • Auch von Zebra gibt es den neuen Kata­log 2026-​2027; ein Down­load als PDF ist nur von Einzel- oder Dop­pel­sei­ten mög­lich. Die Neu­hei­ten sind im Novelty Cata­lo­gue (PDF) zusammengefasst.
  • Die Schreib- und Zei­chen­ge­rä­te­fa­brik Phil­ipp Mutsch­ler, 1928 in Hei­del­berg gegrün­det und bis 2015 aktiv, hat u. a. für STAEDTLER pro­du­ziert und ist heute weit­ge­hend ver­ges­sen. Ich habe sie im Knockology-​Forum ange­spro­chen, wor­auf es einige inter­es­sante Ant­wor­ten gab.
  • Der popu­läre Druck­blei­stift Pen­tel Kerry ist seit kur­zem in der limi­tier­ten und exklu­siv für Kitera her­ge­stell­ten Vari­ante „Retro Green“ erhält­lich. Die Farbe, der halb­trans­pa­rente Kunst­stoff und das alte Logo machen ihn in mei­nen Augen sehr attrak­tiv. – Quelle: Red­dit.
  • Mit dem Intaglio gibt es einen neuen Druck­blei­stift von Sakura. Er hat einen Schaft aus Alu­mi­nium und wird in vier Far­ben, aber nur für 0,5-mm-Minen ange­bo­ten und kos­tet 2700 Yen (knapp 15 Euro).
  • 2014 hat Pen­tel den Druck­blei­stift orenz her­aus­ge­bracht. Er nutzt 0,2-mm-Minen und ist der Nach­fol­ger des PG2, der 1981 auf den Markt kam und um 2007 aus dem Sor­ti­ment genom­men wurde. Dem ers­ten orenz folg­ten etli­che Vari­an­ten, auch in 0,3 und 0,5 mm, und 2017 stellte Pen­tel den orenz­nero mit auto­ma­ti­schem Minen­vor­schub vor. Von die­sem gibt es ab 23. Januar drei Sets mit farb­lich abge­stimm­tem Radie­rer und Minen­be­häl­ter in Schwarz sowie in den limi­tier­ten Far­ben „green black“ und „car­bon black“1. Diese Sets sind für die Minen­durch­mes­ser 0,3 und 0,5 mm erhält­lich und kos­ten 7200 Yen (gut 39 Euro). – Zum orenz­nero siehe auch die sehr lesens­wer­ten Bei­träge „Pen­tel orenz­nero Review“ und „Homage to the Pen­tel orenz­nero“.

Nach­trag:

  1. Wer meint, dass auf­grund des Namens­zu­sat­zes „nero“ die Aus­wahl zukünf­ti­ger limi­tier­ter Far­ben ein­ge­schränkt ist, irrt – da gäbe es z. B. „true black“, „real black“, „dark black“, „mid­night black“, „soft black“, „medium black“, „warm black“ und „clas­sic black“.

Pentel GRAPH

Im Jahr 1965, also vor 60 Jah­ren, hat das japa­ni­sche Unter­neh­men Pen­tel den Druck­blei­stift GRAPH vor­ge­stellt. Er war nicht der erste Stift mit dem Minen­durch­mes­ser 0,5 mm – das war der Pen­tel 380 drei Jahre zuvor1 –, doch seine Gestal­tung sollte Vor­bild für zahl­rei­che andere Druck­blei­stifte nicht nur von Pen­tel2 wer­den und bis heute weiterleben.

Pentel GRAPH

In der Ori­gi­nal­ver­pa­ckung mit trans­pa­ren­tem Deckel …

Der GRAPH war in schwarz, rot und grün sowie in drei Gene­ra­tio­nen3 erhält­lich. Mit 4-​mm-​Minenführungsröhrchen, abnehm­ba­rem Clip und Behäl­ter für zwölf Minen4 hatte er bereits die Merk­male, die auch viele aktu­elle Druck­blei­stifte kennzeichnen.

Pentel GRAPH

… und ohne

Die hier sepa­rat mit­ge­lie­ferte Rei­ni­gungs­na­del (das kleine Falt­blatt infor­miert über ihre Ver­wen­dung) wan­derte spä­ter unter den Drü­cker und wurde vor eini­gen Jah­ren von fast allen Her­stel­lern aus Sicher­heits­grün­den weg­ge­las­sen. – Mei­nes Wis­sens war der GRAPH der erste Druck­blei­stift von Pen­tel mit ver­schraub­tem Drücker.

Pentel GRAPH

Rück­seite mit Hin­wei­sen zum Gebrauch

Ein Jahr nach der Markt­ein­füh­rung in Japan gab es den GRAPH auch in Deutsch­land, wie diese Anzeige5 aus dem Jahr 1966 zeigt6.

Pentel GRAPH

Dem GRAPH folgte der 1971 der GRAPH II, der als wesent­li­che Neue­rung einen Här­te­grad­in­di­ka­tor7 hatte und schon 1972 vom PG5 abge­löst wurde. Letz­te­rer sah sei­nem Vor­gän­ger sehr ähn­lich, war aber deut­lich anders auf­ge­baut8.

Pentel GRAPH

Der leicht bau­chige Kunst­stoff­schaft des GRAPH ist in der Mitte sechs­flä­chig und läuft an bei­den Enden rund zu. Auf einer Flä­che trägt er den Reli­ef­druck „PENTEL GRAPH PENCIL MADE IN JAPAN 5“, wobei „5“ eine Prä­ge­marke ist. Die Ein­heit aus Mecha­nik und Minen­be­häl­ter hat unter­halb der Zwinge ein Gewinde, mit dem sie jeweils zur Hälfte in die Spitze und in den Schaft geschraubt wird9. Der Drü­cker steckt im Minen­be­häl­ter und wird durch das in den Schaft geschraubte koni­sche End­stück, eben­falls aus Kunst­stoff, gehal­ten. Im Gegen­satz zu den Stif­ten, bei dem nur die Kappe abge­zo­gen und viel­leicht noch der Radie­rer ent­nom­men wer­den muss, macht diese Kon­struk­tion das Nach­fül­len von Minen zwar umständ­li­cher, ver­hin­dert aber, dass etwas klap­pert oder ver­lo­ren geht. – Der Clip hält nur durch Kraft­schluss, so dass keine unschöne Aus­spa­rung zu sehen ist, wenn man ihn weglässt.

Der cha­rak­te­ris­ti­sche „GRAPH“-Schriftzug10 fin­det sich heute noch auf dem Schaft des PG5 und das Kür­zel „PG“ (für „Pen­tel Graph“) in den Arti­kel­num­mern sowie „Graph“ in den Namen etli­cher Druck­blei­stifte von Pentel.

Pentel GRAPH

Anläss­lich des 60-​jährigen Jubi­lä­ums des GRAPH hat Pen­tel bereits im Okto­ber schwarze limi­tierte Vari­an­ten der Druck­blei­stifte Graph­Gear 500, Graph­Gear 1000 und GRAPH 1000 FOR PRO her­aus­ge­bracht, die es sowohl ein­zeln als auch im Set mit einem Bei­le­ger gibt. Diese drei Modelle sind zwei­fel­los sehr beliebt, haben aber bis auf den Namens­zu­satz nichts mit dem GRAPH zu tun. Eine Neu­auf­lage des GRAPH wäre natür­lich schön, aber ver­mut­lich zu auf­wän­dig gewe­sen, aber warum hat man nicht den PG5 in einer beson­de­ren Ver­sion ange­bo­ten?11

Doch ob Neu­auf­lage, Jubi­lä­ums­box oder sonst etwas: Der ori­gi­nale Pen­tel GRAPH ist und bleibt einer der Klas­si­ker unter den Druckbleistiften.

  1. Pen­tel bot die 1960 ein­ge­führte Fein­mine zunächst in 0,9 mm und dazu die Druck­blei­stif­tel Pen­tel 100 sowie spä­ter Pen­tel 101 an. 1962 folg­ten 0,5 mm mit dem Pen­tel 380 und 0,7 mm mit dem Pen­tel 271; 1968 stellte Pen­tel die 0,3-mm-Mine mit dem Pen­tel Mecha­nica vor und 1976 die 0,4-mm-Mine mit dem Pen­tel PG4. – Die 0,2-mm-Mine und der erste Druck­blei­stift für die­sen Durch­mes­ser, der Super 2, kamen 1972 von New­man.
  2. Siehe z. B. „Pen­tel Graph Pen­cil and deri­va­tive designs“.
  3. Der hier gezeigte stammt aus der zwei­ten Gene­ra­tion. – Die Unter­schiede sind mini­mal und beschrän­ken sich auf die Form des Clips, den Pro­duk­ti­ons­code und die Ver­pa­ckung; eine Über­sicht gibt es unter „Pen­tel Graph Coll­ec­tion“.
  4. Die ganz frü­hen Druck­blei­stifte konn­ten nur eine Mine auf­neh­men.
  5. Der Begriff „Kon­takt­knopf“ gefällt mir.
  6. Die Ver­pa­ckung und der Bei­le­ger die­ser Export­ver­sion sind unter „Pen­tel Graph Pen­cil – 2nd Gene­ra­tion /​ Ger­man Ver­sion“ zu sehen.
  7. Der erste Druck­blei­stift von Pen­tel mit Här­te­grad­in­di­ka­tor war der Mecha­nica von 1968.
  8. Siehe „Graph II vs PG5“ im her­vor­ra­gen­den Pen­tel Pen­cils Iden­ti­fi­ca­tion Book.
  9. Durch die bei­den Gewinde war das Ent­for­men des Schafts auf­wän­dig. Beim PG5 gibt es das vor­dere Gewinde nicht mehr; statt­des­sen wird díe Ein­heit von hin­ten ein­ge­steckt und sitzt ver­dreh­si­cher im Schaft.
  10. Die Schrift­art ähnelt sehr der Futura Black von Paul Ren­ner aus dem Jahr 1928.
  11. Von einem Anbie­ter in Korea gibt es einen beson­de­ren PG5, der sich auch als Jubi­lä­ums­mo­dell sehr gut gemacht hätte. Aber wer weiß – viel­leicht sehen wir ja etwas Der­ar­ti­ges zum 60-​jährigen Jubi­läum des PG5 im Jahr 2032 (bei Gele­gen­heit gibt es mehr zu die­sem PG5).

Kurz notiert

  • Nach der Neu­auf­lage des Druck­blei­stifts REG 925 85-​05 im Juni (die 0,3-mm-Version folgte im Okto­ber) hat STAEDTLER Japan nun eine limi­tierte Ver­sion in Schwarz her­aus­ge­bracht. Der REG 925 85-​05B kam bereits am 21. Novem­ber in den japa­ni­schen Han­del und kos­tet 4180 Yen (ca. 31 Euro). Unbe­stä­tig­ten Quel­len zufolge soll der REG 925 85-​05B jedoch nicht schwarz lackiert sein, son­dern eine grif­fige Beschich­tung wie der STAEDTLER HEXAGONAL haben, die laut eini­gen Nut­zern unan­sehn­lich wird oder sich sogar ablöst. Dies und die in mei­nen Augen wenig attrak­tive Kenn­zeich­nung „Limi­ted Edi­tion“ hal­ten mich noch mehr vom Kauf ab als der Umstand, dass ich die meis­ten limi­tier­ten Auf­la­gen in Schwarz inzwi­schen ziem­lich lang­wei­lig finde.
  • Ich habe ja inzwi­schen schon etli­che – wie soll ich sagen? – spe­zi­elle Mar­ke­ting­texte gele­sen, doch das, was Faber-​Castell zum Kugel­schrei­ber Avori schreibt, lässt mich sprach­los zurück.
  • Vom japa­ni­schen Anbie­ter Craft Design Tech­no­logy gibt es ein neues Set mit drei schwarz lackier­ten Farb­stif­ten in schwarz durch­ge­färb­tem Holz und einem Kunst­stoff­spit­zer. Das Black Edi­tion Colo­red Pen­cils Set wurde von CAMEL und NJK gefer­tigt und kos­tet 990 Yen (etwa 5,50 Euro). – Danke an Frank für den Hinweis!
  • Der Reddit-​Nutzer Kei_​Kobayashi hat hat aus drei Druck­blei­stif­ten den Dou­ble knock mars micro franken-​pencil gefer­tigt. Grandios!
  • Mit dem ALTDRAW hat der japa­ni­sche Anbie­ter Lud­dite einen wei­te­ren Druck­blei­stift mit Holz­schaft ange­kün­digt. Er soll in vier Vari­an­ten erhält­lich sein und 6000 Yen (gut 33 Euro) kos­ten. – Quelle: Red­dit.
  • Eine trau­rige Ent­wick­lung: STAEDTLER will 2028 die Werke in Neu­markt und Sugen­heim schlie­ßen und Faber-​Castell plant den Abbau von 130 Stel­len an den Stand­or­ten Stein und Gerolds­grün.
  • Tom­bow Japan hat einen Druck­blei­stift mit hexa­go­na­lem Holz­schaft vor­ge­stellt. Der Kimo­no­ga­tari wird in sechs Pas­tell­far­ben, aber nur für 0,5-mm-Minen erhält­lich sein. Er kommt am 10. Dezem­ber auf den Markt und kos­tet 540 Yen (knapp 3 Euro).
  • End­lich mal Druck­blei­stifte in limi­tier­ten Far­ben: Von Pen­tel Japan soll es Mitte Dezem­ber den Klas­si­ker P205 als „Neo Clas­si­cal Series“ in sechs gedeck­ten Far­ben mit abge­stimm­tem Minen­be­häl­ter und Radie­rer geben. – Quelle: Red­dit.

Kurz notiert

  • Mit dem MONO graph Lite hat der japa­ni­sche Her­stel­ler Tom­bow einen Gel­rol­ler mit neu ent­wi­ckel­ter was­ser­ba­sier­ter Tinte vor­ge­stellt. Sie soll schnell­trock­nend und wisch­fest sein und wird über eine beson­ders lange, nadel­feine Spitze abge­ge­ben, deren Kugel so sitzt, dass die Strich­stärke auch bei einem grö­ße­ren Schreib­win­kel nicht vari­iert. Den MONO graph Lite gibt es in den Strich­stär­ken 0,38 und 0,5 mm sowie in den Tin­ten­far­ben Schwarz, Rot und Blau (die bei­den letz­te­ren nur in 0,5 mm) und in fünf Schaft­far­ben, natür­lich inklu­sive der klas­si­schen MONO-​Farbkombination Blau/​Weiß/​Schwarz. Er ist seit 30. Okto­ber erhält­lich und kos­tet 200 Yen (ca. 1,10 Euro); die Minen gibt es für 132 Yen (ca. 0,74 Euro).
  • Vom japa­ni­schen Anbie­ter Kitera Shouji wird es einen Druck­blei­stift mit Holz­schaft geben (Gerüchte dazu gab es bereits im Juli). Der LiFT+ Wood, erhält­lich in Wal­nuss und Zebrano, hat wie der LiFT+ einen hexa­go­na­len Griff und einen run­den Schaft, aber eine andere Spitze und kei­nen Här­te­grad­in­di­ka­tor. Bei Ama­zon Japan ist die Walnuss-​Variante bereits vor­be­stell­bar; sie soll ab 16.3.26 lie­fer­bar sein und knapp 38 Euro kos­ten. Ich mag die Wal­nuss, doch der hohe Preis und die in mei­nen Augen wenig attrak­tive Spitze hal­ten mich vom Kauf ab. – Quelle: Red­dit.
  • Den Blei­stift palette von Mitsubishi/​uni Japan, ein­ge­führt 2008, gibt es ab dem 12. Novem­ber in sechs neuen Designs, dar­un­ter auch mit einem Shiba Inu. Der nur in den Här­te­gra­den B und 2B erhält­li­che palette kos­tet im Dut­zend 720 Yen (etwa 4 Euro). Unnö­tig zu sagen, dass ich die Shiba-​Variante unbe­dingt brauche.
  • Nach dem Agaki und dem Myogi gibt es mit dem Asama die dritte Zusam­men­ar­beit von Hi-​Note und STAEDTLER Japan. Inspi­ra­tion für den auf dem 925 25-​05 basie­ren­den Druck­blei­stift mit grauem Schaft und schwar­zen Akzen­ten war der Berg Asama in der Prä­fek­tur Gunma. Er (der Stift, nicht der Berg) kos­tet 2500 Yen (ca. 14 Euro). – Inzwi­schen dürfte es über 70 limi­tierte Vari­an­ten des 925 25-​05 geben, und wer die Ein­zel­teile zusam­men­setzt, erlebt die kom­bi­na­to­ri­sche Explosion.
  • End­lich ist die Zukunft da: Das Gebrauchs­mus­ter „Intel­li­gen­ter Kor­rek­tur­stift mit Papier­an­pas­sung und KI-​integriertem Tin­ten­misch­sys­tem“ beschreibt ein fort­schritt­li­ches Kor­rek­tur­werk­zeug mit hoch­auf­lö­sen­der Makro­ka­mera zur detail­lier­ten Abbil­dung von Papier­ober­flä­chen inklu­sive Bestim­mung der RGB/​CMYK-​Werte, einem vor­trai­nier­tem KI-​Modell zur Ana­lyse von Papier­farbe und -struk­tur, einem mikro­flui­di­schen Tin­ten­misch­sys­tem zum Mischen von Tin­ten in Nanoliter-​Mengen und einer Dual-​Flow-​Spitze zum Auf­tra­gen von Kor­rek­tur­tinte und Mikro­struk­tur­par­ti­keln. Das intel­li­gente Tin­ten­pa­tro­nen­sys­tem die­ses Stifts über­wacht den Tin­ten­stand und ver­hin­dert durch ein­ge­bet­tete Chips Mani­pu­la­tio­nen; zudem beugt ein Selbst­rei­ni­gungs­sys­tem mit auto­ma­ti­scher Spü­lung dem Ver­stop­fen der Spitze vor. Der selbst­ler­nende Algo­rith­mus spei­chert Papier­pro­file für wie­der­keh­rende Doku­mente und ver­bes­sert so die Effi­zi­enz. Der Anwen­der, des­sen Schreib­feh­ler mit die­sem Werk­zeug kor­ri­giert wer­den kön­nen, bekommt eine One-​Touch-​Taste und LED-​Anzeigen für eine ein­fa­che Bedie­nung. Klingt alles ganz gut, aber ohne 5G, WiFi, Blue­tooth, NFC und Cloud-​Anbindung ist das lei­der nichts für mich.
  • Meine auf­merk­sa­men Leser wer­den das neue Menü unter der Kopf­zeile sicher schon bemerkt haben. Es soll den Zugriff auf die inzwi­schen über 1700 Bei­träge erleich­tern und wird noch erweitert.

Kurz notiert

  • Im Jahr 1965 hat das japa­ni­sche Unter­neh­men Pen­tel den Druck­blei­stift GRAPH vor­ge­stellt. Zu den vie­len und für das tech­ni­sche Zeich­nen aus­ge­leg­ten Model­len, die ihm folg­ten, gehö­ren der GRAPH 1000 FOR PRO (1986), der Graph­Gear 500 (2001) und der Graph­Gear 1000 (2002). Von die­sen drei gibt es nun anläss­lich des 60-​jährigen Jubi­lä­ums des GRAPH limi­tierte Aus­füh­run­gen, die am 24. Okto­ber auf den japa­ni­schen Markt kom­men sollen.
    Es ist ein kurio­ses Trio. Der GRAPH 1000 FOR PRO unter­schei­det sich – soweit ich das erken­nen kann – von der regu­lä­ren Vari­ante nur durch den inne­ren Teil des Drü­ckers, und ihn sowie den Graph­Gear 1000 gibt es bereits in zahl­rei­chen limi­tier­ten Far­ben. Den Graph­Gear 500 finde ich inter­es­sant, da es das schwarze Griff­stück sowie den eben­sol­chen Clip bis­her bei kei­ner ande­ren Vari­ante gab (auch beim schwar­zen Graph­Gear 500 von MUJI sind Griff­stück und Clip sil­ber­far­ben). Zudem tra­gen diese Stifte keine vom Stan­dard abwei­chen­den Kenn­zeich­nun­gen. Und warum aus­ge­rech­net diese drei Modelle? Ihre Gestal­tung hat mit der des Pen­tel GRAPH nichts zu tun, im Gegen­satz z. B. zum 1972 ein­ge­führ­ten und heute noch erhält­li­chen PG5; auch der P200 aus dem Jahr 1970 ist eher in der Tra­di­tion des Pen­tel GRAPH als die genann­ten drei.
  • Kürz­lich ist das Buch „Der Blei­stift“ des Schau­spie­lers Hanns Zisch­ler erschie­nen. Es gehört zur Reihe „Dinge des Lebens“, die noch andere viel­ver­spre­chende Titel umfasst. Die Beschrei­bung und die Gestal­tung des Buchs spre­chen mich an, und so werde ich bei Gele­gen­heit einen Blick hin­ein­wer­fen. – Danke an Kai für den Hinweis!
  • Der japa­ni­sche Anbie­ter Kitera Shouji hat einen Druck­blei­stift ange­kün­digt, bei dem der Minen­trans­port durch Kni­cken des Schafts erfolgt. Er soll Anfang Novem­ber ver­füg­bar sein und 4500 Yen (gut 25 Euro) kos­ten. Die ver­wen­dete Tech­nik ist jedoch nicht neu und wurde erst­mals mit dem 900 (1989–1996)1 und dem Side-​Knock (2001–2005) von Rot­ring ange­bo­ten. – Quelle: Red­dit.
  • Nach dem wie­der auf­ge­leg­ten Druck­blei­stift 925 85-​05 bie­tet STAEDTLER Japan nun auch die 0,3-mm-Variante 925 85-​03 an.
  • Die Druck­blei­stifte der ORENZ-​Serie von Pen­tel tra­gen seit eini­gen Wochen ein neues Logo (Gerüchte über diese Ände­rung gab es schon vor über einem hal­ben Jahr). Ich bedaure das Ver­schwin­den des alten Logos. Es hatte etwas Eigen­stän­di­ges, und das „O“ mit dem Punkt konnte man als Quer­schnitt durch Minen­füh­rungs­röhr­chen und Mine sehen; das neue hin­ge­gen wirkt auf mich wie eine gene­ri­sche Beschrif­tung (viel­leicht wäre es bes­ser gewe­sen, das neue Logo mit einem neuen Pro­dukt ein­zu­füh­ren). – Quelle: Red­dit.
  • Das Unter­neh­men Stan­dard­graph Zei­chen­tech­nik mit den Mar­ken Stan­dard­graph und DUX ging am 1. Juli 2025 in der Schnei­der Novus Ver­triebs GmbH auf. Es ist erfreu­lich, dass es die vie­len DUX-​Spitzer wei­ter­hin gibt, dar­un­ter auch den in den fühen 1950er Jah­ren ein­ge­führ­ten ver­stell­ba­ren DX4322. Bemer­kens­wert finde ich zudem, dass Stan­dard­graph noch so viele Schrift- und Zei­chen­scha­blo­nen führt.
  • Am 1. Novem­ber fei­ert Tom­bow Japan erst­mals den „MONO Day“ und hat für die­sen auch ein – wie ich finde – pfif­fi­ges Logo. Anläss­lich die­ses Tages gibt es zwei Kam­pa­gnen mit zahl­rei­chen Gewin­nen, die natür­lich mit dem popu­lä­ren Radie­rer zu tun haben. – Seit 2017 gewährt das japa­ni­sche Minis­te­rium für Wirt­schaft, Han­del und Indus­trie die Ein­tra­gung einer Farb­kom­bi­na­tion als Mar­ken­zei­chen, und die erste geschützte Kom­bi­na­tion war die des Tom­bow MONO.
  • Von der Werks­be­sich­tung beim japa­ni­schen Her­stel­ler Kita­bo­shi bis zum Schreib­tisch – eine groß­ar­tige Wür­di­gung des Blei­stifts: „The Hid­den Poetry on Japa­nese Wood­ca­sed Pen­cils“.
  1. Genauer: 1989–1994 (Chrom-​Version), 1992–1996 (matte Ver­sion).

Zebra Tect 2way RO

Vor weni­gen Tagen kam der Druck­blei­stift Tect 2way RO von Zebra auf den japa­ni­schen Markt. Der Tect 2way wurde 2007 als Stan­dard– und als Light-Vari­ante ein­ge­führt, die sich haupt­säch­lich im Mate­rial des Griffs unter­schei­den (Metall/​Kunststoff); zudem gibt es beide in etli­chen Farb­va­ri­an­ten, dar­un­ter auch einige limi­tierte. Allen gemein­sam sind der Minen­vor­schub sowohl durch Drü­cken als auch durch Schüt­teln des Stifts (daher „2way“)1 sowie die drei cha­rak­te­ris­ti­schen Gum­mi­ringe im Griff. Der neue Tect 2way RO hat ein gerän­del­tes Griff­stück2 aus Metall mit inte­grier­ter Spitze und ist in fünf Schaft­far­ben, aber lei­der nur in 0,5 mm erhält­lich. Ich habe mich für die weiße und die schwarze Aus­füh­rung ent­schie­den. – Mit 2500 Yen (gut 14 Euro) kos­tet der Zebra Tect 2way RO lei­der mehr als das Dop­pelte der Standard-​Variante, obwohl er sich von die­ser nur im Griff­stück unter­schei­det; vom Kauf eines wei­te­ren Exem­plars in einer ande­ren Schaft­farbe werde ich daher absehen.

Zebra Tect 2way RO

Wie schon bei den alten Vari­an­ten ist die Material- und Ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät sehr ordent­lich und die Mecha­nik leicht­gän­gig. Die Dia­mant­rän­de­lung emp­finde ich als sehr ange­nehm; sie ist gering­fü­gig rau­her als die des Pen­tel Graph­Gear 500, aber glat­ter als die des Rot­ring 600 oder des Koh-​I-​Noor Rapi­do­ma­tic 563x. Lei­der besteht das Pro­blem des klap­pern­den Drü­ckers wei­ter, doch das kann mit einem Stück Kle­be­band beho­ben wer­den. Auch das Kunst­stoff­ge­winde, auf die die Spitze oder – beim RO – das Griff­stück geschraubt wird, könnte man kri­tisch sehen, doch ich hatte damit bis jetzt keine Pro­bleme, zumal man die Spitze bzw. das Griff­stück wohl nur sel­ten abschraubt. Es sei denn, der Zebra Tect 2way fällt in die Hände von krea­ti­ven Nut­zern – diese haben näm­lich fest­ge­stellt, dass das Griff­stück des RO auf die bis­he­ri­gen Vari­an­ten passt3. Selbst­ver­ständ­lich musste ich das sofort nach­ma­chen, wobei ich dafür den Hi-​Note KARAKAZE 01 genom­men habe (rechts im Foto), eine limi­tierte, trans­pa­rente Vari­ante des Tect 2way Light4.

Zebra Tect 2way RO

Nutzt man für den Griff­tausch den Tect 2way Light, bleibt nach dem Auf­schrau­ben des RO-​Griffstücks ein klei­ner Spalt, der sich aber mit einem Gum­mi­ring aus dem nicht benutz­ten Griff­stück fül­len lässt.

Mir gefällt sowohl der Zebra Tect 2way RO als auch diese ein­fa­che Modifikation!

  1. Das Metall­stück kann in allen Posi­tio­nen arre­tiert wer­den, was zudem ermög­licht, den Schwer­punkt in gerin­gem Maß zu ver­schie­ben. – 2011 folgte eine güns­tige Vari­ante ohne Schüt­tel­me­cha­nis­mus und mit inte­grier­tem Griff­stück.
  2. „RO“ steht für „Rou­lette“, was auf­ローレット (ruuretto), japa­nisch für „Rän­de­lung“, zurück­geht (siehe auch den Mitsubishi/​uni Kuru Toga Rou­lette). – Mich würde inter­es­sie­ren, warum man das Griff­stück des RO matt und nicht glän­zend gemacht hat (wie z.­B. beim Pen­tel Graph­Gear 500), denn dann würde es bes­ser zu den ande­ren ver­chrom­ten Tei­len pas­sen.
  3. Eigent­lich über­rascht das nicht, ver­ein­facht es doch die Fer­ti­gung.
  4. Es gab von MUJI etwas ähn­li­ches, aller­dings mit schlich­te­rem Clip und ein­fa­chem ver­chrom­ten Drü­cker ohne Kunst­stoff­auf­satz.
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