Scharfes Gerät
Ein Taschenmesser mit integriertem Bleistiftspitzer: Das SOG Contractor 2×4.
Ein Taschenmesser mit integriertem Bleistiftspitzer: Das SOG Contractor 2×4.
An den modernen Geist mit einem Gespür für die Zukunft richtete sich diese Anzeige von Eberhard Faber mit Sitz in Wiles-Barre, Pennsylvania (USA) und Toronto (Kanada).
Aufwändig, attraktiv und mit alliterierendem Aufmacher bewarb man 1958 den verbesserten „Microtomic“ in holzgefasster und Minenform sowie die Verpackung des letzteren.
Der für den Produktnamen gewählte und mir unbekannte Font ist sehr schwungvoll. Mich würde nicht wundern, wenn man die Zeichen des Schriftzugs individuell gestaltet, aber kein komplettes Alphabet angelegt hätte.
Kaum etwas hat man ausgelassen: Raketen, Monde, Sterne und inmitten des Sonnensystems die Bahnen einiger Elektronen (?), die um die beiden Ausführungen des „Microtomic“ kreisen. – Gut möglich, dass die Stimmung in den ins All strebenden USA die Motivwahl beeinflusst hat, denn im Jahr vor dieser Anzeige schickte die Sowjetunion den Satellit „Sputnik 1“ in die Erdumlaufbahn und löste damit den „Space Race“ aus.
Der Text steht den Illustrationen in nichts nach …
… und so glaubt man bei der Beschreibung des Minenbehälters, nein, des „One Hand Flip-Top Microtomic Lead Insertor“, ein High-Tech-Produkt vor sich zu haben.
Hier hat in meinen Augen nicht nur die Produktentwicklung Qualität gezeigt, sondern auch die Werbeabteilung.
Wie wird man wohl in 50 Jahren auf die Anzeigen von heute schauen?
Fans können aufatmen: Die von STAEDTLER auf der diesjährigen Paperworld vorgestellten „Retro“-Dosen und das „Pencilmaker Kit“ wird es aufgrund reger Nachfrage nun doch auch hierzulande geben, allerdings nur in kleinen Mengen und nur solange Vorrat reicht.
Die Preise inklusive MwSt. und Versand:
Interessierte bestellen die Sets beim Kundenservice von STAEDTLER auf Rechnung. – Die Lumograph- und Noris-Dose gibt es auch in der STAEDTLER-Welt in Nürnberg.
Klein und schwarz ist der Radierer mit dem schlichten Namen „Black“ aus der Ain-Serie von Pentel, der ausschließlich für den US-amerikanischen Markt hergestellt wird.
Der transparent folienverpackte Radierer mit Pappmanschette misst etwa 44 × 28 × 12 mm und macht das Mäppchen um gut 12 Gramm schwerer. Seine Leistung ist beachtlich und deutlich besser als die der meisten anderen mir bekannten schwarzen Radierer: Er krümelt wenig, schont das Papier, schmiert nicht, verbraucht sich sehr langsam und kommt damit fast an den Mitsubishi BOXY, den für mich besten seiner Gattung, heran.
Hier mit einem schwarzen Spitzer von Eisen und einem Pentel Black Polymer 999 HB.
Vielen Dank an Jürg für den Pentel Black!
Wer sich als Endverbraucher eine kleine Menge Bleistifte bedrucken lassen möchte, sucht lange und oft vergeblich – die meisten Anbieter geben nur an gewerbliche Kunden ab oder haben riesige Mindestmengen (oder beides). Eine der wenigen Ausnahmen ist der portugiesische Hersteller Viarco, der seit kurzem personalisierte Bleistifte führt und auch online verkauft. Ich habe dieses Angebot getestet.
Der 7,4 mm dicke Bleistift mit HB-Mine ist aus Zedernholz, rund und naturbelassen; eine Banderole aus Papier und zwei Kordeln halten zwölf Stück traditionell zusammen. Ganz im Kontrast zu den zahlreichen Gestaltungsoptionen z. B. bei Reidinger oder STABILO erwartet Viarco nur den anzubringenden Text im Kommentarfeld. Das Dutzend kostet 9,90 Euro; für den Versand nach Deutschland kamen 7,50 Euro hinzu. – Bereits vier Tage nach der Bestellung waren die Stifte da.
Überraschung beim ersten Blick: Sowohl der Text als auch der Firmenname und das Logo wurden mit einem Laser eingebracht. Die dabei entstandenen Vertiefungen sind dunkel und gehen etwa einen Millimeter ins Holz. Die Unregelmäßigkeiten in der Schrift, besonders an den Punzen, sind vermutlich durch das Verfahren bedingt, das jedoch erheblich günstiger ist als der Aufdruck, der eigens angefertigte Werkzeuge erfordert.
Hier mit der „Granate“ von Möbius+Ruppert.
Das Holz ist sauber verarbeitet und glatt; lediglich ein paar Abplatzungen an den Enden und einige Dellen an den Schäften trüben den Gesamteindruck. Im Hand- und im Kurbelspitzer machen die Bleistifte eine sehr gute Figur.
Gespitzt mit dem Carl Decade DE-100 (links) und der „Granate“ (mitte).
Die für HB ziemlich weiche Mine schwärzt recht gut und lässt sich ordentlich radieren, ist aber leider von ungleichmäßiger Qualität, krümelt manchmal und könnte leichter über das Papier gleiten. Aber ich will nicht allzu streng sein – die Gestaltung von Bleistift und Verpackung ist gelungen, und das stimmt mich milde.
Angenehme Erfahrungen habe ich mit dem Service von Viarco gemacht: Auf meine Fragen nach Details zur Beschriftung bekam ich innerhalb einer Stunde eine detaillierte Antwort. Der Text, so sagte man mir, dürfe die ganze Länge des Bleistift einnehmen und bis zu 5,5 mm hoch sein (darüber gäbe es Verzerrungen); außerdem könne man Grafiken nach elektronischer Vorlage einbringen. Aber auch den klassischen Aufdruck bekommt man bei Viarco in unterschiedlichen Ausführungen, wie diese Übersicht zeigt.
Mein Fazit: Trotz ihrer kleinen Schwächen machen mir diese Bleistifte Spaß, nicht zuletzt wegen ihres Retro-Designs; die sehr große für den Text verfügbare Fläche und die Abgabe bereits kleiner Mengen tragen zur Attraktivität bei.
Ein Vormieter der besonderen, nämlich der noch wohnenden Art ist dieser stille Beobachter, der sich an einem Handtuchhalter verstecken wollte und mir bei der gründlichen Reinigung unseres neuen Heims sofort auffiel. Euch kenn‘ ich!
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