Monatsarchiv für Oktober 2013

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LUNA

Mittwoch, 16. Oktober 2013

LUNA

Grafik auf einer Schachtel mit zwölf unlackierten Farbstiften von J.S. Staedtler, hergestellt vermutlich während des zweiten Weltkriegs. – Mehr zur Marke „LUNA” gibt es im Beitrag „STAEDTLER LUNA 349″.

Die Lärche

Samstag, 12. Oktober 2013

Bei dem Bleistift, den ich heute vorstellen möchte, denke ich immer an etwas völlig ande­res.

Die Lärche

Die Lärche

Die Lärche

Die Lärche

Nachdem uns Monthy Python's Flying Circus gezeigt hat, wie man verschiedene Arten von Bäumen (hier: die Lärche) aus ziemlich großer Entfernung erkennt1, wollen wir nun aus nächster Nähe auf den Beistift schauen.

Die Lärche

Zur Erhaltung der traditionellen Kultur im Schweizer Lötschental, etwa 200 km südsüdöst­lich von Bern, wurde 1997 die gemeinnützige Stiftung Blatten Lötschental gegründet. Im Mittelpunkt der Projekte stand die Renovierung alter Häuser, Scheunen und Ställe, die aus dem Lärchen- und Tannenholz des Tals gebaut wurden. Aus Resten des dabei anfallenden alten Lärchenholzes hat Caran d'Ache vor gut zehn Jahren2 Bleistifte und Schreibsets ge­fertigt.

Die Lärche

Der klarlackierte Stift hat Standardmaße und mit knapp 4,5 g das Gewicht eines typischen aktuellen Bleistifts; ein goldfarbener Prägering und eine schwarze Tauchkappe zieren sein Ende. Der Prägedruck auf der einen der sechs Flächen nennt den Hersteller und das Her­kunftsland, doch zum Hintergrund der Salamander (wenn es denn welche sind) kann ich leider nichts sagen.

Die Lärche

Der gegenüberliegende Prägedruck macht Angaben zum verwendeten Holz; eine Blindprä­gung konnte ich nicht finden. – Die Verarbeitung ist gut, auch wenn die Oberfläche etwas glatter sein könnte. Die kleinen Schäden führe ich auf die Vorgeschichte des Stiftes zu­rück, denn er war nicht mehr ganz neu, als ich ihn bekommen habe.

Die Lärche

Die kräftige Maserung und die Gestaltung des Bleistiftes gefallen mir sehr gut, aber seine Mine, die ich als geringfügig härter empfinde als die des STAEDTLER Mars Lumograph 100 H, wäre mir für den Alltag zu hart. – Obiges Foto zeigt die werkseitige Spitze. Den Stift an­zuspitzen konnte ich noch nicht übers Herz bringen, ist dieses doch mein einziges Exemplar (und der Bleistift schon lange nicht mehr erhältlich).

Die Lärche

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat Caran d'Ache mehr als 20 Hölzer auf ihre Eig­nung als Bleistiftholz geprüft3. Beeindruckende Erfolge dieser Bemühungen waren u. a. die beiden Sets „Les Crayons de la Maison Caran d'Ache”, der 348 aus Jura-Buche und der ge­zeigte Stift.

Vielen Dank an Herrn Fischer für diesen besonderen Bleistift!

  1. Monty Python's Flying Circus, Staffel 1, Episode 1: How to Recognise Different Types of Trees From Quite a Long Way Away; aufgezeichnet am 14.9.69, gesendet am 19.10.69.
  2. Diese Zahl habe ich von einem Mitarbeiter am Stand des Herstellers auf der diesjährigen Paper­world.
  3. Quelle: „Hêtre ou ne pas être, le défi de Caran d'Ache”, Bilan, 12.3.13.

Musen 2014

Freitag, 11. Oktober 2013

Waren es in der griechischen Mythologie nur neun Schutzgöttinnen der Künste, so lässt der Künstler Dominik Hüfner aus Seeheim-Jugenheim bei Darmstadt gleich zwölf auftreten: Sein Wandkalender „Musen 2014″ zeigt jeden Monat eine davon beim ungewöhnlichen Umgang mit Zeichen- und Malzubehör.

Musen 2014

Der Kalender wird präsentiert bei Format (Halle 4.0, Stand H 71), einem Fachgeschäft in Darmstadt, das den neuen Füllfederhalter SUPER5 mit Schönschreibfeder und die pfiffige Lernuhr „Zeitzünder” vorstellt. Zu sehen gibt es dort auch die hochwertigen Papierproduk­te vom Papierlabor und einiges aus dem Sortiment von Kaweco.

Musen 2014

Dominik Hüfner bei der Arbeit am Messestand

Eine Übersicht aller Blätter hängt am Messestand aus und wird in Kürze auf der Website des Künstlers veröffentlicht.

Musen 2014

Der Tanz am Bleistift …

Musen 2014

… und der Ritt auf dem Radierer

„Musen 2014″ kann auf der Buchmesse, die am kommenden Wochenende (12./13.10.) für alle Besucher geöffnet ist, am Stand von Format (Halle 4.0, Stand H 71) zum günstigen Messepreis von 22 Euro erworben werden; danach gibt es ihn bei Dominik Hüfner direkt und bei Format in Darmstadt.

Musen 2014

Meine Empfehlung: Kaufen, aufhängen und auf 2014 freuen!

Fabrique Sermajor

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Fabrique Sermajor

Der Bleistifthersteller Gilbert, gegründet um 1830, wurde 1921 zur Fabrique Sermajor; hier der Titel eines Katalogs von 1925. – Danke an Herbert R. für den Scan!

Eagle Pencil Company.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Eagle Pencil Company.

Die Gestaltung und die Font-Vielfalt dieses Katalogtitels aus der Zeit um 1910 finde ich bemerkenswert, und Überschriften mit Punkt haben heute ohnehin Charme. – Danke an Herbert R. für den Scan!

ELECTRIC

Dienstag, 8. Oktober 2013

Heute ein kurzer Blick auf die Marke „ELECTRIC” der Glocken-Bleistift-Fabrik.

ELECTRIC

Das 18,2 × 17,7 cm große Blatt diente vermutlich als Einlage einer Schauverpackung, ähn­lich dem, das für den Kopierstift „Reporter” aus dem gleichen Hause warb. – Die Schreib­weise des Ü im „Nürnberg”-Schriftzug gefällt mir besonders gut.

ELECTRIC

Doch es gab unter dem Namen „ELECTRIC” nicht nur Blei-, sondern auch Farbstifte. Dieser blaue mit der Nummer 4920 ist 11 mm dick und hat eine 4,5 mm starke Mine.

Electric

Die Unterschiede in der Gestaltung des Markennamens lassen vermuten, dass der Farbstift älteren und der Einleger neueren Datums ist. – Möglich, dass „ELECTRIC” auf die Verwen­dung von Elektrographit, also synthetischem Graphit (z. B. von Johann Faber für die „Apol­lo”-Bleistifte) zurückgeht.

ELECTRIC

Das war's auch schon.

„Faber-Castell since 1761″ (2)

Montag, 7. Oktober 2013

Mit „Faber-Castell since 1761″ gibt es seit kurzem eine umfangreiche Unternehmens- und Familiengeschichte der Bleistiftdynastie. Hier ein paar subjektive Anmerkungen.

„Faber-Castell since 1761” (2)

Der üppig gestaltete, etwa 24,5 × 29 cm große und 520-seitige Band aus der Collection Rolf Heyne ist fadengeheftet, gebunden und durchgehend vierfarbig. Die Verarbeitungs­qualität des in Italien gedruckten Werkes ist, soweit ich das beurteilen kann, sehr gut.

„Faber-Castell since 1761” (2)

Die Gliederung des chronologisch aufgebauten Buchs orientiert sich im wesentlichen an den acht Generationen und bietet über die mit „Wie die Welt aussah” betitelten Rubriken den zeitgeschichtlichen Kontext, was mir gut gefällt. Den Bauwerken ist ein eigenes Kapi­tel gewidmet, und der Anhang enthält u. a. einen Ausschnitt aus den Stammtafeln der Familien Faber und Castell sowie den Familienstammbaum.

„Faber-Castell since 1761” (2)

Das Buch erfreut mit sehr ästhetischen Darstellungen; hier der Erwerb einer Graphitmine in Südsibirien durch Lothar von Faber im Jahre 1856 und Werbematerial für die Marken ACME und Apollo von Johann Faber.

„Faber-Castell since 1761” (2)

Sämtliche Produktbereiche von gestern und heute werden präsentiert, darunter – neben Blei- und Farbstiften – Schiefertafeln und -griffel, Tinten und Tuschen, Rechenstäbe, Füll­halter, Zeichengeräte sowie Kosmetik.

„Faber-Castell since 1761” (2)

Manches hätte ich gerne jedoch etwas ausführlicher gesehen, so z. B. das Sortiment von Eberhard Faber in den USA und die Bleistiftspitzer; vielleicht wäre auch das eine oder an­dere ungewöhnliche und heute fast vergessene Produkt (wie etwa der Flach­minen-Dreh­bleistift TK 9600) eine Erwähnung wert gewesen.

„Faber-Castell since 1761” (2)

Angesichts des ganzen Know-how hinter den vielfältigen Produkten verwundert mich, wie wenig Technik gezeigt wird – Patentzeichnungen, Werkzeuge, Maschinen, Prototypen, halbfertige Produkte und andere Details zu Entwicklung und Fertigung fehlen fast völlig, was ich sehr schade finde.

„Faber-Castell since 1761” (2)

Markengeschichte und Imagepflege indes sind ausführlich dokumentiert, und so wirken nicht wenige Seiten wie aus einer Werbebroschüre (und auf mich in einem solchen Buch unangenehm).

„Faber-Castell since 1761” (2)

Dass mich die ausführliche Darstellung der Bauwerke wenig und die zahlreichen privaten Einblicke kaum ansprechen, liegt vermutlich daran, dass ich nicht zur Zielgruppe dieses Buchs gehöre.

„Faber-Castell since 1761” (2)

„Faber-Castell since 1761″ ist sicher reizvoll, würde mir aber erheblich besser gefallen, wenn es weniger Familienfotos und Eigenwerbung und dafür mehr technikgeschichtliche Details enthalten würde; so kann ich das 58 Euro teure Buch leider nur eingeschränkt empfehlen.

Nachtrag vom 20.10.13: Unter „Faber-Castell Since 1761 (3)” bietet Sean von Contra­puntalism einen Blick auf die englische Ausgabe dieses Buches, zu der mir der Verlag Ende September sagte, es gäbe sie nicht.

„Show Us Your Favorite Pencil”

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Auf Lifehacker:

Even if you do most of your work on a computer, there are times you just have to break out some good old-fashioned paper. Maybe you're a pen person. Maybe you're a pencil person. This one is for the pencil people. Let's see your favorite!

Meine Favoriten sind natürlich diese zwei. – Danke an Viola für den Hinweis!


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