Farbstifte

Stoffstift

Stoffstift

Es ist schon bemer­kens­wert, was es an holz­ge­fass­ten Stif­ten gibt. Die­ser in Japan her­ge­stellte „Dress Mar­king Pen­cil“ zum Kenn­zeich­nen von Stof­fen vor ihrer Bear­bei­tung hat eine krei­de­ähn­li­che Mine, deren Strich sich durch Waschen und – so ist es gedacht – die auf­ge­steckte Kunststoff-​Bürste ent­fer­nen lässt.

Stoffstift

Die harte und als Radie­rer gedachte Bürste, die ver­dreh­si­cher auf dem run­den Stift sitzt, ent­fernt die Krei­de­spu­ren jedoch nur unzu­rei­chend und hat damit eher deko­ra­ti­ven und wer­ben­den Cha­rak­ter. Der Stift selbst erfüllt sei­nen Zweck sehr gut, denn die 4 mm dicke Mine im sau­ber spitz­ba­ren Holz mar­kiert deut­lich, ist rück­stands­frei aus­wasch­bar1 und bie­tet einen guten Kom­pro­miss zwi­schen Weich­heit und Bruchstabilität.

Stoffstift

Den „Dress Mar­king Pen­cil“ gibt es im 4er-​Set (zwei­mal weiß, je ein­mal rot und blau); ich habe es für 3,75 Euro bei Sil­kes Näh­shop erwor­ben. – Dem „Dress Mar­king Pen­cil“ ähn­lich ist der Schnei­der­krei­de­stift „Signet“ von hoechst­mass.

  1. Ja, ich habe das wirk­lich getes­tet.

CAPTAIN STAEDTLER

CAPTAIN STAEDTLER

Ein­fach klasse: Ein Werbe-​Comic von STAEDTLER UK aus der zwei­ten Hälfte der 70er Jahre (lei­der kenne ich die Quelle nicht). – Die zu die­ser Nie­der­las­sung gehö­rende Pro­duk­ti­onstätte in Por­ty­clun, Wales, exis­tierte von 1966 bis 2008.

CAPTAIN STAEDTLER

CAPTAIN STAEDTLER

CAPTAIN STAEDTLERr

CAPTAIN STAEDTLERr

Den „superb 3-​D Cap­tain Staedt­ler badge, com­plete with fixing pin“ würde ich natür­lich sofort neh­men, auch für das Zehn­fa­che des dama­li­gen Preises.

CAPTAIN STAEDTLER

Wer sorgt für „The Return of CAPTAIN STAEDTLER“? – Danke an deh für den Hin­weis auf die­sen Comic!

Köpfchens Kumpel

Das Foto die­ser Anzeige, die Ende der 1950er Jahre in der Zeit­schrift „Civil Engi­nee­ring“ erschien, dürfte vie­len Lesern bekannt sein, stand es doch schon bei einer Familienangele­genheit im Mittelpunkt.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1950er Jahre)

Warum ich diese ähn­li­che Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. prä­sen­tiere? Natür­lich wegen des spit­zen­mä­ßi­gen Wer­be­spruchs! Aber auch den rest­li­chen Text und die Typo­gra­fie des Slo­gans finde ich sehr gelungen.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1950er Jahre, Ausschnitt)

(mit Lupe angu­cken oder zum Ver­grö­ßern anklicken)

Mein Kom­pli­ment an den genia­len Werbetexter!

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1950er Jahre, Ausschnitt)

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Verpackungskunst

Verpackungskunst

Lan­ger Schorn­stein, kur­zer Text: Die Vor­der­seite der Ver­pa­ckung des blauen Farb­stifts FILA 835 („matite a pas­tello colo­rate per uffi­cio”) macht hier und heute Wer­bung für den her­vor­ra­gen­den Bei­trag „Pack­a­ging Black­wing Pen­cils“ auf The Black­wing Pages, in dem mal nicht der klas­si­sche Blei­stift, son­dern vier sei­ner min­des­tens ebenso attrak­ti­ven Kar­tons im Vor­der­grund ste­hen. Hin­ge­hen und staunen!

Familienangelegenheit

Die hier schon mehr­fach genannte J.S. STAEDTLER Inc. prä­sen­tierte im Januar 1959 allen Lesern der Zeit­schrift „Civil Engi­nee­ring“ den Zuwachs ihrer MARS-Familie.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1959)

Der in Deutsch­land gefer­tigte MARS Lumo­graph Dura­lar 2830, erhält­lich in den Här­ten K1 bis K5, war gedacht für das Zeich­nen auf PET-​Folie (bekannt unter den Mar­ken „Mylar“ sowie „Hosta­phan“) und ver­fügte als bis heute ein­zi­ger holz­ge­fass­ter Graphit-​Stift die­ses Her­stel­lers über eine gebrannte Mine mit Polymerbindung.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1959, Ausschnitt)

Im Text der ganz­sei­ti­gen Anzeige genannt und auf dem Fami­li­en­foto ver­tre­ten waren viele bekannte Pro­dukte, dar­un­ter der Farb­stift Lumochrom und der Fall­mi­nen­stift Tech­nico, für den es auch Duralar-​Minen gab. – Nach­fol­ger des Dura­lar 2830 war übri­gens der Dyna­graph 100.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1959, Ausschnitt)

Die iso­me­tri­sche Dar­stel­lung der Dinge finde ich sehr anspre­chend, und mich würde nicht wun­dern, wenn man sie im Hin­blick auf die Seh­ge­wohn­hei­ten der tech­nisch ori­en­tier­ten Kun­den gewählt hätte.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1959, Ausschnitt)

Ja, hin und wie­der greift der Erb­sen­zäh­ler zum Faden­zäh­ler und dreht taucht ab …

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1959, Ausschnitt)

Pas­send dazu: Eine attrak­tive ½-​Gros-​Packung Mars Dura­lar gibt es bei pen­cil talk zu bestau­nen, und Lead­hol­der hält wei­tere Details zu den Stif­ten und Minen des Duralar-​Sortiments bereit. – Wie das Deut­sche Patent- und Mar­ken­amt infor­miert, wurde die Marke „Dura­lar“ im Februar 1958 ange­mel­det und im Februar 2000 gelöscht.

Heute mach ich blau

Heute mach ich blau

Von oben im Uhr­zei­ger­sinn: Radie­rer SEED Kesugomu, Foldback-​Klammer ALCO 781-​26, Blei­stift­ver­län­ge­rer Rosetta mit STAEDTLER Mars Lumo­graph 100 B, Roll­mäpp­chen Enve­loop, Farb­stift Mitsu­bi­shi Arterase Color, Notiz­buch X17 und Rund­kopf­na­deln Dura­ble „Eis­bär“ 4/​15 mm

Buntes Treiben

Hier beherr­schen der graue Gra­phit und des­sen Drum­herum das Gesche­hen, doch unter „Farb­stifte: Tests, Infos und ein paar Bil­der …“ geht es pra­xis­be­zo­gen, gekonnt und meist far­big zur Sache. Anja Fuhr­bach, die Künst­le­rin hin­ter dem Blog, betreibt außer­dem den Online-​Shop „farbstifte.net – fine art mate­ria­lien & mehr“, der zahl­rei­che zum Teil hier nur schwer erhält­li­che Arti­kel führt und den ich als zufrie­de­ner Kunde sehr gerne emp­fehle. Auf die Updates von Blog und Shop bin ich gespannt!

Paperworld 2010 (2)

Das seit eini­ger Zeit zum ita­lie­ni­schen Her­stel­ler FILA gehö­rende Unter­neh­men LYRA hat die „GROOVE“-Reihe um die dün­ne­ren und eben­falls drei­flä­chi­gen „GROOVE slim“-Stifte erweitert.

LYRA „GROOVE slim”

Der „GROOVE slim“ hat eine 3,3 mm starke Farb­mine und ist in 24 Far­ben sowie als Blei­stift („Gra­phite”) ver­füg­bar; pas­sende Kunst­stoff­spit­zer in meh­re­ren Far­ben wer­den als Teil der Sets und sepa­rat angeboten.

LYRA „Temagraph”

Bei FILA schon lange im Pro­gramm sind die Blei­stifte „Tema­graph“ und „Stu­dium“, die nun unter dem Namen LYRA auch hier­zu­lande erhält­lich sein wer­den. Ers­te­ren wird es in sechs Här­te­gra­den von 2H bis 3B, letz­te­ren in fünf von 2H bis 2B und beide mit Radie­rer in HB geben, doch wäh­rend der „Stu­dium“ eher schlicht daher­kommt, ist der „Tema­graph“ ver­gleichs­weise auf­wän­dig gestal­tet: Angabe des Här­te­grads auf allen sechs Sei­ten­flä­chen und Codie­rung über eine far­bige Tauch­kappe, umlau­fende, grün-​metallische Foli­en­prä­gung und Radie­rer mit ring-​angepresster Zwinge – sol­che Details spre­chen mich an. – Zu den Stif­ten von LYRA, die eine Ände­rung erfah­ren haben, gehö­ren die Rot-​Blau-​Stifte. Statt des „Rem­brandt” und des dicke­ren „DUO” gibt es nun letz­te­ren in drei Durch­mes­sern von 6,8 bis 10 mm. Neu ist oben­drein der ovale Uni­ver­sal­schrei­ber „All Graphite“.

LYRA „Temagraph”

STAEDTLER war­tete auch in die­sem Jahr mit inter­es­san­ten Neu­hei­ten auf.

STAEDTLER „WOPEX” in 2B, HB und 2H

Der auf der letz­ten Paper­world vor­ge­stellte Blei­stift „WOPEX“ kommt nun in zwei wei­te­ren Här­te­gra­den, und zwar 2B und 2H, in den Han­del. Ich konnte ein Dreier-​Set bekom­men und hoffe, die neuen hier in Kürze detail­liert zei­gen zu kön­nen. Beson­ders auf 2B bin ich gespannt! – Bei die­ser Gele­gen­heit weise ich gerne auf die exzel­lente Bespre­chung des „WOPEX“ bei pen­cil talk hin.

STAEDTLER „triplus 776”

Zuwachs gab es auch bei den Druck­blei­stif­ten, wobei der ein­fa­che „tri­plus 776“ im unte­ren Preis­seg­ment ange­sie­delt ist. Über einen seit­li­chen Drü­cker ver­fügt der „gra­phite 762“, und rich­tig bunt sind die fünf neuen Vari­an­ten des „Mars micro 775“, mit deren Trend-​Far­ben und wei­ßen Griff­stü­cken man sich an das Design der popu­lä­ren Unterhaltungselektro­nik aus Cup­er­tino, Kali­for­nien, anlehnt.

STAEDTLER „graphite 762”   STAEDTLER „Mars micro 775”

STAEDTLER

In neuem Erschei­nungs­bild zeig­ten sich die ehe­mals unter der inzwi­schen ver­kauf­ten Marke „Eber­hard Faber“ geführ­ten Pro­dukte. Den „Tricki Dicki“ – ich gebe gerne zu, ein gro­ßer Fan die­ses Blei­stifts zu sein – wird es zukünf­tig in zwei Aus­füh­run­gen geben (beim Modell für den inter­na­tio­na­len Markt ver­zich­tet man auf den alten Namen).

STAEDTLER Jubiläums-Dosen

Zum 175-​jährigen Bestehen des Unter­neh­mens wer­den deko­ra­tive Bleistift-​Dosen und pas­sende Radie­rer ange­bo­ten, deren Äuße­res die Dampf­lo­ko­mo­tive „Adler“ ziert; diese fuhr im Grün­dungs­jahr von Nürn­berg, dem Sitz der Firma, nach Fürth und gilt als erste Eisen­bahn Deutsch­lands. – Schach­teln aus Metall hät­ten mir zwar etwas bes­ser gefal­len, aber mich fragt ja kei­ner ;-) Am Rande: Auch der „Lumo­graph“ (ehe­mals 2886, heute 100) hat die­ses Jahr ein Jubi­läum, denn er kam am 1. August 1930, also vor 80 Jah­ren auf den Markt.

STAEDTLER Digitalstift

Ein sehr bemer­kens­wer­tes Pro­dukt, das den Bogen vom Papier zum Com­pu­ter spannt, ist der neue „Digi­tal­stift“. Er besteht aus einem Stift mit Kugel­schrei­ber­mine und einem etwa feu­er­zeug­gro­ßen Emp­fän­ger mit Dis­play, der mit­tels eines Clips an der Schreib­un­ter­lage befes­tigt wird. Die­ser Emp­fän­ger erfasst die Bewe­gun­gen des Stifts und sen­det sie per USB-​Anschluss an den PC; zudem ist es mög­lich, bis zu 100 Sei­ten zwi­schen­zu­spei­chern. Die so erstellte digi­tale Notiz liegt dann als Gra­fik­da­tei im PC vor, kann aber auch über die mit­ge­lie­ferte OCR-​Software in bear­beit­ba­ren Text umge­wan­delt wer­den. Dar­über hin­aus erlaubt die Soft­ware des Digi­tal­stifts sei­nen Gebrauch als Maus, wozu eine Dummy-, d. h. nicht-​schreibende Mine zur Ver­fü­gung steht. Eine Erken­nung des Drucks, wie es z. B. bei Gra­fik­ta­bletts üblich ist, bot das gezeigte Modell jedoch (noch?) nicht. – Der hoch­wer­tig wir­kende Digi­tal­stift nutzt die übli­chen Kurz­mi­nen und soll ab dem zwei­ten Quar­tal für 60 bis 100 Euro erhält­lich sein.

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