Archiv des Stichworts „STAEDTLER”

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Alligator

Mittwoch, 11. März 2009

Viel zu schön, um nicht detailliert gezeigt zu werden: Das kleine Krokodil auf dem runden, schwarz lackierten Bleistift “ALLIGATOR” № 2 von Johann Faber. (NB: Georg Büttners Blei­stiftseiten zufolge ging Johann Faber, der sein Unternehmen 1876 gründete, im Jahr 1932 eine Zusammenarbeit mit A.W. Faber-Castell ein und wurde zehn Jahre später von diesem übernommen.)

Alligator

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Leider weiß ich überhaupt nichts über die Geschichte dieses wohl sehr alten Bleistifts, aber laut Bob Truby’s Brand Name Pencils muss es zumindest noch einen Kopierstift dieses Namens, jedoch ohne Grafik gegeben haben. – Neben dem Schwan auf den Stiften von STABILO, der bereits 1875 als Markenzeichen eingeführt wurde, gibt es heute noch die Libelle bei Tombow. Darüber hinaus kenne ich nur einen weiteren Bleistift mit Tier, nämlich den „Kiddi Black Elefant” von STAEDTLER, doch dieser ist seit geraumer Zeit nicht mehr erhältlich.

Alligator

Da das Krokodil in der westlichen Kulturgeschichte eine eher untergeordnete Rolle spielt, vermute ich, dass es hier lediglich der Dekoration dient, doch diese Aufgabe erfüllt es in meinen Augen auf eine sehr nette und attraktive Weise.

STAEDTLER MARS Drafting Dots

Donnerstag, 26. Februar 2009

Kräftig punkten in Sachen Zeichenzubehör können bei mir die beiden nordamerikanischen Niederlassungen von STAEDTLER mit ihren „MARS Drafting Dots”: Diese kreisrunden, attraktiven Klebepunkte halten, was sie versprechen, nämlich Entwürfe, Zeichnungen und anderes fest am Platz.

STAEDTLER MARS Drafting Dots

Die in den USA hergestellten und etwa 0,12 mm dünnen Positionierpunkte mit einem Durchmesser von 22,5 mm tragen den STAEDTLER-Schriftzug sowie das inzwischen seit über einem Jahrhundert genutzte und mehrfach umgestaltete Logo des Unternehmens, den stilisierten Kopf des römischen Gottes Mars1, und zieren damit jeden Schreibtisch.

Die Gebrauchseigenschaften sind hervorragend, denn im Gegensatz zu herkömmlichem Kle­beband lassen sich die Punktkleber ohne Beschädigung des Beschreibmaterials ablösen und sogar einige Male wiederverwenden – meine Tests mit Standard-Druckerpapier, Zeichen­transparent, Aquarellpapier und farbigem Karton verliefen sehr zufriedenstellend. Zudem ist dank der praktischen und dreisprachig im Font Eras beschrifteten Papp-Box, die 500 Stück enthält, die Handhabung denkbar einfach.

STAEDTLER MARS Drafting Dots

Vorne: Mars Lumograph B und graphite 925 25 05

Die sehr nützlichen Papierpunkte haben die Artikelnummer 999172D, kosten umgerechnet etwa 7,20 Euro (entspricht gut 36 Euro/m2) und sind nicht nur für STAEDTLER-Fans ein lohnender Kauf.

Vielen Dank an Stephen von pencil talk für seine Hilfe bei der Beschaffung der „Drafting Dots”!

  1. 1908 erschien der erste Kopf mit Helm. 1912 folgte ein römischer Kriegerkopf und 1925 ein weiterer, der fast wie eine Kombination aus den ersten beiden wirkte. Dieser erfuhr 1952 die erste, 1958 die zweite und 1963 die dritte Überarbeitung; letztere Variante wurde dann auch aktiv als Markenzeichen beworben. 1973 und 2001 gab es erneute Bearbeitungen.

Handschriftbleistift

Montag, 16. Februar 2009

Handschriftstift

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Obwohl Aufdrucke wie „Stift”, „Pencil” oder ähnlich auf einem Bleistift ja eigentlich nicht nötig sind, trifft man derartige Kennzeichnungen recht häufig an. Bei einem Produkt von STAEDTLER UK ging die Redundanz noch weiter, und so kam es zu der Beschriftung des „Handwriting Pencil” aus der bekannten „Noris”-Reihe.

Handschriftstift

Hier deutlich sichtbar sind die Jahresringe des Holzes. Der Abstand dieser zeige, so sagte mir ein Fachmann, dass das Holz in gemäßigten, aber nicht tropischen Breiten gewachsen sei und sehr nach kalifornischer Zeder aussähe.

Die Faltschachtel informiert ausführlich über diesen 9,5 mm dicken Stift mit 2-mm-Mine: „Large Diameter Pencils” von „STAEDTLER, Britain's Largest Pencil Manufacturer” sowie „12 Noris Handwriting Pencil 128 NHP”, „Made in Great Britain by STAEDTLER (UK) Limited Pontyclun, Mid Glam. CFY 8YJ” (Anm.: „Glam.” steht für Glamorgan; dieses Werk in Süd-Wales wurde Ende 2008 geschlossen). Das Fehlen einer Artikelnummer o. ä. auf dem Bleistift überrascht jedoch.

Handschriftstift

Ein Strichcode ist nicht vorhanden, was vermuten lässt, dass der „Handwriting Pencil” bereits vor einiger Zeit hergestellt wurde. – STAEDTLER UK führt ihn nicht mehr auf.

Handschriftstift

Das geradlinige, fast schon generische und heute etwas altmodisch wirkende Design dieses Bleistifts spricht mich sehr an, ebenso der Umstand, dass hier etwas mehr getan wurde als unbedingt nötig.

Vielen Dank an Stephen von pencil talk für den „Noris Handwriting Pencil”!

EX-EXB

Montag, 9. Februar 2009

EX-EXB

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Wahrscheinlich über 70 Jahre und fast 8800 km Luftlinie liegen zwischen diesen beiden Bleistiften, die sich äußerlich verblüffend ähnlich sind. Auch wenn der Gedanke an eine Pro­duktkopie naheliegt, so möchte ich nicht darüber spekulieren, sondern mich nur mit den Stiften selbst beschäftigen.

EX-EXB

Die in den 30er Jahren übliche Bezeichnung EX-EXB („Extra Extra Black”) für den besonders weichen Bleistift wurde in den 70ern nach EE und zwischen 1996 und 2001 nach 8B geändert; der nächsthärtere Grad war EXB (EB, 7B). Viele bedauern das Verschwinden des EE-Bleistifts und sehen im 8B nicht nur eine Änderung des Namens, sondern auch des Minenmaterials. Der Härtegrad EE, der meines Wissens nur noch bei STAEDTLER Thailand erhältlich ist, genießt daher einen besonderen Ruf.

EX-EXB

Während sowohl der Chung Hwa 111 von China First Pencil als auch der STAEDTLER Mars Lumograph 2886 die Standardlänge von etwa 17,5 cm haben, so sind sie mit ihrem Durchmesser von gut 9 mm vergleichsweise dick.

EX-EXB

Der Aufdruck des Mars Lumograph ist schlicht, der des Chung Hwa hingegen ausführlich und zweisprachig. Die Abkürzung „DRP” auf dem Lumograph verweist auf eine Eintragung beim 1919 eingerichteten Reichspatentamt, das 1945 seine Tätigkeit einstellte.

EX-EXB

Links: STAEDTLER Mars Lumograph 2886, rechts: Chung Hwa 111

Bei genauerem Blick offenbaren sich jedoch Unterschiede zwischen diesen beiden Stiften. Die Mine des gespitzt angebotenen Mars Lumograph ist knapp 4,5 mm dick und damit 0,5 mm dicker als die des Chung Hwa, der ungespitzt in den Handel kommt (kam?).

EX-EXB

STAEDTLER Mars Lumograph 2886 mit M+R 602

Im Messing-Doppelspitzer M+R 602 von Möbius+Ruppert machen beide eine gute Figur, wobei die sieben Jahrzehnte dem Holz des Mars Lumograph offenbar nichts anhaben konnten.

EX-EXB

Chung Hwa 111 mit M+R 602

Noch größere Unterschiede zeigen sich im Gebrauch: Der Mars Lumograph 2886 ist rauer und deutlich schwärzer als der Chung Hwa, der dafür leichter über das Papier gleitet und sich auch wesentlich besser radieren lässt; letzterer ähnelt eher dem aktuellen Mars Lumograph 4B. – Der noch erhältliche Mars Lumograph EE schwärzt jedoch noch besser als sein 70 Jahre alter Vorgänger.

EX-EXB

EX-EXB

Weitere Details zum Härtegrad EE gibt es unter „The hunt for the EE grade pencil” und „Staedtler Mars Lumograph EE update” bei pencil talk.

Vielen Dank an Sabine für den Chung Hwa 111 EX-EXB!

Paperworld 2009 (3)

Mittwoch, 4. Februar 2009

Neben dem revolutionären WOPEX, dem coextrudierten Bleistift, präsentierte STAEDTLER einige weitere interessante Neuheiten, so auch den Marker Lumocolor permanent retract mit Druckmechanik, der eine einfache Handhabung verspricht.

Paperworld 2009

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Zuwachs gab es auch bei den Allesschreibern, und zwar in dicker, papierter Sechskantform. Der wohl hauptsächlich für das industrielle Markieren gedachte Lumocolor permanent omni­graph schreibt u. a. auf Reifen und nassem Holz.

Paperworld 2009

Die einfachen und preisgünstigen Druckbleistifte „Noris 763″ und graphite 763 mit jeweils 0,5 mm Minenstärke runden das Sortiment der mechanischen Bleistifte nach unten ab. – Der Noris 763 wirkt auf mich ein wenig wie der Nachfolger des vor einigen Jahren aus dem Programm genommenen „MARS TRI 773″.

Paperworld 2009

Im mittleren Bereich gesellte sich der graphite 760 zu dem auf der vorigen Paperworld vorgestellten graphite 771. Während letzterer nur mit Minen des Durchmessers 1,3 mm arbeitet, gibt es den graphite 760, der mich sehr an den Aristo 3fit erinnert, zusätzlich mit den Minenstärken 0,5 und 0,7 mm.

Paperworld 2009

Waren die hervorragenden Druckbleistifte 925 und 925 25 bisher nur von STAEDTLER Japan erhältlich, so werden sie nun auch in Deutschland angeboten. Mit vier Strichstärken, Härtegrad-Indikator und starrem, 4 mm langen Minenführungsröhrchen richten sich diese Schreib- und Zeichengeräte hauptsächlich an professionelle Nutzer. (Das Design des 925 von STAEDTLER Japan wurde übrigens vor einiger Zeit geändert; ein Foto von beiden Vari­anten gibt es hier.) – Ob diese beiden Stifte tatsächlich identisch zu den japanischen Mo­dellen sind, muss noch ein direkter Vergleich zeigen.

Paperworld 2009

Der graphite 925 25 hat einen Ganzmetallkorpus und dürfte unter den technisch orientier­ten Druckbleistiften sicher das hochwertigste hierzulande erhältliche Modell sein.

Paperworld 2009 (2)

Dienstag, 3. Februar 2009

Um mir die Wartezeit bis zum April – denn erst dann kommt der LYRA COLORSTRIPE in den Handel – etwas zu verkürzen, habe ich am Stand des Herstellers noch einmal ganz ge­nau hingeschaut. Neben 16 Einzelfarben gibt es fünf im Design abgestimmte Dosenspitzer sowie Kartonetuis mit 8 und (nicht im Bild) 16 Farben; beide Sets enthalten einen Spitzer aus Kunststoff.

Paperworld 2009

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Mit meiner Bitte um Muster hatte ich Erfolg, und so gibt es hier demnächst mehr zu die­sem ungewöhnlichen Farbstift, der den diesjährigen iF Product Design Award erhielt und ebenso wie der GROOVE von formidable gestaltet wurde. – Eine Graphitvariante ist übri­gens nicht im Sortiment.

KUM hat den Vertrieb des Penpass übernommen, doch zu meiner großen Verwunderung gibt es hier lediglich das Modell mit Klemmvorrichtung für eine Mine; die in meinen Augen erheblich bessere Druckbleistift-Ausführung ist in Deutschland leider nicht erhältlich.

Faber-Castell offeriert Schreibgeräte mit Pferdestärken, nämlich einen Füllfederhalter, des­sen Schaft zum Teil aus geflochtenem Rosshaar besteht.

Paperworld 2009

Wer ein eigenes Ross hat und diesem einen 2 bis 3 cm dicken und 30 bis 40 cm langen Haarbüschel abzwackt, kann sich den „Pen of the Year 2009″ individuell anfertigen lassen. Die Erfüllung dieses speziellen Wunsches dauert 9 bis 12 Monate und schlägt mit etwa 5000 Euro zu Buche.

Paperworld 2009

Danke an Stephen für den Hinweis auf dieses äußerst ungewöhnliche Produkt – ich wäre ansonsten daran vorbeigaloppiert.

Der für sehr hochwertige und preiswerte Spitzer bekannte Hersteller M+R (Möbi­us+Ruppert) aus dem fränkischen Erlangen hat seine Palette deutlich vergrößert. Mit dabei ist jetzt auch ein farbenfroher Dreifach-Dosenspitzer für Blei-, Bunt- und Jumbostifte, den ich am liebsten gleich mitgenommen hätte.

Als sehr zufriedener Benutzer einer klappbaren Schere von Fiskars habe ich auch den Stand dieses Herstellers besucht. Die Vielfalt war beeindruckend und die Präsentation freundlich – ich gebe zu, dass ich unter solchen Umständen gerne der Werbung zum Opfer falle und mich bei der nächsten anzuschaffenden Schere zuerst im Sortiment von Fiskars umschaue.

In Kürze gibt es noch etwas zum erweiterten Druckbleistift-Programm von STAEDTLER, das jetzt auch zwei hochwertige Modelle umfasst, die es bisher nur in Japan gab.

Paperworld 2009 (1)

Montag, 2. Februar 2009

Ein kleiner Ausflug nach Frankfurt/Main führte mich zur Paperworld 2009, die – so der Veranstalter – „internationale Leitmesse für alle Handelsformen der Bürowirtschaft”. Hier ein paar Notizen.

LAMY und Herlitz waren überraschenderweise nicht vertreten, dafür aber bekannte Namen aus Japan wie z. B. OHTO, Uchida und Platinum, die jedoch (noch?) keinen deutschen Vertrieb für ihre sehr interessanten Produkte haben. Verwundert hat mich auch die Antwort, die ich am Stand des Herstellers PLUS aus Japan auf meine Frage nach dem äußerst praktischen Schnellhefter, dessen Dicke sich an den Inhalt anpassen lässt, erhielt: „For some reason we don’t display it.” Selbstverständlich war Koh-I-Noor ebenfalls vertreten, wenn auch plötzlich “very busy”, als ich mich als “end-user” zu erkennen gab – sehr schade, erst recht angesichts des Umstands, dass ich auf meine Anfragen beim Hauptsitz nach Bezugsquellen keine Antwort bekam.

War es bisher ziemlich schwierig, den pfiffigen Minenspitzer von Gedess hierzulande zu bekommen, so ist das Problem nun gelöst, denn Standardgraph vertreibt ihn jetzt. Nahezu magisch angezogen hat mich der „Showroom” von uni, in dem ich von außen eine Präsentation der neuen Druckbleistift-Minen der „Nano Dia”-Serie erspähen konnte. Bedauerlicherweise ließ man mich nicht hinein, tröstete mich jedoch mit einem Kuru Toga. Pentel bietet nun auch in Deutschland den Graph 600 und den Graph 1000 an; neu im Programm sind u. a. Stiftradierer mit Druckmechanik und dreieckigem sowie quadratischem Querschnitt.

Paperworld 2009

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Einen sehr guten Eindruck machte auf mich eine futuristisch gestaltete Spitzmaschine von Westcott, die mit Bleistiften sehr unterschiedlicher Dicken umgehen kann. Sie ist mit zwei Fräsern und einem Saugnapf ausgestattet; zum einfachen Leeren des Behälters kann das Oberteil entriegelt und abgenommen werden. Die Befestigung mit dem Saugnapf ist notwendig, da man den zu spitzenden Stift hineindrücken muss und daher keine Hand zum Halten des Spitzers mehr frei hat. Diese ungewöhnliche Maschine, die nicht nur wegen ihrer an eine Wählscheibe erinnernden Front ein echter Hingucker ist, muss unbedingt auf meinen Schreibtisch!

Paperworld 2009

Auch hatte ich Gelegenheit, die etwa 300 Euro teure Spitzmaschine El Casco M-430 CN näher zu betrachten. Diese wird ebenfalls mit einem Saugnapf am Tisch befestigt, was aber kein Extra, sondern (wie beim Gerät von Westcott) nötig ist, da es keinen Vorschub für den Bleistift gibt. Eine dreiteilige, gefederte Metallklammer zentriert den Stift und hinterlässt dabei nur geringfügige Spuren.

Paperworld 2009

Die Schublade, so sagte man mir, sei etwas krumm, da sie aus einem Stück Metall getrieben würde; dies mache es auch unmöglich, sie bei Verlust einfach auszutauschen. Sollte die Schublade einmal verlorengehen, so müsse die ganze Maschine eingeschickt und eine neue eingepasst werden.

Paperworld 2009

Das verstellbare Werk bietet vier Einstellungen, wobei die feinste eine äußert lange und konkave Spitze produziert. Doch so schön das Ergebnis auch sein mag: Mich erinnert der Spitzer eher an die Maschinen von Rube Goldberg und William Heath Robinson als an ein Gerät des täglichen Gebrauchs.

Paperworld 2009

Ein Highlight bei LYRA war neben dem GROOVE die COLORSTRIPE-Serie, bei der die Mine nicht zentriert im Stift sitzt, sondern bis an eine der drei Kanten des Stifts geht.

Paperworld 2009

STABILO hat mit dem EASYgraph und den EASYcolors nun auch Blei- und Farbstifte mit Griffmulden wie beim LYRA GROOVE im Programm; diese sollen Ende des Jahres in die Läden kommen. Die Pressemitteilungen „STABILO EASYcolors und STABILO EASYgraph: Beste Bedingungen für einen leichten Schulstart” sowie „Ergonomische Einschätzung des STABILO EASYcolors” informieren über die Ergonomie der unterschiedlichen, durch farbige Enden gekennzeichneten Versionen für Links- und Rechtshänder. Ebenfalls neu auf dem deutschen Markt ist die komplette „Exam Grade”-Reihe, die neben dem Bleistift „micro 288″ in den Härtegraden HB und 2B einen Dosenspitzer sowie einen sehr guten schwarzen Radierer in zwei Größen umfasst.

Eine echte Sensation zeigte STAEDTLER mit dem WOPEX (Wood Pencil Extrusion), einem Bleistift, der aus drei Sorten Granulat für Mine, Korpus und Oberfläche im Extruder gefertigt wird.

Paperworld 2009

Das Material für den Korpus besteht zu 70% aus einheimischer Fichte zertifizierter, nachhaltig bewirtschafteter Wälder und ist sehr dicht, was sich in einem höheren Gewicht des Bleistifts ausdrückt. Das besondere Herstellungsverfahren sorgt zudem für eine homogene Struktur, die das Spitzen einfacher machen soll.

Paperworld 2009

Die rutschfeste Oberfläche des lösungsmittelfrei produzierten WOPEX fühlt sich samtig und im Gegensatz zu anderen Stiften mit ähnlicher Beschichtung nicht klebrig an.

Paperworld 2009

Die Mine hat eine saubere Abgabe und das Schreibgefühl ist sehr gut. – Leider kommt dieser interessante Bleistift erst im vierten Quartal des Jahres in die Läden, und so wurden die wenigen Vorzeige- und Testexemplare aufs schärfste bewacht. Im Interesse meines Wohlbefindens habe ich auch darauf verzichtet, einen Spitzer zu zücken und ihn am WOPEX anzusetzen ;-)

Nachtrag vom 7.2.09: WoodChuck vom Timberlines-Blog konnte mit dem Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von STAEDTLER sprechen und weiß zu berichten, dass es den WOPEX, der holzgefasste Bleistifte nicht ersetzen, sondern ergänzen soll, in den Härtegraden H, HB und B geben wird.

Vorne schwarz, hinten bunt

Sonntag, 30. November 2008

Den Härtegrad eines Bleistifts findet man meist seitlich aufgedruckt, doch einige Hersteller erleichtern mit einer zusätzlichen farblichen Markierung bei manchen ihrer Produkte die Identifizierung.

STAEDTLER Noris 120

STAEDTLER Noris 120 (links 2H, rechts 2B)

Einer der farbgekennzeichneten Bleistifte ist der in fünf Härtegraden erhältliche Noris 120 von STAEDTLER, der in diesem gelb-schwarzen Streifen-Design 1954 (damals noch unter der Nummer 1100) auf den Markt kam und inzwischen ein echter Klassiker ist. – Vorgänger dieses nach der Stadt Nürnberg, dem Sitz des Herstellers, benannten Bleistifts war der 1919 eingeführte Noris 6045. Die Noris-Reihe wurde nach und nach erweitert, so z. B. um den Club triplus und den ergosoft 163; zuletzt fand das Design beim Druckbleistift graphite 771 Anwendung. In diesem Jahr erfuhr der Noris 120 eine Weiterentwicklung und verfügt laut Hersteller jetzt über eine noch bruchfestere Mine und verbesserte Gleitfähigkeit.

STAEDTLER Noris 120

STAEDTLER Noris 120

Ein anderer Bleistift mit farbcodiertem Härtegrad ist der DESSIN 2000 von Faber-Castell. Auch ihn gibt (gab?) es in den fünf Graden von 2B bis 2H, denen jedoch andere Farben zugeordnet wurden. Entgegen z. B. der Codierung von Druckbleistiftstärken, deren Farben sogar als ISO festgelegt sind, scheint es hier keinen Standard zu geben.

Faber-Castell DESSIN 2000

Faber-Castell DESSIN 2000 (links 2H, rechts 2B)

Anders als beim Noris 120 wurde beim DESSIN 2000 die Farbe für den Härtegrad nur am Abschluss des Stifts, nicht jedoch auch seitlich angebracht. Die Kennzeichnung ist daher nicht immer sichtbar, was ihren praktischen Nutzen leider reduziert.

Faber-Castell DESSIN 2000

Faber-Castell DESSIN 2000 (links 2B, rechts 2H)

Im aktuellen Office-Katalog von Faber-Castell konnte ich nur einen Dreierpack des DESSIN 2000 in B mit und ohne Radierer finden, und so vermute ich, dass die anderen aus dem Programm genommen wurde (der englische Office-Katalog hingegen führt noch sämtliche Härtegrade auf). Ich hatte auch etwas Mühe, in meiner Umgebung alle fünf Varianten zu bekommen. Das aufgestöberte „H”-Exemplar trägt als einziges den Aufdruck „GERMANY” und dürfte angesichts der leicht abweichenden Gestaltung sowie des strapazierten Lacks aus einer anderen Zeit stammen.

Auch wenn das Holz des DESSIN 2000 einen etwas höherwertigen Eindruck macht als das des Noris 120, so verfügt doch letzterer über eine deutlich bessere Mine und eine höhere Verarbeitungsqualität.

Andere Bleistifte mit farbig gekennzeichnetem Härtegrad sind der Mark Sheet Pencil und die in türkis gehaltene Variante des Black Polymer 999 von Pentel Japan, die aber nur in zwei bzw. drei Härten angeboten werden.


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