Denk‘ dran, wir sind zerbrechlich
Mit diesem schönen Stempel versehen Bundoki und pencils.jp (gehören zusammen) ihre Sendungen. Das gefällt mir!
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Hin und wieder werde ich gefragt, welchen Bleistift ich bevorzuge; hier eine kurze Antwort.
Es sind zwei, nämlich der STAEDTLER Mars Lumograph B und der Pentel Black Polymer 999 HB. Der erste bedarf sicher keiner Worte, ist er doch schon seit über 80 Jahren erhältlich und weltweit für seine Qualität und sein Design bekannt1. Der zweite hingegen ist ein Exot, denn er hat als einziger mir bekannter holzgefasster Stift statt der keramik- eine polymergebundene Mine, wie man sie sonst nur wesentlich dünner für Druckbleistifte nutzt. Diese Mine ist äußerst bruchfest, sehr gut radierbar und hat eine saubere Abgabe2. – Der Black Polymer 999 kam im August 1987 auf den japanischen Markt; leider wurde die Produktion im vergangenen Jahr eingestellt3 (meine kleine Reserve müsste noch eine Weile reichen).
Die Welt der Bleistifte ist jedoch zu facettenreich, als dass ich mich beim alltäglichen Schreiben auf diese beiden Exemplare beschränken könnte, und so greife ich manchmal nicht nur zu weiteren Härtegraden der genannten Stifte, sondern auch zu anderen Exemplaren und erfreue mich an der Vielfalt.
Und welche Bleistifte bevorzugen meine Leser?
Die Produktion des Steno-Bleistifts STAEDTLER Mars stenofix wurde mit Beginn des neuen Jahres eingestellt.
Der erste Mars stenofix kam 1935 unter der Artikelnummer 2884 auf den Markt. 1967 erhielt er die Nummer 101, und bis in die 80er Jahre hinein gab es ihn außer in HB noch in B und 2B.
Nachtrag vom 17.2.12: Bereits vor 1908 gab es von J.S. STAEDTLER die Bleistifte STENOGRAPHIE 320, 321, 324 und 325; ab 1925 kamen dann die als Stenographie-Bleistifte beworbenen Modelle 1205, Mars 1225 und Mignon 6205 hinzu. – Danke an STAEDTLER für diese Details!
Stammleser dieses Weblogs wissen von meiner ausdauernden Suche nach dem idealen Bleistiftständer. Sie ist noch längst nicht abgeschlossen, denn die meisten Exemplare sind zwar nützlich und dekorativ, aber für kurze und sehr kurze Stifte nicht oder nur eingeschränkt geeignet. Einen Vorschlag zur Behebung dieses Übelstands zeigt meine heutige schnelle Bastelei.
Neben gewöhnlichem, in jedem gut sortierten Bastelhaushalt vorhandenen Material und Werkzeug benötigen wir zwei Holzleisten 40 × 15 mm, 10 und 18 cm lang, sowie zwei maximal 40 mm breite Stücke Drahtgewebe mit 10 mm und 2 mm Maschenweite, 18 und 22 cm lang (ich beziehe Derartiges gerne von Modulor). Besondere Kenntnisse und Fähigkeiten sind nicht notwendig.
Wir kleben die beiden Leisten wie gezeigt zusammen; wer mag, verstärkt die Verbindung durch eine Schraube.
Das grobe Drahtgewebe – es hält die Stifte – biegen wir so zurecht, dass die Enden flach auf den Stirnseiten aufliegen, und das feine kommt auf die Oberseite des unteren Teils; es verhindert das Wegrutschen der Bleistifte.
Über die Befestigung der Gewebe habe ich mir keine großen Gedanken gemacht, sondern kurzerhand das feine mit einigen Tropfen Pattex und das grobe mit zwei Reißzwecken fixiert.
Von links: Chung Hwa 6151, Mitsubishi uni Penmanship Pencil, LAMY plus, Mitsubishi uni 4563, STAEDTLER Cadet, STAEDTLER mark-2B, Caran d’Ache Grafwood, Mitsubishi uni Nano Dia, STAEDTLER tradition, Johann Faber Berthelt, Tombow Mark Sheet, STAEDTLER Noris Club maxi, Mitsubishi uni Arterase Color, STAEDTLER Noris, Faber-Castell 9000
Diese Konstruktion gewinnt natürlich keinen Design-Preis, stellt aber eine Lösung für die praktische Aufbewahrung von Bleistiften aller Längen dar.
Nachtrag vom 15.1.12:
Beim Aufräumen der Bastelbude kamen mir noch ein paar Gedanken, die auf die Schnelle umgesetzt so aussehen:
Das grobe Geflecht bildet nun auch die Senkrechte und steckt in der Basis (hier: MDF). Noch schräger darf es allerdings nicht sein, da sonst die Öffnungen im Gitter zu klein werden. Zudem müssen die Spitzen der Stifte nicht im feinen Geflecht stehen, sondern können auch auf Filz ruhen. – Wer ein Verkratzen der Stifte fürchtet, mindert das Risiko mit einer Schicht Klarlack.
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Ein ungewöhnlicher Vertreter seiner Gattung ist der Notizblock „TidbiT Free Cut Memo“ von Kokuyo aus Japan.
Die 80 Blatt des in den Formaten A7, B7 und A6 erhältlichen Blocks haben keine Lineatur, sondern sind mikroperforiert und lassen sich fein zerteilen.
Eine Tasche im Deckkarton, den man dank der Falze komplett umschlagen kann, bietet Platz für die Schnipsel.
Dieses Produkt mag wie eine Lösung auf der Suche nach einem Problem aussehen, aber mir gefallen die Idee und die Umsetzung.
Das „TidbiT Free Cut Memo“ gibt es liniert und kariert – falls man das noch so nennen kann – und kostet zwischen 300 und 380 Yen (etwa 3,– bis 3,90 Euro).
Ich bin immer wieder überrascht, auf welche Ideen man in Japan kommt!
Das Tonwerk der Stadt Klingenberg am Main, Lieferant für Spezialtone und ein wichtiger Name in der Bleistiftwelt, wurde geschlossen. Als am 16. Dezember 2011 zum letzten Mal Bergleute in den Schacht einfuhren, ging eine 270 Jahre andauernde Ära zu Ende. Der sehr hochwertige Klingenberger Ton wurde u. a. nach Südamerika, Afrika und Asien exportiert und stand auch schon in diesem Blog schon im Mittelpunkt. – Hier und da gibt es zwei kurze Beiträge des Bayerischen Fernsehens zur Schließung des Werks.
Danke an Kai für den Hinweis!
Ein rundgerubbelter Radierer arbeitet ungenau, und diesem Übelstand setzt der japanische Hersteller Kokuyo seinen Kadokeshi entgegen.
Der in drei Größen und drei Farben erhältliche Radierer hat 28 Ecken und ebenso viele Kanten und damit das Zeug für ein Präzisionswerkzeug.
Hier mit einem Tombow KM-KMSC.
Der Kadokeshi radiert sehr gut und erfreulich krümelarm, so dass ich ihn empfehlen kann. Die kleinste Variante – hier gezeigt – misst 14 × 14 × 35 mm und kostet im Doppelpack 150 Yen (gut 1,50 Euro). – Der pfiffige, von Hideo Kanbara gestaltete Radierer hat es auch in das Museum of Modern Art geschafft.
Weitere Radierer mit ähnlicher Zielsetzung sind der Mirikeshi aus gleichem Hause und der METAPHYS 44050 viss.
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