Monatsarchiv für Februar 2009

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Nützliche Begleiter (1)

Donnerstag, 12. Februar 2009

Kleine Werkzeuge sind einfach klasse. Sie passen in jede Tasche (nicht selten sogar an den Schlüsselbund), können fast immer dabei sein und oft unschätzbare Dienste leisten. Eine besonders empfehlenswerte Vertreterin dieser hilfreichen Gattung ist die Klappschere von Fiskars aus der „Classic”-Reihe.

Klappschere von Fiskars

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Die 16 g leichte und in geschlossenem Zustand gerade mal 63 × 30 × 9 mm kleine Schere hat die für Fiskars typischen orangefarbenen Kunststoffgriffe und ist sehr gut verarbeitet. Außer „FISKARS FINLAND” auf einem Griff gibt es keine weiteren Kennzeichnungen.

Klappschere von Fiskars

Geöffnet bietet die 112 × 67 × 9 mm große Schere eine effektiv nutzbare Klingenlänge von 4 cm (die Angabe „10 cm” auf der Verpackung ist etwas missverständlich). Die 1,2 mm starken und mit einer Kunststoffniete verbundenen Klingen sind leicht nach innen gewölbt, wodurch sie sich immer nur in einem Punkt berühren und somit sehr wirksam arbeiten. So kann man auch dünne Haushaltsfolie, die sich bei weniger hochwertigen Scheren ungünstig zwischen die Klingen legt, zuverlässig schneiden. – Es empfiehlt sich, vor dem ersten Gebrauch der Schere einen Tropfen Öl auf das Gelenk zu geben und dies auch ab und an zu wiederholen.

Klappschere von Fiskars

Die Grifflöcher mit einem Innendurchmesser von 22 mm sind dort, wo die Finger anliegen, ergonomisch gerundet, wobei jedoch nur Rechtshänder davon profitieren (auch wenn die Schere dank der Spannung der Klingen zueinander ebenso für Linkshänder geeignet ist). Neben der 4,5 mm großen Öse bieten die durchdachten Griffe einen guten Schutz der unterschiedlich geformten Klingenspitzen bei geschlossener Schere.

Nicht unerwähnt bleiben darf die Verpackung, denn im Gegensatz zu vielen anderen lässt sich diese Blisterpackung ohne rohe Gewalt öffnen: Lediglich zwei Noppen sorgen für den Formschluss zwischen Karton und eingeschobenem Kunststoff-Oberteil und erlauben damit zudem eine saubere Trennung bei der Entsorgung.

Die Haltbarkeit der Verbindungen und des Gelenks sowie die Qualität des Stahls wird die Zeit zeigen – mein Exemplar hat sich bis jetzt allerdings sehr gut gemacht.

Die von Fiskars in der Kategorie „Haushalt” geführte Klappschere hat die Artikelnummer 859512 und kostet knapp 6 Euro.

Nachtrag vom 13.2.09: Während zahlreiche andere platzsparenden Scheren nach dem gleichen (Falt-)Prinzip wie die von Fiskars arbeiten, werden zum Schließen der „Coghlan’s Folding Scissors” die Griffe verschoben und verdecken dann sowohl die Spitzen der ge­spreizten Klingen als auch das Gelenk.

Dreckschleuder

Mittwoch, 11. Februar 2009

Dreckschleuder

So, jetzt wird's aber wirklich Zeit für den Frühjahrsputz (und vielleicht noch für die eine oder andere Arbeit an der Karosserie).

EX-EXB

Montag, 9. Februar 2009

EX-EXB

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Wahrscheinlich über 70 Jahre und fast 8800 km Luftlinie liegen zwischen diesen beiden Bleistiften, die sich äußerlich verblüffend ähnlich sind. Auch wenn der Gedanke an eine Pro­duktkopie naheliegt, so möchte ich nicht darüber spekulieren, sondern mich nur mit den Stiften selbst beschäftigen.

EX-EXB

Die in den 30er Jahren übliche Bezeichnung EX-EXB („Extra Extra Black”) für den besonders weichen Bleistift wurde in den 70ern nach EE und zwischen 1996 und 2001 nach 8B geändert; der nächsthärtere Grad war EXB (EB, 7B). Viele bedauern das Verschwinden des EE-Bleistifts und sehen im 8B nicht nur eine Änderung des Namens, sondern auch des Minenmaterials. Der Härtegrad EE, der meines Wissens nur noch bei STAEDTLER Thailand erhältlich ist, genießt daher einen besonderen Ruf.

EX-EXB

Während sowohl der Chung Hwa 111 von China First Pencil als auch der STAEDTLER Mars Lumograph 2886 die Standardlänge von etwa 17,5 cm haben, so sind sie mit ihrem Durchmesser von gut 9 mm vergleichsweise dick.

EX-EXB

Der Aufdruck des Mars Lumograph ist schlicht, der des Chung Hwa hingegen ausführlich und zweisprachig. Die Abkürzung „DRP” auf dem Lumograph verweist auf eine Eintragung beim 1919 eingerichteten Reichspatentamt, das 1945 seine Tätigkeit einstellte.

EX-EXB

Links: STAEDTLER Mars Lumograph 2886, rechts: Chung Hwa 111

Bei genauerem Blick offenbaren sich jedoch Unterschiede zwischen diesen beiden Stiften. Die Mine des gespitzt angebotenen Mars Lumograph ist knapp 4,5 mm dick und damit 0,5 mm dicker als die des Chung Hwa, der ungespitzt in den Handel kommt (kam?).

EX-EXB

STAEDTLER Mars Lumograph 2886 mit M+R 602

Im Messing-Doppelspitzer M+R 602 von Möbius+Ruppert machen beide eine gute Figur, wobei die sieben Jahrzehnte dem Holz des Mars Lumograph offenbar nichts anhaben konnten.

EX-EXB

Chung Hwa 111 mit M+R 602

Noch größere Unterschiede zeigen sich im Gebrauch: Der Mars Lumograph 2886 ist rauer und deutlich schwärzer als der Chung Hwa, der dafür leichter über das Papier gleitet und sich auch wesentlich besser radieren lässt; letzterer ähnelt eher dem aktuellen Mars Lumograph 4B. – Der noch erhältliche Mars Lumograph EE schwärzt jedoch noch besser als sein 70 Jahre alter Vorgänger.

EX-EXB

EX-EXB

Weitere Details zum Härtegrad EE gibt es unter „The hunt for the EE grade pencil” und „Staedtler Mars Lumograph EE update” bei pencil talk.

Vielen Dank an Sabine für den Chung Hwa 111 EX-EXB!

Von Mann zu Mann

Sonntag, 8. Februar 2009

Welcher Mann kennt das nicht aus eigener Erfahrung: Man verlässt das Bad erleichtert und voller Tatendrang, merkt aber zu spät – oder wird gar vom anderen Geschlecht darauf hingewiesen (!) –, dass man versäumt hat, sich um den Reißverschluss auf halber Höhe zu kümmern. Das passiert selbst denen, die stets auf eine gepflegte Erscheinung achten, und ist trotz (oder gerade wegen) scherzhafter Hinweise wie „Na, Tag der offenen Tür?” meist sehr unangenehm.

Von Mann zu Mann

Doch damit ist jetzt endgültig Schluss: Farbig auf Selbstklebefolie ausgedruckt und an der Innenseite von Bad- oder Toilettentür zuhause und am Arbeitsplatz angebracht erinnert dieser nützliche Hinweis zukünftig an den kleinen, aber sehr wichtigen Griff zum Beinkleid und verhindert damit zuverlässig peinliche Situationen.

LYRA COLORSTRIPE

Freitag, 6. Februar 2009

LYRA COLORSTRIPE

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Einen außergewöhnlichen Farbstift, den COLORSTRIPE, stellte LYRA auf der Paperworld 2009 in Frankfurt am Main vor. Das in mehrfacher Hinsicht herausragende Merkmal dieses ungewöhnlichen, dreiflächigen Stifts ist seine großzügig dimensionierte Mine, die nicht – wie sonst üblich – zentriert im Holz liegt, sondern bis an den Rand geführt wurde und damit, schaut man auf den Querschnitt, ähnlich einem Docht im Holz sitzt.

LYRA COLORSTRIPE

4 der 16 Farben des LYRA COLORSTRIPE

Dadurch ergeben sich einige Besonderheiten. Eine farbige Lackierung zur Identifikation des Stifts kann entfallen, und so schützt lediglich eine transparente Lackierung das schwarz durchgefärbte Holz der Weymouth-Kiefer, wodurch es besonders gut zur Geltung kommt. Dieser Lack sorgt auch dafür, dass die herausstehende Kante der Mine nicht auf die Hand abfärbt.

LYRA COLORSTRIPE

Weitere Vorteile dieser Form bestehen in der breiten Flanke an der Spitze, die das großflächige Malen und Schraffieren erleichtert, sowie der größeren Minenmenge – mit einem Querschnitt von etwa 15,3 mm2 liegt sie 21% über der eines herkömmlichen Farbstifts mit einem Minendurchmesser von 4 mm und sorgt damit auch für ein mit 7 g überdurchschnittlich hohes Gewicht des Stifts.

LYRA COLORSTRIPE

Der silbergraue Aufdruck des COLORSTRIPE ist ausführlich, aber wohltuend schlicht. Auf konkurrierende Farbakzente wurde verzichtet, und wenn ich mich nicht täusche, kam für den Produktnamen die hervorragende Eurostile von Aldo Novarese aus dem Jahr 1962 zum Einsatz, die sich in meinen Augen hier ganz besonders gut macht.

LYRA COLORSTRIPE

Gespitzt mit dem Handspitzer „Dizi” von V-15 …

Der COLORSTRIPE ist mit knapp 9 mm recht dick und passt daher nicht in für Bleistifte gedachte Spitzer. Spitzmaschinen wie die Dahle 155 (die jedoch leider den Schaft beschädigt) und Mehrfachspitzer – hier der „Dizi” von V-15 – bringen den Farbstift gut in Form, auch wenn es mir mit letzterem nicht gelungen ist, einen exakt axialsymmetrischen Konus zu formen.

LYRA COLORSTRIPE

… und der Spitzmaschine Dahle 155

Benutzt habe ich bis jetzt nur den blauen Stift, und dieser hatte eine bruchstabile, sauber schreibende Mine mit kräftiger Färbung – eine wahre Pracht!

Neben den 16 Einzelfarben des in Deutschland hergestellten COLORSTRIPE gibt es fünf im Design abgestimmte Dosenspitzer sowie Kartonetuis mit 8 und 16 Farben, die einen Kunststoffspitzer enthalten; mehr dazu findet sich auf der Website dieses Farbstifts. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 1,70 € für einen einzelnen Stift sowie den Dosenspitzer, und die Sets kommen für 13,60 € (8er) bzw. 27,20 € (16er) in den Handel (den in diesen beiden Sets enthaltenen Spitzer gibt es nicht einzeln). Laut Angaben des Herstellers ist die COLORSTRIPE-Serie ab April erhältlich.

Die Agentur formidable, von der auch das Design für den GROOVE stammt, erhielt für die Gestaltung des sehr ansprechenden COLORSTRIPE den iF product design award 2009.

Mit Maß und Ziel

Donnerstag, 5. Februar 2009

Gute Idee und attraktive Umsetzung: Ein Bleistift mit aufgedrucktem Lineal von Eberhard Faber, eine der auf der Paperworld 2009 vorgestellten Produktneuheiten.

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Der dreiflächige, in Deutschland gefertigte Bleistift mit Standardmaßen und dem Härtegrad 2½ (HB) ist gut verarbeitet und von hoher Qualität. Die 14 cm lange Skala ist präzise; ich konnte keine Abweichung zu der eines Stahllineals erkennen. – Praktischerweise sitzt der Nullpunkt des Lineals an der Tauchkappe und wird somit nicht gleich weggespitzt.

Auch wenn das Lineal sicher hauptsächlich der Dekoration dient und nur eingeschränkt als solches genutzt werden kann, so hat es doch einen gewissen Gebrauchswert und ist da­mit mehr als nur Zierde.

Paperworld 2009 (3)

Mittwoch, 4. Februar 2009

Neben dem revolutionären WOPEX, dem coextrudierten Bleistift, präsentierte STAEDTLER einige weitere interessante Neuheiten, so auch den Marker Lumocolor permanent retract mit Druckmechanik, der eine einfache Handhabung verspricht.

Paperworld 2009

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Zuwachs gab es auch bei den Allesschreibern, und zwar in dicker, papierter Sechskantform. Der wohl hauptsächlich für das industrielle Markieren gedachte Lumocolor permanent omni­graph schreibt u. a. auf Reifen und nassem Holz.

Paperworld 2009

Die einfachen und preisgünstigen Druckbleistifte „Noris 763″ und graphite 763 mit jeweils 0,5 mm Minenstärke runden das Sortiment der mechanischen Bleistifte nach unten ab. – Der Noris 763 wirkt auf mich ein wenig wie der Nachfolger des vor einigen Jahren aus dem Programm genommenen „MARS TRI 773″.

Paperworld 2009

Im mittleren Bereich gesellte sich der graphite 760 zu dem auf der vorigen Paperworld vorgestellten graphite 771. Während letzterer nur mit Minen des Durchmessers 1,3 mm arbeitet, gibt es den graphite 760, der mich sehr an den Aristo 3fit erinnert, zusätzlich mit den Minenstärken 0,5 und 0,7 mm.

Paperworld 2009

Waren die hervorragenden Druckbleistifte 925 und 925 25 bisher nur von STAEDTLER Japan erhältlich, so werden sie nun auch in Deutschland angeboten. Mit vier Strichstärken, Härtegrad-Indikator und starrem, 4 mm langen Minenführungsröhrchen richten sich diese Schreib- und Zeichengeräte hauptsächlich an professionelle Nutzer. (Das Design des 925 von STAEDTLER Japan wurde übrigens vor einiger Zeit geändert; ein Foto von beiden Vari­anten gibt es hier.) – Ob diese beiden Stifte tatsächlich identisch zu den japanischen Mo­dellen sind, muss noch ein direkter Vergleich zeigen.

Paperworld 2009

Der graphite 925 25 hat einen Ganzmetallkorpus und dürfte unter den technisch orientier­ten Druckbleistiften sicher das hochwertigste hierzulande erhältliche Modell sein.

Paperworld 2009 (2)

Dienstag, 3. Februar 2009

Um mir die Wartezeit bis zum April – denn erst dann kommt der LYRA COLORSTRIPE in den Handel – etwas zu verkürzen, habe ich am Stand des Herstellers noch einmal ganz ge­nau hingeschaut. Neben 16 Einzelfarben gibt es fünf im Design abgestimmte Dosenspitzer sowie Kartonetuis mit 8 und (nicht im Bild) 16 Farben; beide Sets enthalten einen Spitzer aus Kunststoff.

Paperworld 2009

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Mit meiner Bitte um Muster hatte ich Erfolg, und so gibt es hier demnächst mehr zu die­sem ungewöhnlichen Farbstift, der den diesjährigen iF Product Design Award erhielt und ebenso wie der GROOVE von formidable gestaltet wurde. – Eine Graphitvariante ist übri­gens nicht im Sortiment.

KUM hat den Vertrieb des Penpass übernommen, doch zu meiner großen Verwunderung gibt es hier lediglich das Modell mit Klemmvorrichtung für eine Mine; die in meinen Augen erheblich bessere Druckbleistift-Ausführung ist in Deutschland leider nicht erhältlich.

Faber-Castell offeriert Schreibgeräte mit Pferdestärken, nämlich einen Füllfederhalter, des­sen Schaft zum Teil aus geflochtenem Rosshaar besteht.

Paperworld 2009

Wer ein eigenes Ross hat und diesem einen 2 bis 3 cm dicken und 30 bis 40 cm langen Haarbüschel abzwackt, kann sich den „Pen of the Year 2009″ individuell anfertigen lassen. Die Erfüllung dieses speziellen Wunsches dauert 9 bis 12 Monate und schlägt mit etwa 5000 Euro zu Buche.

Paperworld 2009

Danke an Stephen für den Hinweis auf dieses äußerst ungewöhnliche Produkt – ich wäre ansonsten daran vorbeigaloppiert.

Der für sehr hochwertige und preiswerte Spitzer bekannte Hersteller M+R (Möbi­us+Ruppert) aus dem fränkischen Erlangen hat seine Palette deutlich vergrößert. Mit dabei ist jetzt auch ein farbenfroher Dreifach-Dosenspitzer für Blei-, Bunt- und Jumbostifte, den ich am liebsten gleich mitgenommen hätte.

Als sehr zufriedener Benutzer einer klappbaren Schere von Fiskars habe ich auch den Stand dieses Herstellers besucht. Die Vielfalt war beeindruckend und die Präsentation freundlich – ich gebe zu, dass ich unter solchen Umständen gerne der Werbung zum Opfer falle und mich bei der nächsten anzuschaffenden Schere zuerst im Sortiment von Fiskars umschaue.

In Kürze gibt es noch etwas zum erweiterten Druckbleistift-Programm von STAEDTLER, das jetzt auch zwei hochwertige Modelle umfasst, die es bisher nur in Japan gab.


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