MARS Nr. 1225
Der in dieser Anzeige aus dem Jahr 1925 beworbene MARS 1225 kam 1908 auf den Markt und wurde 1930 durch den MARS-LUMOGRAPH 2886 abgelöst.
Der in dieser Anzeige aus dem Jahr 1925 beworbene MARS 1225 kam 1908 auf den Markt und wurde 1930 durch den MARS-LUMOGRAPH 2886 abgelöst.
Heute ein rascher Blick auf den Deckel der Blechschachtel, die zwölf Farbstifte der Marke STAEDTLER MARS CHROMA enthält. – Der Gestaltung des Marskopfes nach stammt die Schachtel aus der Zeit von 1957 bis 1963.
Aus dem STAEDTLER-Katalog des Jahres 1982: Eine Illustration zu zwei Leistungsmerkmalen der Fallminenstifte1 MARS TECHNICO2.
Links die Klemmzange3 , die die Mine – so der Katalog – unverrückbar festhält, und rechts die „Zwingchen“ genannte Metallhülse4 auf dem Ende der Mine, die verhindert, dass die Mine bei geöffneter Klemmzange herausfällt.
Mir gefällt diese Kombination aus künstlerischer und technischer Darstellung, und ich denke, dass sie bei der Zielgruppe ebenfalls gut ankam.
Ob der Entwurf dafür mit einem MARS TECHNICO gemacht wurde?
Vielen Dank an Andreas Praefcke für den Katalog!
Aus einem Stifte-Allerlei: Drei alte J.S. STAEDTLER Noris 1100 № 2.
Wie ich von STAEDTLER erfahren konnte, ist dieser Noris der erste mit „zwei gegenüberliegenden schwarzen Stempelflächen und zwei gegenüberliegenden schwarzen Kantenstreifen“, wie es korrekt heißt, und damit die Urform des Bleistiftklassikers; er kam am 5. Januar 1934 auf den Markt. Diesen Bleistift mit orangefarbener Grundpolitur1 gab es mit leicht veränderten goldfarbenen Stempelungen (erst kam der Zusatz „CEDER“, danach „MADE IN BAVARIA“, dann fiel beides weg) bis März 1955.
Der Noris 1100 ist mit einem Durchmesser von 7,8 mm (Schlüsselweite 7 mm) geringfügig dicker als der aktuelle Noris 120 (7,4/6,8) und hat etwas schärfere Kanten. Gemessen an heutigen Standards zeigen Lack und Aufdruck kleine Fertigungsmängel, doch da diese Bleistifte vor mehr als 70 Jahren hergestellt wurden, muss man natürlich andere Maßstäbe anlegen. Die 2 mm dicke Mine allerdings beeindruckt auch heute noch: Mit sauberer Abgabe, starker Schwärzung, hoher Bruchfestigkeit und sehr guter Radierbarkeit2 muss sie den Vergleich mit aktuellen hochwertigen Minen nicht scheuen. Sie ist jedoch ein klein wenig härter als die des Noris 120 und daher auch etwas sparsamer.
Die Marke „Noris“ wurde am 10. September 1901 eingetragen und zuerst für runde und sechsflächige Stifte mit einfarbiger Politur benutzt3. Ein Bestseller der Noris-Reihe war u. a. der rote Noris 278, der in den 1910er Jahren angeboten wurde. Im März 1955 kam erstmals der Noris 1100 mit schwarzem Kronenkäppchen und weißem Ring auf den Markt4. Kurz darauf gab es ihn auch mit farbig sortierten Kronenkäppchen, aber nur im Härtegrad 2. Noch im selben Monat erhielt er seine gelbe Grundpolitur und im August 1955 die die fünf Härtegrade (1/2B über 2½/HB bis 4/2H) kennzeichnenden farbigen Kronenkäppchen, wenn auch mit anderer Codierung als heute (z. B. war HB gelb und B rot)5. Anfang 1962 wurde das Sortiment um den Härtegrad 0 mit weinrotem Krönchen erweitert, 1963 die Richtung der Beschriftung umgekehrt, 1967 die Artikelnummer auf 120 umgestellt und 1985 die Kennzeichnung „HB“ hinzugefügt.
Das letzte Bild zeigt ein Generationentreffen: Noris 1100 (1934–1943), Noris 1100 (1955–1963), Noris 120 (1973–2001) und Noris 120 (heute).
Danke an STAEDTLER für die Details zur Geschichte des Noris!
Aus der Rubrik „Gerät von gestern“: Ein Fallnullenzirkel von STAEDTLER aus den 1990er Jahren zum Zeichnen von Kreisen und Kreisbögen mit Radien bis 10 mm.
Der 125 mm lange, aus Metall und in Nürnberg gefertigte Zirkel hat eine um 11 mm in der Führung verschiebbare und außergewöhnliche spitze Nadel und im Schenkel einen Adapter für Tuschezeichner und Druckstifteinsätze (im Bild: ein 2-mm-Fallminenstift). Sein Gebrauch ist einfach: Radius über die seitliche Rändelschraube einstellen, Schenkel anheben, Nadel im Zentrum einstechen, Zirkel am Kopf halten, Schenkel absenken und Stift mit Hilfe des gerändelten Zylinders rotieren.
Der Zirkel mit 0,5-mm-Druckstifteinsatz hat mich bei eBay 3 Euro gekostet. Ob ich ihn brauche? Nein, aber er gefällt mir zu gut, als dass ich auf den Kauf hätte verzichten können.
Nachtrag vom 25.4.14: Der Fallnullenzirkel hatte die Artikelnummer 556 58 und war von den frühen 1980er bis Mitte der 1990er Jahre erhältlich; den Fallminenstift-Einsatz aus der CIRCOFIX-Reihe mit der Artikelnummer 556 92 gab es zur gleichen Zeit.
Nicht „Draußen nur Kännchen“, sondern „Heute nur Scans“, und zwar von einem Tintenlöscher, mit dem die Keuffel & Esser Co. in den USA für den MARS LUMOGRAPH 2886 von J.S. STAEDTLER warb.
Das etwa 16 × 8,5 cm große Stück ist in den Lumograph-Farben Blau, Weiß und Schwarz gehalten, was es in meinen Augen sehr ansprechend macht. Ungewöhnlich ist das S, das – noch mehr als das y – auszubrechen scheint. Hat da jemand seine künstlerischen Freiheiten ausgelebt?
Der kleine Mond darf selbstverständlich nicht fehlen.
Auffällig ist das Zeichen neben dem Härtegrad auf der Tauchkappe. Gut möglich, dass es das Plus ist, mit dem damals für kurze Zeit die verbesserte Minenrezeptur gekennzeichnet wurde.
„Eliminate ink tracings“ und die anderen Vorzüge beziehen sich natürlich auf die Eigenschaft des Lumograph, einen opaken und damit für Lichtpausen geeigneten Abstrich zu liefern, so dass man auf das Ausziehen mit Tusche verzichten konnte.
Die Gestaltung finde ich großartig.
Auch die lange, mit dem Messer gespitzte Spitze ist reizvoll.
Das Alter dieses Tintenlöschers kenne ich nicht, doch da nur 13 Härtegrade aufgeführt sind, vermute ich, dass er aus der Anfangszeit des Lumograph, also aus den frühen 1930er Jahren stammt (später bot man 19 Grade an).
Dr. Hermann Wildt, Arthur Guthke, Dipl.-Hdl. Franz Karl Reckert: Handbuch für den Bürobedarfs- und Papierwarenhandel. Berlin: Max Schwabe Verlag 1939.
Dr. Hermann Wildt, Arthur Guthke, Dipl.-Hdl. Franz Karl Reckert: Handbuch für den Bürobedarfs- und Papierwarenhandel. Berlin: Max Schwabe Verlag 1939.
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