Stiftablage des Monats (2)
Die Stiftablage des Monats August stammt aus dem Westdeutschland der 1960er Jahre.
Füllung fürs Foto: Norica-Büroklammern von HEICO, LaurelClips, M+R Pollux, Umschlag-Klammern von MAUL, STAEDTLER Mars Lumograph 100 B
Sie ist 255 × 120 mm groß, 18 mm hoch und aus einem harten, mir fremden Kunststoff gefertigt; Kennzeichen gibt es keine. Ich finde dieses Teil furchtbar langweilig, und so darf es auch nicht auf den Schreibtisch, sondern muss zurück in die Schublade und irgendwann ganz weg.
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„Peligom klebt alles“
Zum Monatsende wird noch schnell etwas ins Weblog geklebt, und zwar eine Anzeige für den Alleskleber „Peligom“ von Pelikan.
Sie stammt aus „Konfuzius“ von Otto Zierer, einer Ausgabe des „Lux-Lesebogens“ („Kleine Bibliothek des Wissens”), erschienen im Verlag Sebastian Lux, Murnau/München. Das Heft trägt keine Jahreszahl, aber die Reihe gab es von 1946 bis 1964: ich vermute, es stammt aus der Mitte der 1950er Jahre.
An der Ostsee
Zu unserem Urlaub an der Ostsee gehörte ein erneuter Ausflug nach Nienhagen, diesmal mit Kisho.
Unnötig zu sagen, dass es sehr schön war. – Wir freuen uns auf das nächste Mal!
Conté Indiana № 1073
Heute nur ein Foto, da mir die Gestaltung dieses Bleistifts und seiner Verpackung sehr gut gefällt.
Leider kann ich zum Conté Indiana № 1073 nichts sagen.
Ein Bleistift verschwindet
Ende 2015 hat STAEDTLER die Sortimentserweiterung des Bleistift-Klassikers Mars Lumograph vorgestellt. Mit 7H, 8H, 9H und 9B kamen vier Härtegrade hinzu, und die Härtegrade 7B und 8B enthalten nun keinen Ruß mehr. Neu sind der Lumograph Black in 2B, 4B, 6B und 8B mit hohem Rußanteil. Damit verschwindet der alte Lumograph 7B.
Manche Händler haben noch Restbestände, und so trifft man ihn zuweilen zusammen mit dem neuen 7B an. Während die Mine des alten aufgrund des Rußanteils mattschwarz ist, lässt der hohe Graphitanteil des neuen die Mine grau glänzen.
Wer gerne den alten 7B benutzt hat, sollte sich jetzt noch Restbestände sichern. – Interessant zu wissen wäre, ob die Mine des neuen Black 8B der des alten 8B entspricht; falls nicht, würde letzterer ebenfalls verschwinden.
Anm.: Die Grade 7B und 8B des Lumograph, der am 1. August 1930 eingeführt wurde, kamen als EXB und EX-EXB auf den Markt. Später änderte man die Bezeichnungen zu EB und EE und in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre zu 7B und 8B. In Thailand war der Lumograph EE jedoch so beliebt, dass man den Namen dort noch eine ganze Weile behalten hat. Es gibt immer wieder Diskussionen darüber, ob nicht nur die Bezeichnung, sondern auch die Rezeptur dieser beiden Grade geändert wurde (siehe dazu auch „The hunt for the EE grade pencil“ bei pencil talk).
Schwan Kartothello
Aus dem Museumskeller dieses Weblogs: Das Landkartenschreiber-Etui „Kartothello“ Nr. 1411 von Schwan im Set mit Zubehör.
(Bilder zum Vergrößern anklicken)
Im Vergleich zu ähnlichen Sets ist es reichhaltig ausgestattet: Neben fünf Farbstiften enthält es einen Spitzer, einen Radiergummi, einen kurzen Bleistift1, einen Verlängerer sowie einen Entfernungsmesser aus Metall. – Unnötig zu sagen, dass der Radiergummi seine beste Zeit lange hinter sich hat.
Die runden, werkseitig gespitzen Farbstifte haben offene Enden und 4 mm dicke Minen, die fest und kreidig sind; beim verwendeten Holz tippe ich auf Zeder2. – Man beachte die pfiffige Schreibweise des Firmennamens, der hier als „Schwan“ und „Swan“ gelesen werden kann und damit mehrsprachig wird.
Der hexagonale Bleistift der Marke „Othello“ hat den Härtegrad 1 (= B) und schreibt bemerkenswert leicht und sauber.
Mit dem Entfernungsmesser ließen sich für vier verschiedene Kartenmaßstäbe die Strecken von der Karte ablesen und mithilfe der aufgedruckten Umrechungen daraus die Marschleistung, d. h. die pro Tag voraussichtlich zurückgelegte Strecke, ermitteln.
Wie diese Reklame aus dem Jahr 1938 belegt, handelte es sich bei den Produkten der Marke „Kartothello“ um „[a]bwischbare Farbkreiden und -Stifte zur militärischen Kartenbeschriftung“.
Es fällt auf, dass die Stifte in dieser Reklame lackiert und anders bedruckt sind. Sollten diese Abbildungen korrekt sein, so könnten die hier gezeigten unlackierten späteren Datums sein.
Neben dem Set mit Zubehör gab es noch eines nur mit Farbstiften. Die in meinem Exemplar sind lackiert und tragen zudem das sogenannte Schwan-Auge3; ihre Minen sind weicher und mit 4,5 mm etwas dicker.
Die deutschen Etiketten auf dem Deckel und im Inneren wurden mit englischsprachigen überklebt4.
Für mich ein interessantes Stück Schreibwaren-Geschichte!
Anm.: Bei der topografischen Karte im Hintergrund handelt es sich auch diesmal um das Blatt Lauterbach, bearbeitet durch das hessische Katasteramt 1909.
- Diese kurzen Stifte werden oft als „Halbstifte“ bezeichnet.↩
- Genauer: Weihrauch-Zeder.↩
- In Anlehnung an den Namen des Firmengründers Gustav Adam Schwanhäuser wurde der Schwan 1875 als Bildmarke eingetragen.↩
- Die Nummer auf dem Produkt (1411) passt nicht zu der in der Reklame (1412).↩

























