Nur ein Foto
In Ermangelung der Zeit für einen längeren Beitrag heute nur ein Foto, und zwar vom Viarco 3500 und dem M+R Pollux.
Das war’s auch schon.
In Ermangelung der Zeit für einen längeren Beitrag heute nur ein Foto, und zwar vom Viarco 3500 und dem M+R Pollux.
Das war’s auch schon.
Die Stiftablage des Monats August stammt aus dem Westdeutschland der 1960er Jahre.
Füllung fürs Foto: Norica-Büroklammern von HEICO, LaurelClips, M+R Pollux, Umschlag-Klammern von MAUL, STAEDTLER Mars Lumograph 100 B
Sie ist 255 × 120 mm groß, 18 mm hoch und aus einem harten, mir fremden Kunststoff gefertigt; Kennzeichen gibt es keine. Ich finde dieses Teil furchtbar langweilig, und so darf es auch nicht auf den Schreibtisch, sondern muss zurück in die Schublade und irgendwann ganz weg.
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Heute nur ein Foto, da mir die Gestaltung dieses Bleistifts und seiner Verpackung sehr gut gefällt.
Leider kann ich zum Conté Indiana № 1073 nichts sagen.
Ende 2015 hat STAEDTLER die Sortimentserweiterung des Bleistift-Klassikers Mars Lumograph vorgestellt. Mit 7H, 8H, 9H und 9B kamen vier Härtegrade hinzu, und die Härtegrade 7B und 8B enthalten nun keinen Ruß mehr. Neu sind der Lumograph Black in 2B, 4B, 6B und 8B mit hohem Rußanteil. Damit verschwindet der alte Lumograph 7B.
Manche Händler haben noch Restbestände, und so trifft man ihn zuweilen zusammen mit dem neuen 7B an. Während die Mine des alten aufgrund des Rußanteils mattschwarz ist, lässt der hohe Graphitanteil des neuen die Mine grau glänzen.
Wer gerne den alten 7B benutzt hat, sollte sich jetzt noch Restbestände sichern. – Interessant zu wissen wäre, ob die Mine des neuen Black 8B der des alten 8B entspricht; falls nicht, würde letzterer ebenfalls verschwinden.
Anm.: Die Grade 7B und 8B des Lumograph, der am 1. August 1930 eingeführt wurde, kamen als EXB und EX-EXB auf den Markt. Später änderte man die Bezeichnungen zu EB und EE und in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre zu 7B und 8B. In Thailand war der Lumograph EE jedoch so beliebt, dass man den Namen dort noch eine ganze Weile behalten hat. Es gibt immer wieder Diskussionen darüber, ob nicht nur die Bezeichnung, sondern auch die Rezeptur dieser beiden Grade geändert wurde (siehe dazu auch „The hunt for the EE grade pencil“ bei pencil talk).
Aus dem Museumskeller dieses Weblogs: Das Landkartenschreiber-Etui „Kartothello“ Nr. 1411 von Schwan im Set mit Zubehör.
(Bilder zum Vergrößern anklicken)
Im Vergleich zu ähnlichen Sets ist es reichhaltig ausgestattet: Neben fünf Farbstiften enthält es einen Spitzer, einen Radiergummi, einen kurzen Bleistift1, einen Verlängerer sowie einen Entfernungsmesser aus Metall. – Unnötig zu sagen, dass der Radiergummi seine beste Zeit lange hinter sich hat.
Die runden, werkseitig gespitzen Farbstifte haben offene Enden und 4 mm dicke Minen, die fest und kreidig sind; beim verwendeten Holz tippe ich auf Zeder2. – Man beachte die pfiffige Schreibweise des Firmennamens, der hier als „Schwan“ und „Swan“ gelesen werden kann und damit mehrsprachig wird.
Der hexagonale Bleistift der Marke „Othello“ hat den Härtegrad 1 (= B) und schreibt bemerkenswert leicht und sauber.
Mit dem Entfernungsmesser ließen sich für vier verschiedene Kartenmaßstäbe die Strecken von der Karte ablesen und mithilfe der aufgedruckten Umrechungen daraus die Marschleistung, d. h. die pro Tag voraussichtlich zurückgelegte Strecke, ermitteln.
Wie diese Reklame aus dem Jahr 1938 belegt, handelte es sich bei den Produkten der Marke „Kartothello“ um „[a]bwischbare Farbkreiden und -Stifte zur militärischen Kartenbeschriftung“.
Es fällt auf, dass die Stifte in dieser Reklame lackiert und anders bedruckt sind. Sollten diese Abbildungen korrekt sein, so könnten die hier gezeigten unlackierten späteren Datums sein.
Neben dem Set mit Zubehör gab es noch eines nur mit Farbstiften. Die in meinem Exemplar sind lackiert und tragen zudem das sogenannte Schwan-Auge3; ihre Minen sind weicher und mit 4,5 mm etwas dicker.
Die deutschen Etiketten auf dem Deckel und im Inneren wurden mit englischsprachigen überklebt4.
Für mich ein interessantes Stück Schreibwaren-Geschichte!
Anm.: Bei der topografischen Karte im Hintergrund handelt es sich auch diesmal um das Blatt Lauterbach, bearbeitet durch das hessische Katasteramt 1909.
Die Stiftablage des Monats Juli stammt aus der DDR der 1970er Jahre.
Füllung fürs Foto: LaurelClips, Umschlag-Klammern von MAUL, Norica-Büroklammern von HEICO, M+R Pollux, STAEDTLER Mars Lumograph 100 B
Sie ist 215 × 120 mm groß, 22 mm hoch und aus einem sehr harten, mir unbekannten Kunststoff gefertigt. Auf der Unterseite befindet sich ein Symbol, das mir nichts sagt.
Für mich ein farbenfrohes Schmuckstück, das man nicht alle Tage antrifft!
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„In der Wochenend-Beilage der FAZ steht etwas über den Palomino Blackwing 602″, sagte man mir, und ich habe mir diese Ausgabe1 geholt. Vorweg: Es hat sich nicht gelohnt.
Die Vorgeschichte: Der Blackwing 602 von Eberhard Faber kam 1934 in den USA auf den Markt und wurde bis 1998 produziert. Er gilt zu Recht als einzigartig, hat sehr viele Fans und erzielt bei Auktionen immer wieder hohe Preise. California Cedar, Lieferant von Bleistiftbrettchen und Anbieter von Bleistiften, hat 2010 die Rechte am Namen „Blackwing“ erworben und wenig später erst den Palomino Blackwing und dann den Palomino Blackwing 602 herausgebracht. Das Marketing für diese Bleistifte suggerierte unter anderem, als würde der alte Blackwing 602 wieder produziert (was nicht stimmt). Man führte auch berühmte Autoren, Komponisten usw. als Blackwing-Nutzer auf, die jedoch in manchen Fällen noch nicht einmal den Blackwing 602 von Eberhard Faber, geschweige denn die Kopie von CalCedar benutzt haben (mehr dazu unter „Facts, Fiction, and the Palomino Blackwing Experience“ auf The Blackwing Pages).

Im Artikel „Eine schöne Handschrift“ in der Rubrik „Das will ich haben“ schwärmt der Autor davon, „welches Vergnügen es bereitet, mit einem Bleistift zu schreiben, dessen Seele aus japanischem Graphit gefertigt ist“, doch soweit ich weiß, kommt der Graphit im Palomino Blackwing nicht aus Japan2. „Nach altem Rezept wird Wachs zugegeben, um einen noch weicheren Lauf zu erzeugen“, heißt es weiter, aber es fehlt der Hinweis darauf, dass die Imprägnierung mit Wachs (genauer: Paraffin) nichts Blackwing-typisches, sondern bei Bleistiften üblich ist und der Hersteller des Palomino Blackwing die Minenrezeptur des Originals von Eberhard Faber nicht kennt.
Der Autor ist begeistert: „Mag sein, dass die Euphorie beim Schreiben mit dem Blackwing auch dem feierlichen Gefühl geschuldet ist, mit einem Werkzeug zu arbeiten, mit dem John Steinbeck seine »Straße der Ölsardinen« geschrieben und Leonard Bernstein die Noten seiner »Westside Story« aufs Papier gesetzt hat.“3 Dies erinnert an das Marketing von Moleskine, das den Eindruck erweckt, Ernest Hemingway hätte ein Moleskine-Notizbuch gehabt. Es folgt das altbekannte Witzchen mit dem Radierer als „Delete-Taste“ am Ende des Bleistifts und die an junge Leute gerichtete Beschreibung eines Spitzers4, und ich frage mich, für wie dämlich der Leser gehalten wird. Mit der Behauptung „Das Unternehmen nahm die Tradition von Eberhard Faber wieder auf“ folgt der Autor treu dem irreführenden Marketing von CalCedar – da freue ich mich, dass der Artikel so kurz ausgefallen ist.
Ich habe natürlich nicht erwartet, dass der Autor z. B. auf den kulturellen Vandalismus durch CalCedar eingeht, doch etwas Besseres als reines Marketinggeschwurbel mit sachlichen Fehlern hätte ich der FAZ schon zugetraut.
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