Schnell aufgetischt

Wer sich am Nach­mit­tag des gest­ri­gen Sams­tag das Fern­seh­pro­gramm des WDR zuge­führt hat, sah gegen 16.55 Uhr einen Glas­tisch, des­sen Platte auf zahl­rei­chen STAEDTLER Noris 122 ruhte.

Schnell aufgetischt

Schnell aufgetischt

Man beachte den Spit­zer in der Mitte. – Der Tisch steht im Museum der Desi­gne­rin Rossa­na Orlandi in Mai­land. Die Sen­dung „2 für 300: Tamina in Mai­land“ ist noch bis zum 2.12.16 abruf­bar; der Noris-​Tisch hat sei­nen sehr kur­zen Auf­tritt bei etwa 8:20.

Magna-​Dialer

Sola von pen­cils and other things hat kürz­lich einen Tele­fon­blei­stift in Aktion gezeigt, der ihr in einer Folge der Serie „The Crown“ auf­ge­fal­len ist. Das hat mich an etwas Ähn­li­ches in mei­nem Fun­dus erinnert.

Magna-Dialer

Der Magna-​Dialer stammt aus den 1950er Jah­ren, und auch er hat eine Kugel, die man statt des Fin­gers in die Wähl­scheibe ste­cken konnte. In einer frü­hen Anzeige von Eber­hard Faber für holz­ge­fasste Tele­fon­blei­stifte mit Kugel wurde betont, dass damit die Fin­ger­nä­gel geschont würden.

Magna-Dialer

Der in den 1950er Jah­ren1 her­ge­stellte und 141 mm lange Tele­fon­stift hat einen 7 mm star­ken, sechs­flä­chi­gen Metall­schaft2 und eine 14 mm dicke, abschraub­bare Kugel aus Kunst­stoff. Das Dre­hen der Spitze trans­por­tiert die 1 mm dicke Mine, die etwa den Här­te­grad H hat. Ein Magnet im Stift hält ihn auf der mit­ge­lie­fer­ten Ablage, die ursprüng­lich eine selbst­kle­bende Rück­seite hatte. – Weder der Stift noch der Kar­ton, des­sen De­ckel fehlt, tra­gen eine Kennzeichnung.

Magna-Dialer

Man beachte die hand­schrift­li­che Ergän­zung auf dem Bei­le­ger. – Auf Flickr gibt es eine Reklame für den Magna-​Dialer aus dem Jahr 1952.

Tele­fon­blei­stifte mit Kugel kenne ich nur aus den USA. Eine andere Vari­ante des Telefon­stifts hatte eine Öse oder einen Ring, damit man ihn am Appa­rat befes­ti­gen konnte; er­hältlich war er u. a. von Eber­hard Faber und J.S. STAEDTLER. – Offen­bar hat man auch das Radierer-​Ende zum Wäh­len benutzt, denn es gab Wer­be­blei­stifte, die an bei­den Enden ei­nen Radie­rer hat­ten (siehe hier)3.

  1. Quelle: Ver­käu­fe­rin auf Etsy.com.↩
  2. Er glänzt gold­far­ben, doch es wollte mir nicht gelin­gen, diese Farbe im Foto fest­zu­hal­ten. Der Glanz an der Spitze lässt die Farbe erah­nen.↩
  3. Nicht zu ver­wech­seln mit dem Null-​Fehler-​Bleistift.↩

M+R Minofix

Schon eine Weile im Pro­gramm des Erlan­ger Her­stel­lers Möbius+Ruppert ist der Minen­spit­zer Minofix.

M+R Minofix

Der aus Mes­sing1 gefer­tigte und bemer­kens­wert aus­führ­lich gekenn­zeich­nete Spit­zer hat die klas­si­sche Block­form und zwei gegen­über­lie­gende Mes­ser, mit denen er 2 und 3,2 mm dicke Minen in Form bringt.

M+R Minofix

Die Mes­ser haben das Stan­dard­for­mat, so dass Ersatz leicht zu bekom­men ist.

M+R Minofix

Mit dem Koh-​I-​Noor 5616 (links) und dem neuen STAEDTLER Mars tech­nico 780 C

Das Spit­zen fällt leicht und das Spit­z­er­geb­nis sehr gut aus – die Minen­füh­rung mit nur mini­ma­lem Spiel ist sehr gut, die Ober­flä­che sau­ber und die Spitze nadelfein.

M+R Minofix

Für die Detail­ver­lieb­ten: Der Spitz­win­kel beträgt 23° bei 2 mm und 31° bei 3,2 mm. – Der Min­o­fix hat die Arti­kel­num­mer 0614; den Laden­preis rei­che ich nach.

Danke an Möbius+Ruppert für das Muster!

  1. Der Min­o­fix ist mei­nes Wis­sens der ein­zige Messing-​Minenspitzer aus aktu­el­ler Pro­duk­tion.↩

Wundersame Welt der Waren (34)

Als Bedie­nungs­an­lei­tungs­gern­le­ser finde ich immer wie­der Bemer­kens­wer­tes, so auch kürz­lich in den Sicher­heits­hin­wei­sen zu einem Gerät, das noch nicht genannt sein soll.

Verbote

(zum Ver­grö­ßern anklicken)

Neben der Emp­feh­lung, wäh­rend des Gebrauchs nicht ein­zu­schla­fen, gefällt mir die Formu­lierung „abwei­chende Situa­tio­nen“, die ver­mut­lich durch eine abwei­chende Situa­tion bei der Über­set­zung entstand.

Wer rät, zu wel­chem Gerät diese Hin­weise gehören?

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Bleistifthölzer (3)

Nach einer klei­nen Über­sicht der heute am häu­figs­ten genutz­ten Blei­stift­höl­zer und dem Blick in deren Geschichte heute zwei weitere.

Bleistifthölzer (3)

Für den ursprüng­lich aus Jel­utong gefer­tig­ten STABILO GRE­EN­graph kommt schon seit eini­ger Zeit Pap­pel (bot. Popu­lus)1 zum Ein­satz. Sie ist weich, gut spitz­bar und das zur­zeit bil­ligste Blei­stift­holz, und so denke ich, dass wir sie bald häu­fi­ger sehen werden.

Bleistifthölzer (3)

Der indi­sche Her­stel­ler DOMS nutzt nicht nur für den Y1+ das in Nord-​Thailand, Sri Lanka und Indien behei­ma­tete Vatta (auch Kanda, Kenda oder Chandada, bot. Mac­a­ranga pel­tata). Es ist dun­kel und hat eine in mei­nen Augen recht inter­es­sante Mase­rung, doch lei­der lässt es sich nur mäßig gut spit­zen. Im Gegen­satz zur Pap­pel des GRE­EN­graph ist DOMS‘ Vatta nicht FSC-​zertifiziert. – Zer­spant hat hier der Pol­lux von Möbius+Ruppert.

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  1. Wel­che Pap­pel­art das ist und wo sie her­kommt, weiß ich lei­der nicht.↩
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